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0Alois Senefelder - Erfinder der Litographie Traditional Cache

Hidden : 4/12/2012
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Alois Senefelder - Erfinder der Litographie


Lithographie ist das älteste Flachdruckverfahren und gehörte im 19. Jahrhundert zu den am meisten angewendeten Drucktechniken für farbige Drucksachen. Mit Lithografie werden bezeichnet:

- die Steinzeichnung als Druckvorlage zur Vervielfältigung mittels des Steindruckverfahrens,

- der Abzug (Farbübertragung) vom Stein auf geeignetes Papier in der Steindruckpresse als das Ergebnis dieser Vervielfältigung,

- das handwerkliche oder maschinelle Steindruckverfahren an sich.

Der Steindruck basiert auf einer Erfindung von Alois Senefelder aus dem Jahr 1798. Es war im 19. Jahrhundert das einzige Druckverfahren, das größere Auflagen farbiger Drucksachen ermöglichte. Als Druckträger diente in Deutschland ein Kalkschieferstein, der in Solnhofen in Bayern gebrochen wurde. Bis um 1930 war der Steindruck eine sehr häufig verwendete Drucktechnik für verschiedene Drucksachen, wurde jedoch danach sukzessive vom Offsetdruck abgelöst und wird heute nur noch im künstlerischen Bereich eingesetzt. Für die heutige Massenproduktion von Drucksachen ist der Steindruck ungeeignet, da er im Vergleich zu anderen modernen Drucktechniken unwirtschaftlich ist.

Senefelder war Sohn des aus Königshofen in Franken stammenden Hofschauspielers Peter Senefelder, dessen Lebensumstände Egon Erwin Kisch in seinem Prager Pitaval kurz skizziert hat.

Er betätigte sich schriftstellerisch und wollte mit der Erfindung einer neuen Drucktechnik eigene Werke vervielfältigen. „Ein Stückchen äußerst schlecht gedruckter Musiknoten aus einem alten Gesangbuch weckten sogleich die Idee, dass ich mit meiner neuen Druckart auch Musikalien weit schöner als bleierne Lettern liefern könnte.” [2] Er entdeckte, dass Solnhofener Plattenkalk (Malm, Oberjura), ein ausgesprochen feinkörniger Kalkstein, sich gut als Grundlage für ein Druckverfahren eignete. Senefelder zeichnete zunächst auf die plangeschliffene Steinplatte mit fetthaltiger Tusche oder Kreide seitenverkehrt die zu druckenden Partien, wodurch diese Stellen wasserabweisend wurden.

Danach befeuchtete er die Druckform mit einer wässrigen Lösung aus Gummiarabikum und verdünnter Salpetersäure, was bewirkte, dass die nicht beschrifteten Stellen Wasser hielten und so fettabweisend wurden. Die im dritten Arbeitsgang mit einer Rolle aufgebrachte fetthaltige Druckfarbe haftete nur noch an den wasserabweisenden Partien. Schließlich wurde ein Bogen Papier auf den Stein gelegt und die Druckfarbe durch kräftiges Aufpressen übertragen.

1796 traf Senefelder in München auf den Hofmusiker Franz Gleißner, bei dem er wohnen konnte. Gleißner unterstützte ihn finanziell und förderte ihn „bis zur Selbstaufgabe“. 1797 baute Senefelder eine brauchbare Stangen- bzw. Galgenpresse für das neue Druckverfahren und machte Versuche im Mehrfarbendruck. Seine Erfindung nannte er chemische Druckerei oder Steindruckerei. In Frankreich wurde sie seit etwa 1803 Lithografie genannt. Die erste kommerzielle Anwendung der Lithografie erfolgte ab 1800 in Offenbach am Main, nachdem der dortige Musikverleger Johann Anton André 1799 von Senefelder das Patentrecht für das „... Geheimnis, Noten und Bilder auf Stein drucken zu können ...“ erworben hatte, um das neue Verfahren für den Notendruck zu nutzen. Senefelder selbst richtete in Offenbach die ersten fünf Steindruckpressen ein und wies den Mitarbeiter André persönlich in den Gebrauch der Maschinen ein. André erkannte die Bedeutung der Erfindung und ließ durch seine Brüder umgehend Filialen des Verlags - unter Sicherung der dortigen Patentrechte - in Paris und London einrichten. Mozarts Klavierkonzerte erschienen ab 1800 als erste lithografische Notendrucke.

Über diese frühesten lithografischen Werkstätten erfolgte bald auch der Druck von Künstlergrafiken, nachdem der Nutzen der Lithografie - beispielsweise für die Vervielfältigung von Zeichnungen ohne Verfälschung der jeweiligen künstlerischen Handschrift - erkannt worden war. Senefelder nannte seine ersten Steindrucke selbst Polyautografien. Das Original seiner Stangenpresse steht in München im Deutschen Museum. Im Haus der Stadtgeschichte in Offenbach am Main befinden sich ein funktionsfähiger Nachbau der Stangenpresse, zahlreiche frühe Steindruckplatten, zumeist aus dem Bestand der Andréschen Manufaktur, und frühe Steindruck-Erzeugnisse derselben Druckerei.

1809 wurde Senefelder Inspektor der königlichen Steindruckerei. 1818 verfasste Senefelder ein komplettes Lehrbuch zur Steindruckerey. Sein erstes lithografisches Meisterwerk waren die nach Albrecht Dürers Originalzeichnungen kopierten Randzeichnungen im Gebetbuch Kaiser Maximilians. Diese wurden unter anderen von Johann Wolfgang von Goethe honoriert.

Für seine erweiterte Erfindung, anstelle von Steinplatten Metallplatten für den Druck zu verwenden, erhielt Senefelder am 22. Januar 1818 von "Sr. königl. Majestät von Baiern" ein sechsjähriges "Privilegium", also ein Patent.

Im Jahr 1818 wurde in Wien nach Münchner Vorbild das Lithographische Institut des Grundsteuerkatasters gegründet. Dazu wurde Senefelder nach Wien berufen und er übernahm den Aufbau.

1826 gelang Senefelder der Druck farbiger Motive und 1833 der Druck auf Stein übertragener Ölgemälde auf Leinwand. Seine metallografischen Versuche, von Stahl-, Zink-, Messing- und Kupferplatten zu drucken, wurden später zur Grundlage des Offsetdrucks.

Alois Senefelder starb am 26. Februar 1834 im Alter von 63 Jahren in München und wurde dort auch beerdigt.

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Senefelder)

Viel Spaß beim Suchen und Loggen! Achtet vor Ort auf mögliche Muggels. Hier ist ganz schön was los!!

Additional Hints (Decrypt)

Qra Pnpur fbyygrg Vue anpu Zötyvpuxrvg vz Fpuhgmr qre Qhaxryurvg natrura, qn uvre gntfüore evpugvt jnf ybf vfg. Fbaagntf fbyygr rf rgjnf ehuvtre frva!! Uvajrvf mhz Pnpur fryore: F200, teüa

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)