„Mariensäule“
nennen
sie die
einen
„Pestsäule“ die anderen, oft gab
es
hier
fachliche Auseinandersetzungen, was
denn nun
stimmte.
Dem in Schönficht wohnenden Heimatforscher und Buchautor Harald
Fähnrich gelang es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieses Geheimnis zu
lüften. Anhand von Initialen, die über der Jahreszahl 1697 zu lesen
sind, konnte er als Stifter der Säule den frommen Neustädter Bürger
„Veit Hörmann“ identifizieren. Mit der Pest hat die
Altenstädter Säule nichts zu tun, diese war 1697 längst
vorbei.
Im Jahr 1634, zwischen August und Weihnachten, forderte die Pest
260 Opfer aus Altenstadt und Neustadt. Sie fanden in einem
Massengrab, den sog. Pestwinkel, am Altenstädter Friedhof ihre
letzte Ruhe. Nichts erinnert mehr an sie – sang- und klanglos
wurden sie damals verscharrt.
Man mutmaßte deshalb früher auch, dass die reich verzierte
Steinsäule mit Marienbild im Gedenken an die Pest gestiftet worden
sein soll.
(Quelle: Stark verkürzt aus dem Altenstädter Lesebuch des
Heimatverein Altenstadt a. d. Waldnaab)