Die Serie "DramaTOURgie I - X" ist eine Hommage an die bedeutendsten Dramatiker der deutschsprachigen Literatur und will Interessierten einige der schönsten deutschen Dramen näher bringen. Reine Gehzeit der gesamten Serie 70 - 80 Minuten, der angegebene Parkplatz dient als Startpunkt, kein Drive-in! Viel Vergnügen beim Lesen, beim Lösen und beim Laufen (Letzteres ist zwar der Alliteration geschuldet, darf aber durchaus wörtlich genommen werden)!
Franz Grillparzer (1791-1872): „König Ottokars Glück und Ende“ (1823)
Reclam Universalbibliothek Nr. 4382
Franz Grillparzer, der einzige österreichische Klassiker, thematisierte in diesem Trauerspiel einen der wichtigsten Momente in der Geschichte des werdenden Österreich: Hätte der böhmische Premyslide Ottokar II. im Jahre 1278 in der Schlacht auf dem Marchfeld gegen seinen Widerpart Rudolf von Habsburg gewonnen, würde man in Österreich heute wohl Tschechisch sprechen. Mithin schuf er ein patriotisches Werk, das kurioserweise von der Zensur anfangs sogar verboten wurde. Welcher Figur - der Name muss der Schreibung im Personenregister entsprechen - sind jeweils die folgenden Verse zuzuordnen? Umwandlung von Buchstaben nach Schema A=1 ... Z=26, Umlaute als AE/OE/UE, danach iterierte Quersumme bilden. Bei Zahlen iterierte Quersumme bilden.
A: Seitdem mit diesen Augen ich gesehn Im grausen Kerker von Apulien Den röm´schen König Heinrich, meinen Gatten, Des harten Friedrich allzu weichen Sohn, Von nahverwandten Händen liegen tot, Und tot die beiden hoffnungsvollen Kleinen, Die ihm mein Schoß, seitdem verschlossen, trug; War Lust ein Fremdling dieser öden Brust, Und Lächeln floh entsetzt von meinen Lippen, Die Gram und Schmerz mit seinem Siegel schloss.
B: Den Deutschen will ich setzen euch in Pelz,
Der soll euch kneipen, bis euch Schmerz und Ärger
Aus eurer Dumpfheit wecken und ihr ausschlagt
Wie ein gesporntes Pferd. Ihr denkt der Zeit,
Da eure Fürsten saßen an dem Herd
Und einen Kessel führten in dem schnöden Wappen;
Ich bin kein solcher, straf mich Gott!
C: Herr Zawisch, seht, ich hab Euch nie geliebt! Für doppelsinnig hielt ich Euch und falsch,
Doch sagt mein Vater, Menschen kennt' ich nicht;
O zeigt mir, Herr, dass ich Euch nicht gekannt!
Gebt mir den Brief, lasst ihn uns hier vernichten.
Mit mir könnt Ihr beginnen, was Ihr wollt!
Ich hab Euch sonst wohl auch schon Liebs getan.
D: Denn was ich schenke, Schleife, Diamant, Indem ich's schenke, ändert's die Natur
Und ist nur noch der Königin Geschenk.
Auch mög' er sehen, dass ich Herrin bin,
Zu schenken, was ich will; und wenn es mehr
Als Schleife wäre, mehr als Diamant!
E: O gib, dass wir, der Deutschen Äußerste,
Teilnehmen an dem Heil, das dort entstand;
Dass alle, die wir Österreicher sind,
Entnommen aus des Fremden harter Zucht,
Wie Brüder kehren in der Eltern Haus,
Von eines Vaters Auge fromm bewacht.
F: Drum ist der Österreicher froh und frank,
Trägt seinen Fehl, trägt offen seine Freuden,
Beneidet nicht, lässt lieber sich beneiden!
Und was er tut, ist frohen Muts getan.
G: Nicht so viel, sieh! Nicht eines Haares Breite
Sollst du von dem behalten, was nicht dein!
Und so tret ich im Angesicht des Himmels
Vor dich hin, rufend: gib, was du vom Reich!
H: Das ew'ge Zaudern, ewige Bedenken! Und immer rückwärts! Ei, verdamm es Gott!
Der König hat sein Wesen ausgezogen.
Schon früher ging nicht alles, wie es sollte,
Die Flucht der Königin gab ihm den Rest.
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N 47° 10.(A+H)(C-D)(A+B) E 14° 4(F-G).(E+1)(F-H)(E-B)