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Goldloch Puchegg EarthCache

Hidden : 3/9/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Hier kannst Du den (vorerst) einzigen Earthcache der Gemeinde Vorau und Umgebung erkunden.

Seit Jahrtausenden wird in der Steiermark Bergbau betrieben. Von besonderer Bedeutung war das Salz, welches zum Frischhalten der Speisen wichtige Bedeutung hatte. Man setzt den Anfang des steirischen Salzabbaus schon in das neunte Jahrhundert v. Chr., wenngleich die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 931 n. Chr. in Bezug auf den heutigen Ort Hall (keltisch für Salz) bei Admont stammt. Diese Solequellen waren derart ergiebig, dass elf Salzpfannen von verschiedenen Stiften und Klöstern betrieben werden konnten.
Eine intensive Bergbautätigkeit setzte allerdings erst im 18. Jahrhundert ein, in welchem auch das Stift Vorau begann, die Mineralvorkommen seiner Gebiete zu nutzen und die Erzvorkommen im Feistritztal durch den Jakobistollen aufschließen ließ. Beim Goldloch handelt es sich um eine der über tausend steirischen Stätten, an denen Abbautätigkeiten in Bezug auf goldhaltige Erze nachgewiesen sind. Bereits seit um 1300 wurde hier Arsenkies gewonnen. Dieses Mineral, auch Arsenopyrit genannt, bildet sich einerseits hydrothermal, also aus gas- und salzhaltigen wässrigen Lösungen, wird in Gängen und Spalten gepresst und kristallisiert dort unter langsamer Abkühlung. Andererseits entsteht es durch Gesteinsmetamorphose, d. h. durch geänderte Temperatur- oder Druckverhältnisse aus Skarn, Glimmerschiefer und Gneis. Letzterer wird übrigens heute noch in den Steinbrüchen Koglerau und dem nahe gelegenen Puchegg abgebaut.
In geringen Mengen ist Arsenkies oftmals auch Silber und Gold beigemengt. Daraus resultierte auch der Abbau dieser geringen Goldvorkommen, die zur Vergoldung der Figuren der Stiftskirche Anwendung fanden, und wodurch die Location auch ihren Namen erhielt.
Blick vom Goldloch Reines Arsenopyrit besteht aus etwa 46 % Arsen, 34,3 % Eisen und 19,7 % Schwefel und ist dementsprechend auch Hauptbestandteil für die Herstellung von Arsen. Dieses findet unter anderem Verwendung für Blei- und Kupferlegierungen, der Herstellung von Mikrochips und zur Erzeugung von Schädlingsbekämpfungsmitteln (Rattengift, Fungiziden, Desinfektionsbäder für Schafe etc.). Außerdem dient es zur Produktion von Glas und Keramik, wobei der nahe gelegene Hochwechsel über eine lange Tradition in der Glaserzeugung verfügte.
Ferner wurde im Goldloch Sphalerit nachgewiesen, welches für die industrielle Zink- und Cadmiumgewinnung eingesetzt wird.
Stell Dich mit dem Rücken zum Goldloch und blicke über den Bach hinweg. Richte nun Deinen Blick etwa 30 Grad nach oben bzw. unten und Du wirst in etwa 25 m Entfernung zwei kegelförmige Vertiefungen erkennen. Diese Art der Geländeformationen entsteht künstlich, wenn man die Grabungstätigkeit in zu geringer Tiefe durchführt und es dadurch zu einem Einsturz bzw. zum Absacken der Oberfläche kommt. Andererseits können sie durch direkte Grabungen zum Abbau der Erze hervorgerufen werden, wobei in ihrer Nähe dann jeweils das taube Gestein abgelagert wird. Diese hügelförmige Erhebung nennt man „Halde“.

Frage 1:
Wie nennt man diese kegelförmige Vertiefung?

Frage 2:

Wenn Dir Arsenopyrit in Pulverform begegnen würde, woran würdest Du es sofort erkennen?

Frage 3:
Von welchem fremdsprachigen Wort leitet sich die Bezeichnung „Sphalerit“ ab und wieso ist sie so passend?

Schicke Deine Antworten per Mail an cachegemeinde@cachevoraus.at. Außerdem würden wir uns freuen, wenn Du ein schönes Foto in die Gallery stellst (aber natürlich nicht spoilern!)

Wegen der Einsturzgefahr ist von einer Begehung abzusehen!
Falls Du gerne einen dieser Erdställe besichtigen möchtest kannst Du Dich über die Führungsangebote des Vereines Sub Terra Vorau im Stift oder im Internet informieren.

Additional Hints (No hints available.)