Wandervogel Traditional Cache
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Da die wenigsten wissen, wer der Namensgeber der hiesigen Einrichtung ist, dachte ich, ich betreibe mal ein bisschen Aufklärung :)
BITTE DEN CACHE NUR IN DEN ABENDSTUNDEN LOGGEN; ANSONSTEN SEHR MUGGELIG!
Adolf Reichwein wurde am 3. Oktober 1898 in Bad Ems geboren. Adolf Reichwein besuchte nach der Volksschule in Ober-Rosbach ab 1909 die Realschule (spätere Augustinerschule) in Friedberg und 1914/1915 die Oberrealschule in Bad Nauheim, um sich anschließend autodidaktisch auf das Abitur vorzubereiten. Im November 1916 wurde er als Kriegsfreiwilliger eingezogen. Noch vor Ende seiner militärischen Ausbildung bestand er im Februar 1917 als Externer am Realgymnasium in Friedberg das Abitur und zog anschließend in den Ersten Weltkrieg. Ende 1917 wurde er bei Cambrai schwer verwundert. Noch als Rekonvaleszent begann er 1918 ein Studium an der Universität Frankfurt am Main unter anderem bei Hugo Sinzheimer und Franz Oppenheimer, bevor er 1920 nach Marburg wechselte. 1921 promovierte er hier über die geistigen und künstlerischen Einflüsse Chinas auf Europa im 18. Jahrhundert (veröffentlicht unter dem Titel China und Europa).
In seinem Hungermarsch durch Lappland beschrieb er tagebuchartig eine extreme Wanderung mit jungen Arbeitslosen in den hohen Norden. Reichwein gehörte zu den Teilnehmern der von der Löwenberger Arbeitsgemeinschaft organisierten Löwenberger Arbeitslager. Er wirkte in der Zeit von 1929 bis 1930 als Berater des preußischen Kultusministers Carl Heinrich Becker.
Von 1930 bis 1933 war er Professor an der neu gegründeten Pädagogischen Akademie Halle (Saale). Nach der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ wurde er aus politischen Gründen entlassen. Er bemühte sich um die Stelle des Volksschullehrers einer Ein-Klassen-Schule in Tiefensee, wo er bis 1938 viel beachtete Unterrichtsversuche im Sinne der Reformpädagogik und speziell der Arbeitspädagogik und Projektarbeit durchführte. Reichwein beschrieb 1937 in seinem Werk „Schaffendes Schulvolk“ sein von der Wandervogelbewegung und Arbeitsschulpädagogik geprägtes Unterrichtskonzept mit Schwerpunkt in Fahrten, handlungsorientiertem Unterricht mit Schulgarten und jahrgangsübergreifenden Vorhaben. Für den Sachunterricht und seine Geschichte hat er dabei wichtige historische Dokumente geliefert. Reichwein teilte die Unterrichtsinhalte ein in einen Sommerkreis (Natur- und Weltkunde) und einen Winterkreis (Mensch „als Gestalter“ / „in seiner Landschaft“).
Ab 1939 war Reichwein am Museum für Volkskunde in Berlin museumspädagogisch tätig. Er schuf an der Reichsanstalt für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (RWU) viele Unterrichtsfilme (siehe Werke).
Reichwein gehörte als Mitglied des Kreisauer Kreises zum Widerstand gegen Hitler und war als Kultusministerkandidat im Falle eines erfolgreichen Umsturzes des Hitlerregimes vorgesehen. Julius Leber und Reichwein trafen sich Ende Juni 1944 mit mehreren führenden Mitgliedern der Operativen Leitung der KPD in Deutschland, von denen aber höchstwahrscheinlich einer, Ernst Rambow, ein Spitzel der Gestapo war. Auf dem Weg zu einem erneuten Treffen mit den Kommunisten am 4. Juli 1944 wurde Reichwein von der Gestapo verhaftet und nach einem Prozess unter Roland Freisler vor dem „Volksgerichtshof“ am 20. Oktober 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee erhängt.
Additional Hints
(Decrypt)
fpujnem nhs teüa
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