Die Kössener Schichten
Im Verlauf der Tiroler Ache von Kössen stromab sind an Steuerbord typische Gesteinsschichten zu erkennen. Die Koordinaten weisen in die Schlucht auf die Tiroler Ache. Dort ist es nass. Wer nicht mit dem Boot fahren möchte, kann den Fussweg zur Hängebrücke über die Klamm nehmen. Man kann den Cache auch mit einer schönen Wanderung auf dem alten Schmugglerweg kombinieren. Mit dem Boot ist es jedoch deutlich interessanter.
Wir befinden uns in den nördlichen Kalkalpen.
Locality map and stratigraphic section. (A) Geographic location of the Northern Calcareous Alps. (B) Geographic location of sections in the Northern Calcareous Alps. (C) Schematic section of the Kössen Formation, with its stratigraphic subdivision
Brachiopod and Bivalve Ecology in the late Triassic (Alps, Austria): onshore-offshore replacements caused by variations in sediment and nutrient supply A. D. A. M. TOMAŠOVÝCH* Institut für Paläontologie, Würzburg Universität, Pleicherwall 1, 97070 Würzburg, Germany adam.tomasovych@mail.uni-wuerzburg.de
In der rhätischen Stufe der nördlichen Alpen können drei Ausbildungszonen unterschieden werden:
- die rein kalkalpine Entwicklungszone im südlichen Teil, die dem oberen Dachsteinkalk entspricht
- eine Übergangszone mit Kalken, Mergeln und Gemischen aus beiden und letztlich die
- nördliche, überwiegend mergelige Ausbildungszone, welche als Kössener Schichten oder Kössen Formation international bekannt wurde, und die sich aus mehreren Einheiten zusammensetzt.
Im Rhät, der obersten Stufe der Trias vor rund 210 Millionen Jahren sind die Kössener Schichten entstanden. Hier gab es damals ein grosses Flachmeer mit Schlamm- und Kalksandbänken in dem z.B. Schnecken, Muscheln und Fische lebten. Die Umweltbedingungen waren mit den heute im Roten Meer herrschenden vergleichbar. Der sich schnell bildende Korallenrasen wurde aber sogleich von Schlamm und Schwebteilchen bedeckt. So kam es durch Sedimentation zur Ausbildung der typischen Schichtung aus Mergel, Tonschiefern und Kalken.
In den Schichten können versteinerte Korallen und andere Fossilien wie Brachiopoden (Armfüsser) und Bivalven (Muscheln) sowie dünnblätterige Mergelschieferlagen gefunden werden. Das ist möglich, da in den minder belüfteten Gewässerabschnitten die Organismen nicht so schnell zersetzt werden konnten, sie wurden schnell von Schlamm bedeckt und konserviert. Am Ufer der Ache sind Gesteinsarten zu finden, die auch in den Kössener Schichten vorkommen.
Daten aus Mitteilungen der Geologischen Gpesellschaft in Wien 39.-41. Band, 1946—1948. S. 1—73, 3 Tafeln, Wien 1951. Beiträge zur Stratigraphie und Tektonik der Randzonen der nördlichen Kalkalpen zwischen Neustift und Konradshaim. Mit einer geologischen Karte und zwei Profilen sowie einem tektonischen Obersichtskärtchen. Von Ferdinand Aberer, Wien.
Logbedingungen
1. Welche Farbe hat das Wasser hier? Überlege weshalb das so ist.
2. Finde am Ufer mindestens 3 verschiedene Steinarten, skizziere die Textur und versuche die Gesteine zu bestimmen. Der Strand ist auch gut zu Fuss erreichbar.
3. Überlege, wie es zu der senkrechten Anordnung der Schichten kam.
4. Fakultativ kannst Du gern ein Foto mit dem Logeintrag hochladen.
Sende bitte die Antworten und die Skizzen an uhu4 und mache den Logeintrag. Wer nicht gut zeichnen kann, darf die Steine fotografieren. Bei Unstimmigkeiten fragen wir nach.
Alle Logeinträge ohne email mit BESCHREIBUNG UND BILD werden kommentarlos gelöscht.
