Das Wahrzeichen Neuenhains sind die drei Linden, die das Neuenhainer Wappen zeigt. Sie stehen auf einer Anhöhe an der heutigen Drei-Linden-Straße.
Früher waren sie von weitem sichtbar und man hatte von dem Platz aus einen herrlichen Rundblick.

Die beiden alten Linden gehen auf die Zeit um 1640 zurück.
Eine jüngere Schwester der beiden alten Bäume wurde 1842 bei einem Sturm beschädigt und musste gefällt werden.
1852 pflanzte man eine stattliche neue Westlinde.
Von 1846 – 1866 stand bei den drei Linden eine Schutzhütte. Die Bad Sodener Kurgäste pflegten für 90 Pfennige auf einem Esel, begleitet von einem Eselsführer, den Berg hoch zu reiten. Sie fanden dann einen bequemen Ruheplatz und konnten sich bei schlechtem Wetter unterstellen.
Berühmte Besucher waren Mendelssohn-Bartholdy (1844/45), Hoffmann von Fallersleben (1844) und Tschaikowski (1870).
Später (1898 – 1962) gab es hier ein Gasthaus „Zu den drei Linden“, das ein beliebtes Ausflugsziel war. Das Gasthaus stand an der Stelle des heutigen Wohnblocks.
1962 erlebten die drei Linden den schwärzesten Tag in ihrem Leben. Bei Straßenbauarbeiten wurde die jüngste, gesündeste Westlinde an ihren Wurzeln beschädigt und am nächsten Tag gefällt.
Viele Neuenhainer waren darüber sehr empört, weil sie der Meinung waren, dass die Linde sich von diesem „Schrecken“ wieder erholt hätte. Im gleichen Jahr wurde wieder eine neue dritte Linde gepflanzt.
Die beiden Alten tragen mittlerweile Krücken, schlagen aber jedes Jahr wieder neu aus.