
In Merlach existiert eines der ältesten Fachwerkhäuser im Altenburger Land. Eine dendrochronologische Untersuchung weist auf das Baujahr 1587-1588 – also schon 130 Jahre nach dem der Ort Merlach erstmals urkundlich erwähnt wurde. Von dem ehemaligen 4-Seitenhof steht leider nur noch das Wohnhaus. Außer diesem bestand der Hof aus einem Stall in Ost-Richtung, einer Scheune zum Garten hin und einem Torhaus auf der Straßenseite. Über dem Stall im Obergeschoss war, so wird erzählt, ein Tanzboden, wahrscheinlich war es eine Porstube. Von dem Torhaus und Stall sind nur noch Grundmauern und Ruinenfragmente erhalten. Das Wohnhaus ist der seltene Haustyp einer Mischung aus Geschoss- oder Ständerbauweise und Etagenbauweise. Auf der Nord- und Westseite gab es Langständer und auf der Süd- und Ostseite Etagenbauweise mit Andreaskreuzen. Außerdem gab es ein Umgebinde mit Bohlenstube bis vor ca. 200 Jahren. Seit September 1991 ist das Anwesen wieder bewohnt. Der Sohn der Eigentümerin leitet die zeitweiligen Bautätigkeiten, teilweise auch in Eigenleistung. Ein Ende der Restaurierungsarbeiten ist nicht absehbar. So ein altes Haus soll in würdiger Form wiederhergestellt werden. Was in Jahrzehnten und Jahrhunderten dem Zahn der Zeit zum Opfer fiel, dass sollte behutsam wiederhergestellt werden. Was schnell gebaut ist, das vergeht auch schnell.