
Was einst geschah...
Der junge Eingeborene Muab Halamang-Singaw hatte seinen Stamm verlassen. Es kam ihn einfach in den Sinn, auf Reisen zu gehen. Tag und Nacht sollte er mit seiner Familie an ein und den selben Ort rumhängen. Nie passierte etwas, nie konnte er etwas Neues erleben, ja, einfach mal alleine sein, sein Zuhause verlassen, an dem er schon seit seiner Geburt von denselben Stammesangehörigen umgeben war, die ihn tagein, tagaus nicht von der Pelle rückten. Er fühlte sich wie angekettet und konnte diesen Zustand nicht länger ertragen. Die Langeweile überkam ihn und er wollte nur noch weg von hier. Muab war davon überzeugt, dass es mehr da draußen gab und er würde seiner Familie stolz davon berichten, wenn er einst zurückkehren würde.
Gegen seine Natur zog er also los, um die Welt außerhalb des Waldes zu entdecken. Schon bald aber hatte er sich verirrt. Hier, ohne die Nähe seiner Familie und weit ab von seiner vertrauten Umgebung kam einem die Welt so leer vor, ganz anders als zu Hause. Und vor ihm sah er ein graues Etwas, dass er noch nie in seinem Leben gesehen hatte. Er ging nach rechts, er ging nach links. Das graue Ding schien unendlich zu sein. Was es war und ob es dahinter noch etwas anderes gab, er konnte es nicht wissen. Hier musste es sein! Er hatte das Ende der Welt entdeckt. Oder gab es noch etwas anderes, hinter diesem grauen Etwas? Egal, Muab Halamang-Singaw wusste, dass er von nun an den Weg zurück niemals wiederfinden würde. Was sollte er weiterziehen, wenn er niemandem von seinen Entdeckungen berichten konnte?!
In Gedanken an die Heimat ließ er sich an einem Platz nieder, der seinem Zuhause zumindest ein wenig ähnelte. Nur war er hier allein. Ja, ihm war bewusst, dass er hier nicht hingehörte und schaute einsam und voller Sehnsucht in die Ferne. Vor ihm, das Ende der Welt, hinter ihm, irgendwo - eine gefühlte Unendlichkeit entfernt - das, wonach er sich sehnte. Oder war es umgekehrt?? Plötzlich war er verwirrt. Also blieb er lieber hier. Dort, wo das Schicksal ihn hingetrieben hatte, bevor er sich mit weiteren Entscheidungen und Gefahren auseinandersetzen musste. So sollte es sein, das war sein neues Reich! Wenn ihn doch wenigstens jemand besuchen würde... Aber würden sie ihn hier finden?? Hier, am Ende der Welt?
Wir gratulieren seppl-tz434 & MeyerBienchen, die am 11.02.2012 den FTF erlangten!