Blauer Dunst
1817 gründeten Johann Friedrich Knies zusammen mit A. Weschke in der Kranichstraße 5 sowie Kaufmann Georg Andreas Hanewacker im Grimmel 6, Tabakfabriken mit Rauch- und Schnupftabak sowie geringen Mengen Kautabak. Zu diesen Fabriken kamen 1827 die Firmen C.A. Kneiff (ehem. Salzaer Straße 3) und F.C. Lerche (Geseniusstraße 3-4) hinzu, den 1835 die Firma Reddersen (Hallesche Straße 10) folgte. C.A. Kneiff spann ab 1828 Kautabak.
Das Geschäft lief gut, zumal die in Nordhausen Branntwein abholenden Fuhrleute auch Rauch-, Schnupf- und Kautabak mitnahmen. Noch besser lief der Absatz für die verbleibenden Unternehmen, als A. Fleck 1841 in Konkurs ging. Seit 1843 kam eine Zigarrenfabrikation (sog. "Missouri-Zigarre") hinzu, die als Rohstoff sich der ausgelaugten Kentucky-Blätter von der Kautabaksoßenherstellung bediente. Bis 1860 nahmen weitere Firmen die Produktion auf: 1842 Salfeld & Stein (Rautenstraße 48-49), 1849 Grimm & Triepel (in der Grimmelallee 2a) bzw. zunächst Kaufmann Theodor Grimm, dem 1858 Adolf Triepel beitrat. 1854 L.F. Rothhardt & Co., auch Grimmelallee 2a (Otto und Georg Kruse), 1858 Berlin & Bona in der Rodegasse 6-7 (später Ewald Hanewacker).
Schon Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Dampfkraft und damit angetriebene Maschinen eingesetzt, so dass durchaus von einer industriellen Entwicklung der Tabakindustrie gesprochen werden kann. Die Beschäftigungszahlen in den Tabakfabriken nahmen gegenüber denen in den Brennereien stark zu. Die Zahl der Tabakfabriken erhöhte sich in Nordhausen zunächst noch auf 21, wovon allein 17 Kautabak herstellten. Heino Kohlbase zählte später aus Nordhäuser Einwohnerbüchern in mühevoller Kleinarbeit 55 Tabakfabriken, wovon 45 auch. Kautabak herstellten.
10 Firmen gründeten die "Nordhäuser Tabakfabriken Aktiengesellschaft", der "Nortak". Hinzu kam 1932 "Haus Nortak" als Gründung der AG unter Leitung von Dr. Paek. Noch heute gibt es Hinweise in unserer Stadt auf diese ehemals selbständigen Betriebe, z.B. Kneiff ( Kneiffstraße 5, jetzt Finanzamt ), Willig ( jetzt Bildungswerk, Geseniusstraße 19 ), G.A. Hanewacker und Haus Nortak ( jetzt "Schabernack", Südharzdruckerei u.a., Grimmel 6 bzw. Grimmelallee 10 a ).
Diese neue Aktiengesellschaft baute 1927/28 dann ein neues und markantes Produktionsgebäude, das viele Nordhauser noch als "Hanewacker-Fabrik" kennen (zu DDR-Zeiten verstaatlicht "VEB Nortak Nordhausen," dann Nortak GmbH, seit 1990 zum Reemtsma-Konzern gehörend). Der Bau dieses großen Fabrikgebäudes mit allen nötigen Neben-Anlagen war unter den Aktionären auf Grund unterschiedlicher Interessen seinerzeit sehr umstritten, wie alte Akten ausweisen. Grimm & Triepel beteiligte sich nicht an der AG-Gründung und blieb selbständig. Wie man sagte, war das durchaus zu seinem Vorteil, wie auch die umfangreichen Fabrikgebäude in der Grimmelallee und Flickengasse heute noch zeigen (später VEB RFT Fernmeldewerk Nordhausen). Beide Unternehmen entwickelten sich zunächst weiter gut. Ist es ein Kuriosum oder stecken handfeste Interessen dahinter? Die "Nordh. Tabakf." sind noch börsennotiert (WKN 677 150) mit sogar gelegentlich wechselndem Kurs als 5 DM-Aktie an der Berliner Börse. Die "Nortak - GmbH", Straße der Genossenschaften 101, steht jedenfalls seit 1990 im Besitz der Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH, Hamburg, wie man in der "Jahresschau der Deutschen Industrie" (1999/2000) nachlesen kann.
Quelle: http://www.jens-zaspel.de/04%20dokumente/12kautabak/kautabak28-01.html
Die oben stehenden Koordinaten sind frei erfunden.
N 51° 30. AFG E 010° 46. ECD
Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf GeoCheck.org überprüfen.

Damit du das Final findest, musst du noch diese Aufgabe lösen.
7F 42 C6 CF C8 43 75 8A 6F E3 03 84 8B A3 C9 E0 DE A4 C3 CD 32 29 AD B9 A4 24 5B 63 5B C0 E9 2C 39 54 79 88 93 81 BF AA DC 6C 25 33 E7 BE 90 B2 95 6F 7F A0 B7
Es müssen zur Suche keine privaten Grundstücke betreten werden.
Das thomaro67 - Team wünscht euch viel Spaß
beim lösen, suchen und finden.