1824
Am 16. Juni 1824 drehten sich die Flügel der Bockwindmühle zum ersten Mal. Die damaligen Eigentümer waren Carl Friedrich Lucas und Anne Dorothea Rauen. Mit Hilfe des Windes wurden Weizen und Roggen zu Mehl und Schrot gemahlen. Mit den Jahren die vergingen und die Mühle ihre Arbeit verrichtete, wechselten auch die Besitzer.
1919
Die Bockwindmühle wurde vom Werbener Müllermeister Wilhelm Schultze übernommen.
1936
Bei der Modernisierung der Bockwindmühle erfolgte der Einbau eines Dieselmotors, der bei Windstille das Mahlwerk antrieb. Es wurden die durchlaufenden Flügelbalken (Länge eines Flügelbalkens 10,20 m) ausgewechselt. In früheren Zeiten wurde die Bockwindmühle durch Petroleumlampen beleuchtet. Müller Schultze baute sich noch vor dem Krieg eine LKW-Lichtmaschine ein, die sechs Autoglühbirnen versorgte. Dadurch ist es in der Bockwindmühle viel heller geworden, aber das Licht flackerte dennoch.
1940
Der Sohn des Mühlenbesitzers, Wilhelm Schultze jun., übernahm die Bockwindmühle. Zweimal schlug bis zu dieser Zeit der Blitz in die Mühle ein.
1945
Ein Elektromotor, der unter dem Mehlboden hing, ersetzt den Dieselmotor.
1953
Zum letzten Mal drehten sich die Flügel der Bockwindmühle in Werben (Elbe) in diesem Jahr. Die Mühle wurde stillgelegt. Der Windmühlenbetrieb lohnte sich nicht mehr. Das Mehl gab es jetzt in den Geschäften zu kaufen und die industriellen Großmühlen übernahmen die Arbeit der kleinen Mühlen. Dennoch blieben sie als technisches Denkmal wichtige Zeitzeugen.
1973
Übernahm die Stadt Werben (Elbe) die Bockwindmühle. Sie verfiel jedoch von Jahr zu Jahr mehr.
1986
Der Initiative des Lehrers Hugo Rabe ist es zu verdanken, dass die Bockwindmühle eine neue Schalung (Außenhaut) bekam. Auch die Flügel wurden instand gesetzt.
1998
Das Ehepaar Simone und Michael Schnelle erwarb die Bockwindmühle von der Elbestadt. Es erfolgten die dringend notwendige Sanierungen des Daches und die Lackierung der Flügel. Nun ist die Bockwindmühle wieder ein schönes Wahrzeichen der Stadt Werben (Elbe) und erinnert an vergangene Zeiten. Einst gehörten zeitweise sieben bis acht Bockwindmühlen und ein bis zwei Schiffsmühlen zur Stadt.
(Quelle: wasserkraft-altmark.de)
Zum Cache:
Ein Regular mit Logbuch, Bleistift & paar Tauschgegenstände, etwas von der Mühle abgelegen.
Happy Hunting wünscht
SimsonFreak39