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Als ich neulich mit dem Kescher in der Nähe unterwegs war,
um Wasserflöhe für meine heimischen Fische zu fangen,
ging mir ein ganz komisches, unbekanntes Fischlein ins Netz.
Meine Internet- Recherchen brachten erstaunliches zu Tage,
denn als aller erstes stand dort in großen Lettern eine Warnung:
Nicht ins Wasser pinkeln!
Flussanwohner fürchten ihn mehr als alles andere Getier,
obwohl er winzig klein ist,
denn der Candiru hat eine besonders unangenehme Eigenschaft:
Der Fisch schmarotzt bisweilen an Menschen,
die den Fehler begangen haben,
ins Wasser zu pinkeln.
Der zu den Welsen zählende Candiru folgt der Urin-Spur
durch das Wasser und entert bei nackt badenden
Menschen bisweilen die entsprechenden Körperöffnungen.
Der nadelförmige Fisch kann sogar durch den Penis
oder die Vagina in die Harnröhre vordringen,
wo er sich festsetzt.
Dann spreizt er einen Stachel ab, was höllisch schmerzt,
und beißt zu, um an sein eigentliches Hauptziel Blut zu kommen.
Für Mensch und Tier beginnen nun die Probleme.
Für den Betroffenen, weil nun rasch gehandelt werden muss.
Ohne Operation lässt sich der Candiru
nur in den seltensten Fällen entfernen.
Kann diese nicht durchgeführt werden,
droht in Extremfällen Amputation oder Tod.
Die Schmerzen, die der Candiru herbeiführt, sind leider nicht im
"Schmidt Sting Pain Index" aufgeführt,
dürften aber der 24-Stunden Ameise um nix nachstehen.
(also eine 4,0+)
Zum Vergleich: Die Hornisse bringt es gerade mal auf die Hälfte.
Auch in Rektum, Ohren und Nase kann er eindringen,
was allerdings wesentlich seltener vorkommt.
Der Mensch ist aber nur ein Fehlwirt - auch wenn das im
Fall der Fälle wohl nur ein schwacher Trost ist.
Die zuständigen Ämter sind über das Vorkommen bereits informiert.
Passt also bitte auf, was Ihr tut,
wenn es um die Bergung des Caches geht!
Die Anreise zum Cache sollte in jedem Fall
das Gefährlichste daran sein.
Bitte nicht in der Dunkelheit suchen und niemals allein!
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