Gartenreich – Jagdschloss Haideburg
An dieser Stelle befand sich bis zum 11.09.2011 der Cache „Jagdschloss Haideburg“, GC1AY2F. Bei dem Sturm vom 11.09.2011, der auch in Haideburg schwere Schäden anrichtete, oder bei den Aufräumarbeiten danach wurde er zerstört. Leider wurde der Cache nicht repariert und inzwischen archiviert. Das tat uns leid, schließlich ist das hier ein wirklich hübsches Plätzchen in Dessau, das einen Ausflug wert ist. Deshalb haben wir beschlossen, hier einen neuen Cache zu legen.
Das Jagdschloss Haideburg liegt idyllisch am Rand des Waldgebietes Mosigkauer Heide im Süden von Dessau und gehört seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches. 1782/83 wurde das Jagdschloss Haideburg nach Plänen des Baumeisters Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff in neugotischer Form im Auftrag des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau („Vater Franz“) als Jagdhaus und Oberförsterei im „Ruinenstil“ erbaut. Dabei stand die Idee Pate, in einer vorhandenen Ruine ein bewohnbares Haus zu errichten. Gemäß dem Lebensmotto des Fürsten sollte dabei „das Nützliche mit dem Schönen“ verbunden werden. Von Dessau aus führte die schnurgerade, pappelumsäumte „Heidestraße“ auf das Jagdschloss zu, um dann einen ausladenden Bogen um das Anwesen zu schlagen. Die das Jagdschloss einst umgebende Parkanlage, die von einem eigenen Gärtner gepflegt wurde und dessen „Gärtnerhaus“ als Teil des Ensembles erhalten ist, ist kaum noch zu erkennen. Der Bau der Eisenbahntrasse zerstörte bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts große Teile davon. Ein vor dem Schloss auf einem Sockel ruhender Sandsteinhirsch ist ein Zeugnis aus der Zeit der Parforcejagden (Hetzjagden mit Hundemeuten und berittenen Jägern mit Höhepunkt im 17. und 18. Jahrhundert) im Fürstentum Anhalt-Dessau. (Quelle: Infobroschüre, herausgegeben vom Betreuungsforstamt Dessau)
Seit 2006 sind nach mehrjährigen umfangreichen Restaurierungsarbeiten das Betreuungsforstamt Dessau und der Forstbetrieb Anhalt im Jagdschloss Haideburg untergebracht. Pläne der Landesregierung von Sachsen-Anhalt aus dem Jahr 2009 zum Verkauf der Immobilie und zugehöriger Waldflächen und zur Auslagerung der Forsteinrichtungen riefen Proteste von Dessauer Bürgern und Politikern hervor und führten zur Gründung einer Bürgerinitiative. Daraufhin rückte die Landesregierung von ihren Plänen ab und behielt die seit 1783 ununterbrochene forstliche Nutzung des Jagdschlosses bei. Zu den Tagen der offenen Tür und zu Kulturveranstaltungen öffnet das Jagdschloss seine Pforten für Besucher. Besichtigungen mit Turmbesteigung sind nach telefonischer Anmeldung unter 0340/21667-0 möglich.
Nun zum Cache: An den Startkoordinaten findet ihr zwei Schilder, die auf die im Jagdschloss untergebrachten Forsteinrichtungen hinweisen.
Zählt die Buchstaben aller schwarz unterlegten Worte zusammen. Die Anzahl der Buchstaben ist A.
An Station 2 findet Ihr das Hirsch-Denkmal und unweit den Eingang zum Forstamt. Wie lautet die Hausnummer des Jagdschlosses? Die Hausnummer ist B.
Wann wurde der Hirsch erlegt und wie viele Enden hatte sein Geweih?
Die Quersumme des Erlegungstages ist C.
Die Quersumme der Anzahl der Enden ist D.
Die zweite Ziffer der Jahreszahl ist E.
Die iterative Quersumme der Jahreszahl ist F.
Bei N 51° 47, A*2+B-C, E 012° 14, DEF findet Ihr einen Hinweis auf die Koordinaten des Finals.
Waidmanns Heil bei der Jagd!

Das Jagdschloss Haideburg

Das Gärtnerhaus

Das Hirschdenkmal

Das Jagdschloss bei Nacht

Morgenstimmung am Jagdschloss (vor den Sturm vom 11.09.11)