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Eine aussterbende Art Traditional Cache

Hidden : 2/10/2012
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Eine aussterbende Art

Normalerweise findet man einen Trigonometrischen Punkt (TP), auf Berggipfeln. Sie dienen der Landvermessung und Kartografie. Dieser hier steht nicht auf einem Gipfel oder sonstigem wichtigen Punkt. Er steht einfach nur mitten im Wald. Aus einem in der Vergangenheit aber überaus wichtigem Grund, wurde der Granitstein hier eingegraben. Ich habe versucht die Hintergründe zu klären und die „Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG)“ angeschrieben. Dort habe ich sehr nette Mitarbeiter angetroffen, besonders Herrn Daum danke ich für die umfangreichen Informationen. Das Geocaching ist erst in der Breite nur möglich geworden, durch die preiswerten GPS Geräte. Die Topokarten sind alle in der Zeit ohne GPS entstanden. Zur Erstellung der Karten wurden über das Land verteilt, die Trigonometrischen Punkte eingerichtet. Folgende Erklärung habe ich bekommen:

Ein Trigonometrischer Punkt (TP) ist ein Beobachtungspunkt der Landesvermessung bzw. eines größeren Dreiecksnetzes. Sie bilden mit ihren Koordinaten und ihrer Festlegung im Gelände eine wesentliche Grundlage für Geodäsie und Kartografie.

In den topografischen Karten sind die TP als kleine Dreiecke markiert. Im Gelände dienen solche Punkte geodätischen Anschlussmessungen, der Orientierung und als Fixpunkte für örtliche Vermessungen. Die wichtigsten Punkte haben einen Abstand von rund 50 km (Netz I. Ordnung). Als Standorte dieser Dreieckspunkte werden Bodenerhebungen oder weithin sichtbare Türme ausgewählt, da die Punkte für die Winkelmessung gegenseitig sichtbar sein müssen. Das Dreiecksnetz I. Ordnung reicht selbstverständlich zum Anschluss der Einzelvermessungen nicht aus. Es muss durch Einschalten weiterer Punkte verdichtet werden. Das Netz I. Ordnung wird durch Punkte II. Ordnung mit einem Abstand von 10 – 20 km, und diese wieder durch Punkte III. Ordnung im Abstand von 3 – 10 km verdichtet. Die unterste Stufe bildet das Netz IV. Ordnung, das eine Punktdichte von 1 Punkt auf 2 qkm Fläche schaffen soll.

Bei dem „Eine aussterbende Art“ TP (südöstlich der höchsten Stelle des Hemrain) handelt es sich um einen nachgeordneten Punkt IV. Ordnung, während der Trigonometrische Punkt auf dem Gipfel des Hemrain (weithin sichtbar GC3A7EN) der Kategorie III zugeordnet wird.

Nun kann aber nicht generell gesagt werden, dass Punkte I., II. und III. Ordnung nur in den Gipfellagen der Berge zu finden sind. Es können durchaus auch Punkte IV. Ordnung auf den Bergen liegen und Punkte I. und II. Ordnung können beispielsweise Kirchtürme sein. Dies ergibt sich aus der vorgegebenen Topographie und der zu erreichenden und geforderten Netzdichte.

Eine öffentlich zugängliche Karte mit Eintragung der TP gibt es nicht. Man kann auch nicht sagen, dass nur übergeordnete Punkte in den Topographischen Karten eingetragen sind. Darüber gibt es wohl keine Vorschrift und ich habe mir mal die Mühe gemacht, dies in Einzelfällen (Karte/TP-Kartei) abzuklären.

Da die Topographischen Punkte ihre Bedeutung verloren haben, wird man sie demnächst in den zu erwerbenden Karten nicht mehr eingezeichnet vorfinden.

So weit die Info von der HVBG.

Durch die Verwendung von GPS ist die Landvermessung erheblich einfacher geworden. Die Hessische Regierung hat darauf reagiert und über die Jahre schon viele Katasterämter geschlossen und Standorte konzentriert. Die Ausführungen mögen daran erinnern, welche Arbeit über die Jahrzehnte von den Ämtern geleistet wurde und mit welcher Selbstverständlichkeit wir heute die Karten nutzen.

Die TP sind mit der Schrift und dem Dreieck besonders ausgerichtet.

Additional Hints (No hints available.)