
Vor
dem II.
Weltkrieg feierten die Schützen ihr Fest in den Sälen Weindorf (Hochstraße),
Dörper
(Ingerweg) und Hannen (Strümper Straße). Wie man es heute noch vom Karneval kennt, zog derSchützenkönig mit Gefolge von Saal zuSaal.
Dies war auch zum ersten Schützenfest nach dem II. Weltkrieg,
1955, so geplant. Als man
dann spürte, wie groß die Resonanz sein würde,
beschlossen die Osterather Wirte,
auf ihre Kosten
ein Zelt aufzustellen.
In den folgenden Jahren
wechselte mehrfach
der Standort. Zuletzt baute man es
auf dem Sportplatz„Am Schiefelberg“ auf. Dieser Platz war zwar ausreichend groß und eben, aber die
Benutzung führte
regelmäßig zu Problemen mit dem Osterather Sportverein und dem Osterather Turnverein. Diese
beklagten sich zu
Recht, dass der Platz anschließend durch den vielen
Glasbruch und zahlreiche Löcher
wochenlang unbespielbar war und jedes Mal
teuer repariert werden musste.
So gingen auch nach dem Schützenfest 1974 wieder
entsprechende Beschwerden beim Heimat- und Schützenbund ein. Hierüber klagte General Dr. Hans
Lampenscherf dem Osterather Ratsherrn
Karl Theo Schöndeling. Dieser war als in Osterath tätiger Architekt der Verantwortliche für den
Immobilienbesitz der Katholischen Kirchengemeinde und konnte den
Heimat- und Schützenbund auf ein Grundstück der Kirchengemeinde am
Wienenweg hinweisen.
Dieses Grundstück
gehörte ursprünglich zum Gehöft von Hubert Stüttgen,
dem ehemaligen Osterather Feuerwehrchef. Nach dessen Tod im Jahr 1963 hatte die
Wittwe Sophie Stüttgen
das Grundstück an die
Katholische Kirchengemeinde verkauft.
Hintergrund dieses
Verkaufs war die umfangreiche Neubautätigkeit in Osterath
zu Beginn der 1960-er Jahre. So plante man die
Einrichtung eines
zweiten Pfarrbezirks für die
Bereiche Heide und
Bovert mit einer
eigenen Kirche,
Pfarrhaus und Kindergarten. Der Osterather Architekt Peter Oellers
hatte hierzu auch bereits eine erste Bebauungsskizze erstellt.
Als sich abzeichnete, dass eine zweite Pfarrgemeinde in Osterath
dann doch nicht
erforderlich werden
würde, wollte die Kirchengemeinde dieses
Grundstück für den
Bau eines Kindergartens vorhalten. Aber auch diese Idee zerschlug sich
.
Nachdem Karl Theo Schöndeling entsprechende Verkaufsverhandlungen eingeleitet
hatte, unterbreitete die
Stadt Meerbusch ihm tatsächlich mit Schreiben vom 22. Oktober 1975 eine entsprechende
Verkaufsabsicht. Die Verhandlungen zogen
sich allerdings hin, denn der Verkauf bedeutete für die Kirchengemeinde
schließlich den endgültigen Verzicht
auf Baumaßnahmen am
Bovert.
Auf dem Bruderschaftstag im Januar 1980 konnte
dann schließlich Bürgermeister Ernst Nüse unter viel Applaus den
Schützen mitteilen,
dass man sich mit der
Kirchengemeinde einig werden konnte und schon
zum kommenden Schützenfest im September 1980
der neue Festplatz
zur Verfügung stehen würde.
Tatsächlich war Karl-GerhardBommers der erste Schützenkönig,
der
sein
Schützenfest am Wienenweg feiern konnte.
DAS DÖSCHEN
IST WÄHREND DES VOGELSCHIESSENS NICHT
ERREICHBAR