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JS Schlosstour - Landgerichtskreuz Traditional Cache

Hidden : 1/12/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Einfacher Tradi der themenbezogen sehr gut zur Schlosstour passt. Es gibt hierfür keine Bonuszahl.

Das Landgerichtskreuz
steht in der Gemeinde Lebring, an der Grenze der Gemeinden Lebring, Tillmitsch und Lang.

Großteils stark verwitterter Bildstock aus Sandstein. Auf einem profilierten, annähernd quadratischen Sockel erhebt sich, durch ein Profilgesims abgesetzt, der Bildstockpfeiler, der sich nach oben zu etwas verjüngt. Es folgt ein Profilgesims und eine Laterne, in deren vier Nischen sich noch Reste früherer ornamentaler (?) Bemalung zeigen. Darüber wieder ein Profilgesims und hierauf ein zweifach abgestufter, pyramidenförmiger Knauf. Das an der Spitze wohl angebrachte Kreuz abgebrochen. Auf den nach Süden und Norden gerichteten Seiten des Bildstocks je ein stark verwittertes und nicht mehr erkennbares Wappen. Zahlreiche Namensinschriften aus älterer und neuerer Zeit. Die Säule steht unmittelbar neben der von Leibnitz nach Norden führenden Römerstraße, die sich heute als grasbewachsener, aber fester Feldweg darstellt. In der Nähe Hügelgräber. Die Bevölkerung bezeichnet das "Landgerichtskreuz" auch als "Pestkreuz". Wahrscheinlich dürfte der Bildstock eine mehrfache Funktion, sowohl als Grenzmonument wie auch als Bildstock und Armensünderkreuz, besessen haben. Seitenlänge des Sockels: c. 150; Sockelabschlussgesims, etwa in Mannshöhe: c. 110; Seitenlänge des Pfeilers unmittelbar über diesem Gesims: c. 88; Gesamthöhe: c. 700.

Nördlich von Leibnitz steht heute noch, an der alten Römerstraße, die einst im Altertum von Flavia Solva nach Noreia geführt hatte, das Landgerichtskreuz. Vor einigen Jahrhunderten war es das Wahrzeichen der Allgewalt irdischer Gerechtigkeit. Auf dem kleinen Hügel knapp dahinter war ein Galgen aufgerichtet, die Richtstätte für jene, die wegen Untaten ihr Leben verwirkt hatten. Dort an diesem Galgen fand manch verdorbenes Leben sein trauriges Ende.

weiter Info:
Im Gemeindegebiet von Lebring-St. Margarethen befindet sich eines der bemerkenswertesten Bodendenkmale der Steiermark - der sog. Teufelsgraben. Der Graben zwischen Mur und Laßnitz wurde bereits im 10. Jahrhundert in einer Urkunde als Nordgrenze des Salzburger Besitzes um Leibnitz erwähnt. Zwischen der Autobahnraststätte Gralla und der Bundesstraße 67 ist der Graben im Gelände noch deutlich erkennbar. Auch das Landgerichtskreuz an der alten Römerstraße durch das Leibnitzer Feld steht im Bereich dieses Grabens - es markierte einst die Grenzen der Blutgerichte von Oberwildon und Seggauberg.

und noch eine Sage dazu:

Übermut tut selten gut

Ein Handwerksbursch aus der Gabersdorfer Gegend, der einige Monate in St. Gotthard im heutigen Ungarn auf Arbeit gewesen war, machte sich eines Tages auf Schusters Rappen wieder in seine Heimat auf. In der Oststeiermark, nicht weit von Riegersburg, kam er zufällig zu einem Galgen, wo drei Übeltäter daran waren, für ihre Verbrechen mit dem Tode zu büßen. Den Gabersdorfer stach der Hafer, er ging ganz nahe an den einen der schon baumelnden Delinquenten heran und fragte ihn bummelwitzig: „Na, gibt's da vielleicht auch für mich ein Platzerl?” Worauf zu seinem Schrecken hinter ihm eine laute schneidende Stimme rief: „Nein, dein Platz ist der Galgen beim Landgerichtskreuz im Leibnitzer Feld!”
Still und leise entfernte sich schleunigst der Wandersmann, setzte seinen Weg fort und erreichte am nächsten Tag Leibnitz, wo gerade ein Kirtag mit einem großen Markt stattfand. Bald ging wie ein Lauffeuer die Kunde um, ein Spitzbube habe auf dem Viehmarkt ein Pferd gestohlen und treibe es in Richtung Tillmitsch. Und gar bald waren die Landjäger hinter ihm her, was aber dem schlauen und mit allen Salben geschmierten Dieb keinesfalls verborgen blieb!
Wie der Zufall so spielt, traf der Kerl just zu diesem Zeitpunkt mit dem Gabersdorfer zusammen. Geistesgegenwärtig bat er ihn, für kurze Zeit sein Ross zu halten und auf der Straße weiterzuführen, er selbst müsse nur schnell seine Notdurft verrichten. Sprach's und verschwand auch schon im anstoßenden Dickicht.
Arglos tat der Gabersdorfer, worum ihn der Mann gebeten. Doch kaum hatte er mit dem Pferd eine kurze Strecke zurückgelegt, da nahten die berittenen Verfolger und ergriffen ihn in der festen, wenn auch irrigen Überzeugung, den Missetäter erwischt zu haben. Die flehentlichen und verzweifelten Beteuerungen seiner Unschuld halfen dem erschrockenen Burschen nicht. Sie zerrten ihn zum Galgen beim Landgerichtskreuz, wo soeben ein Tribunal tagte.
Auch dort fand der Arme mit seiner Schilderung kein Gehör. Er wurde zum sofortigen Tod durch den Strang verurteilt! Als ihm der Strick um den Hals gelegt wurde, kam ihm die Erinnerung an den Galgen bei Riegersburg, seine scherzhafte und wohl allzu übermütige Frage an den Gehenkten und die unheilkündende Stimme so richtig in den Sinn, und er konnte es nicht fassen, dass all dies für ihn zur traurigen und entsetzlichen Wirklichkeit werden sollte.

Additional Hints (Decrypt)

zntargvp

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)