Der Ort Meggen wurde im Jahr 1279 erstmals urkundlich erwähnt.
Die Herkunft des Namens verliert sich in der Vergangenheit.
Einer Deutung zufolge könnte es sich um eine Kombination aus der Bezeichnung eines altgermanischen Häuptlings (Meghel oder Michel) und einer alten Bezeichnung für den Fluß Lenne (althochdeutsch "lene") handeln.
Dieser Häuptling könnte einen Sitz im Meggener Umfeld gehabt haben.
Auf der Meggener Kahle, einer der Kuhhelle vorgelagerten Anhöhe, stand schon um 400 v.Chr. eine Wallburg. Sie wurde wohl um 250 v.Chr. zerstört, wieder aufgebaut und um die Zeitenwende herum endgültig zerstört.
Am Parkplatz seid Ihr schon mitten drin im alten Meggen.
Das schöne Fachwerkhaus in Richtung Lenne ist das heutige Haus am Standort des alten Wredenhofes.
Rechts angrenzend lag der Grobenhof, auf dessen Grund der Baum vom Station 2 steht.
Links angrenzend zwei Fachwerkhäuser auf dem Gelände des alten Schniershofes.
Zwischen diesen beiden Häusern sieht man zurückgesetzt das Haupthaus des alten Schniershofes.
An der Bundesstraße liegt am Abzweig nach Halberbracht das Gelände des alte Haupthofes, des Hofes König.
Station 1

Beginnen wir mit dem Wredenhof.
Die Fassade des heute dort stehenden Fachwerkhauses aus dem Jahr 1778 dominiert den Dierkesplatz.
Die Geschichte des Hofes ist vom 14. Jh. an erkennbar. Im 15. Jh. wurde der Hof Henckelenhof genannt, später auch Freienhof.
Noch in den letzten Jahren wurden die Bewohner des Hauses in Meggen schlicht "Freien" genannt.
Station 2
Von hier sieht man auf dem Gelände des alten Grobenhofes den - wie ich finde - schönsten Baum in Meggen.
Die früheste namentliche Nennung des Hofes erfolgte im Schatzregister 1563.
Er war viele Jahre lang einer der beiden bedeutendsten Höfe in Meggen und wurde später auch Hof Schmelzer genannt.
Station 3
Eine Kapelle in Meggen ist erst sehr spät verbrieft.
Der erste sichere Nachweis stammt aus einem Kaufbrief aus dem Jahre 1426. Allerdings wird die Existenz einer Kapelle bis zurück ins 13. Jh. für möglich gehalten.
Die Kapelle ist im Lauf der Zeit wohl mehrfach zerstört und wieder aufgebaut worden.
Ein eigener Pfarrer wurde jedoch erst 1862 für die Meggener Gläubigen eingesetzt.
Station 4

Der Meggener Bahnhof an der Ruhr-Sieg-Strecke. Die Strecke selber wurde im Jahr 1861 eröffnet.
Meggen hatte zunächst keinen eigenen Bahnhof, der Knotenpunkt war Altenhundem.
Station 5

Das Meggener Kriegerdenkmal (Ehrenmal) ist 1933 eingeweiht worden.
Heute erinnert es an die Gefallenen der beiden Weltkriege und des deutsch-französischen Krieges.
Station 6

Die Pfarrkirche St. Bartholomäus folgte der Kapelle nach.
Der Architekt Franz Langemann aus Bonn erstellte die Planungen, die Ausführung oblag der Firma Anton Plaßmann, Förde.
Weihbischof August Gockel konnte die Konsekration der Kirche am 15. September 1896 vollziehen.
Station 7

Das Pfarrhaus war früher auch die Dorfschule.
Ihr müßt zweimal die Bundesstraße überqueren. Bitte nutzt immer die Ampeln, hier herrscht starker Verkehr!
Bitte verlaßt an keiner Stelle öffentlich zugänglichen Grund. Schon am ersten Tag haben sich Anwohner irritiert gezeigt.
Alle Informationen stammen aus sehr lesenswerten Büchern:
- Gustav Reuter: Dorpschaft Meggen : die Geschichte des Dorfes Meggen (500 v.Chr. bis 1800), Band 1
- Gustav Reuter: Kies, Spat und Eisen : aus der Geschichte des Dorfes Meggen (1800 - 1995), Band 2
- Heimatverein Meggen: Meggen - Ein Dorf im Sauerland