Der Ort
Die Leienkaut ist ein stillgelegter unterirdischer Steinbruch für sehr helle und harte Sandsteinplatten. Diese wurden früher als Bodenbeläge oder für Schleifsteine verwendet. Der Abbau erfolgte unter Tage, ist aber bereits vor dem ersten Weltkrieg eingestellt worden.
Normaler Weise sind die Steine in Region rötlich oder, wenn Tonbestandteile enthalten sind, dunkel, verschiefert und meist nicht besonders hart. Die Schicht, die in der Leienkut abgebaut wurde, stellt somit eine Besonderheit dar.
Die Entstehung
Die Schichten, in denen der Steinbruch angelegt wurde, sind am Übergang zwischen Karbon und Perm gebildet worden und sind ca. 295 Millionen Jahre alt. Zur Zeit des Karbon und des unteren Perm fand in Europa eine umfangreiche Auffaltung der Gesteine statt, die variskische Gebirgsbildung. Die Bereiche des rheinischen Schiefergebirges im Norden und Vogesen und Schwarzwald im Süden wurden angehoben. Dazwischen bildete sich ein großes Becken, in dem die Verwitterungsprodukte der umliegenden Gebirge abgelagert wurden. In unserem Raum ist dies das Saar-Nahe-Becken, in dem während der Karbonzeit die großen Steinkohleflöze des Saarlandes gebildet wurden. Zu dieser Zeit herrschte gleichmäßig tropisch-feuchtes Klima, in dem sich die Kohlesümpfe bildeten.
Danach wurde im Perm das Klima trockener und kälter, die Pflanzenwelt bildete sich teilweise zurück. Geologisch ist dies durch eine zunehmende Rotverfärbung der Gesteine zu erkennen, was dem Erdzeitalter den Namen "Rotliegendes" gab. Die Schichten, die zu Beginn des Rotliegenden abgelagert wurden, werden mit dem Namen Glan-Subgruppe zusammengefasst, die sich ihrerseits in Schichtfolgen unterteilen, die nach Ortschaften der Westpfalz benannt wurden. Die älteste Schicht im Perm bildet die Remigusberger Formation, die mit einem Konglomerat aus groben mehr oder weniger Stark gerundeten Steinen die Zeit des Perm einleitet. Darauf folgen die Altenglaner-, Wahnweger-, Quirnbacher- und Lauterecker-Formation, die jeweils aus teilweise mehrere hundert Meter dicken Schichten mit wechseln aus Sand-, Ton- und Kalksteinen bestehen.
Immer wieder treten dünne Einlagerungen von Kohleflözen auf, die aber teilweise nur wenige Zentimeter dick waren und nur in der Gegend von Kusel zeitweise bergmännisch abgebaut wurden. Die Kohlebergwerke südlich, westlich und östlich von hier, z. B. die Grube Labach oder die Gruben in Brücken und Steinbach oder am Potzberg haben Flöze der Breitenbacher Formation erschlossen, die noch zum Karbon zählt. Neben dünnen Kalklagen in den Schichten der Glaner-Subgruppe treten regional aber auch immer wieder Kalkbänke mit einer Dicke von 1,50 m und mehr auf. Eine solche Kalkbank wurde auch an der Reissmühle auf Krottelbacher Gemarkung in einem Kalkbergwerk abgebaut (mehr zu diesem Bergwerk im Cache "Kalkhäuschen").
Innerhalb der Schichten der Glaner-Subgruppe entstanden stellenweise regional abweichende Gesteinsqualitäten. Eine solche stellen die hellen Steine der Leienkaut dar.
Die Aufgabe
Aufgaben, um diesen Cache loggen zu können:
- Begebe Dich an die oben genannten Listing-Koordinaten. Dort findest Du ein Schild mit weiteren Informationen zur Leienkaut. Das Jahr, in dem die Leienkaut erstamls urkundlich erwähnt wurde, ist die Zahl X.
- Schätze die Mächtigkeit der dicksten Schicht im Aufschluss in Zentimetern. Achtung: Bitte wirklich schätzen und nicht am Aufschluss herumklettern.
Zur Logfreigabe schicke die Antwort zu Frage 2 an die E-Mailadresse GC_LeienX@burgentour.de - wobei X durch die Jahreszahl von Frage 1 zu ersetzen ist. Wenn weitere Unklarheiten zur Beantwortung der Fragen bestehen, melde ich mich.
Quellen:
- "Von Kalkbrennern und Leienbrechern" von Dieter Zenglein, in Ortschronik Ohmbach
- Geologie von Rheinland-Pfalz, Landesamt für Geologie und Bergbau, Rheinland-Pfalz, 2005
- Erläuterungen zur geologischen Karte von Rheinland-Pfalz, Blatt Nr. 6410 Kusel von Atzmann und Schwab, Mainz 1971
- Wikipedia zur Wahnwegen-Formation