Die Mosbacher Störung

Der nordöstliche Rand des Thüringer Waldes zeigt vom Rennsteig bis zum Hörseltal meist ein allmähliches Abfallen. Die auffälligste Abweichung hiervon ist eine Kette langgestreckter, bewaldeter Bergkuppen, die sich von den Reihersbergen am Ostrand Eisenachs in südliche Richtung bis nach Mosbach erstrecken. Diese Richtung weicht vom Verlauf der Nordwest-Südost gerichteten Hauptstreichrichtung des Thüringer Waldes ab.
Untersuchungen haben gezeigt, dass hier ein schmaler geologischer Graben (Mosbacher Graben) vorhanden ist, in dem die im benachbarten Thüringer Wald – Vorland längst abgetragenen Gesteine des Muschelkalk, Keupers und des Lias vor der Abtragung bewahrt blieben. Es wird angenommen, dass es sich um eine sehr alte Spalte in der Erdkruste handelt, die schon im Erdaltertum entstand, sich bei der Heraushebung des Thüringer Waldes erneut öffnete und das Hereinbrechen jüngerer Gesteinsschollen ermöglichte. Dass dieser sogenannte Mosbacher Graben heute nicht mehr als Vertiefung, sondern als Folge mehrerer Bergrücken sichtbar ist, liegt an den ständig wirksamen Verwitterungs- und Abtragungsvorgängen. Durch sie wurden die weniger festen Gesteine des Buntsandsteins in der Umgebung des Grabens abgetragen und die widerstandsfähigeren Muschelkalkschichten innerhalb des Grabenbereiches herauspräpariert – ein interessantes Beispiel für die „Reliefumkehr“.

Bsp.: Reliefumkehr in gefalteten Schichten
Eine genaue Festlegung von Anfang und Ende dieser geologischen Struktur ist nicht möglich. Ihre Fortsetzung in die Tiefe nach Süden unter den Thüringer Wald und nach Norden unter das Hörseltal und den Petersberg ist anzunehmen.
In Mosbach allerdings, lassen sich bei aufmerksamer Beobachtung einige kleinere Aufschlüsse entdecken, in denen die zum Teil stark gefalteten, zerbrochenen oder steil aufgerichteten Muschelkalkschichten sichtbar werden. Der südliche Ausläufer des Heiligen Berges in der westlichen Ortslage von Mosbach zeigt im Böschungsanschnitt der Straße zum Waldbad besonders deutlich die gestörte Lagerung der Gesteinsschollen im Bereich des geologischen Grabens.
Um den Cache zu loggen beantworte bitte folgende Fragen.
(Mit Hilfe der Infotafel vor Ort bzw. deinen eigenen Beobachtungen am Referenz-Punkt)
1: Vor wie viel Millionen Jahren bildete sich der Thüringer Wald?
2: Ordne die im Listing genannten Gesteine den jüngeren bzw. älteren Gesteinen zu.
3: Begib dich zum Referenz-Punkt und gib an um wie viel Grad die Gesteinsschollen in etwa steil gestellt sind.
Sende bitte die Antworten per Mail an uns - anschließend darfst du SOFORT den Logeintrag vornehmen. Sollte etwas nicht korrekt sein, melden wir uns.


Quelle: Broschüre "Geologische Sehenswürdigkeiten des Wartburgkreises und der kreisfreien Stadt Eisenach"