EarthCache

Das Dach des Effels

A cache by der Eifelaner Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 1/15/2012
In Nordrhein-Westfalen, Germany
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:


Geschichte

An ca. 50 Stellen in den Felsen des Mittleren Rurtals finden sich Spuren ehemaliger Natursteingewinnung.


Auf dem Dach des Effels kann man deutlich die Spuren der Steinmetze erkennen. Hier wurden Mühlsteine für die hiesigen Mühlen herausgebrochen. Sandsteine haben im allgemeinen eine niedrige Qualität, da sie einen relativ hohen Abrieb aufweisen. Daher wurden sie auch in der Regel nur für die Futterschroterei eingesetzt.

 

Auch für die Rüstungsindustrie war der Buntsandsteinfelsen interessant. So lieferten die Felsen vom 12. bis ins 15.Jh. den Rohstoff zur Herstellung der Kugeln für mittelalterliche Wurfmaschinen . Die sogenannten Bliden gehörten auch in Nideggen bereits  zum Ende des 12. Jh. Zu den modernsten Waffen. Ihre mächtige Konstruktion war in der Lage zentnerschwere Steine bis zu 500m weit zu schleudern, um Stadtbefestigungen zu zerstören und Tore einzureißen.

Petrographie

Sandstein entsteht durch die Verkittung (Zementation) von lockerem Sand und hat daher die gleichen Entstehungsbedingungen wie dieser. Er ist im Gegensatz zu chemischen und biogenen, von Lebewesen abgelagerten Gesteinen wie Kalkstein oder Kohle klastischen Ursprungs, besteht also aus Trümmern verwitterter und abgetragener Gesteine. Da Quarz ein relativ verwitterungsresistentes Mineral ist, welches außerdem in sehr vielen Gesteinen vorkommt, reichert es sich beim Verwitterungs- und Transportprozess stark an, während andere Mineralkörner zerfallen. Deshalb bestehen die Sandsteine ganz überwiegend aus diesem Mineral.
Das Rheinische Schiefergebirge und die Eifel stiegen seit dem Pliozän (vor 5,3 - 1,8 Mio. Jahren) im Vergleich zu ihrer Umgebung auf. Bäche und Flüsse schnitten in die flachwellige Landschaft ein. Daraus ergab sich die heutige Oberflächenstruktur mit flachen Hochebenen und tief eingeschnittenen Tälern. Sedimente der Trias (199-251 Mio. Jahre), Buntsandstein, sind somit wesentlich jünger als das Schiefergestein der Eifel. Der Mittlere Bundsandstein ist zusammengesetzt aus Sandstein und sandigen Konglomeraten. Dieser tritt meist an den östlichen Ufern der Rur im Rurtal auf. Nur an wenigen Stellen sind die rötlichen Sand/Kiesfelsen im Rurtal auf der linken Seite der Rur wie z. B. am Burgberg in Bergstein oder an der Papierfabrik in Untermaubach zu sehen. Von Heimbach bis etwa Nideggen dominieren diese Felsen das rechte Rurtal. Da die einzelnen Schichten unterschiedlich schnell verwittern, entstanden teilweise skurile Felsformationen, wie zum Beispiel überhängende Gesimse, Hohlkehlen und freistehende Felsbastionen. Die wichtigsten Entstehungsräume für Sandsteine sind die Meere, dabei vor allem die küstennahen Flachmeere, die Schelfe. Der Sand stammt aber meist vom Festland und wird durch Flüsse und Meeresströmungen an seinen endgültigen Ablagerungsort transportiert. Es gibt aber auch zahlreiche Sandsteinvorkommen, die auf dem Festland entstanden sind. Dabei überwiegen die fluvialen, das heißt die von Flüssen abgelagerten Sandsteine deutlich über die vom Wind abgelagerten. Die in Deutschland weit verbreiteten Sandsteine des Buntsandsteins sind hingegen meist auf dem Festland abgelagert worden. Klassisch gelblich und in Sachsen sehr populär ist der Elbsandstein, der zahllose Bauten im Regierungsbezirk Dresden geprägt hat (und auch weiter verwendet wird). Auch im badischen Sinsheim wird Sandstein in großen Blöcken aus dem Steinbruch geholt. Die Färbung hängt meist von eisenhaltigen Mineralien ab, die im Sandstein enthalten sein können. Gelblich bis braun wird der Sandstein, wenn Limonit enthalten ist. Die intensiv rote Farbe des Buntsandsteins ist auf das Vorhandensein von Eisenoxid zurückzuführen, das infolge des heißen Wüstenklimas als dünner Hämatitfilm die Sandkörner umhüllt bzw. an die Tonminerale feinkörniger Gesteine gebunden ist. Grünliche Färbung ist auf Silikate zurückzuführen (die Rede ist in diesem Zusammenhang von zweiwertig gebundenem Eisen, das in Chlorit oder Glaukonit gebunden ist).

Durch den Auflastdruck der jüngeren, überlagernden Ablagerungen, durch den Druck und die natürlichen Chemikalien des Meer- oder Grundwassers und teilweise auch durch Beimischungen im Sandstein selbst kommt es zur Verfestigung (Diagenese) des Sandes. Dieser Prozess läuft unterschiedlich schnell ab und dauert zwischen wenigen Jahrzehnten und mehreren Millionen Jahren.



Dieser Cache befindet sich in einem Naturschutzgebiet. Bitte beachtet das Wegegebot. Die offiziellen Wege müssen und dürfen nicht verlassen werden! Bitte verhaltet euch in diesem Naturschutzgebiet gemäß den Regeln!


Logbedingungen

Macht bitte optional ein Foto von euch ODER eurem GPS (mit sichtbaren Koordinaten) und fügt es eurem Log-Eintrag hinzu.
Außerdem schickt mir eine Mail mit folgenden Angaben, die ihr im Bereich der Infotafeln findet:

1.)    Beschreibe wie die Mühlsteine aus dem Fels gebrochen wurden (Infotafel bei N 50° 41.029 E 006° 28.790) ?

2.)    Beschreibt die Farbe und Oberflächenstruktur im Bereich des Effels.

3.)    Ermittelt den Durchmesser des Mühlsteines an Hand der Spuren vor Ort?

4.)    Woher hat der hiesige Sandstein seine rote Farbe ?


Danach könnt Ihr sofort loggen. Wenn irgendetwas nicht in Ordnung sein sollte, melden wir uns.


Quellenangabe:


• Wikipedia
Entdeckungspfad Rureifel
Bilder: eigen
DAV, Geologie der Nordeifel

Naturreisen.de

 

Additional Hints (No hints available.)



 

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