Deutsche Post - Die letzten Meter
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (micro)
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Dies ist ein kleiner Cache zum schnellem "mitnehmen" bzw. suchen.
Zu diesen Cache muss man nicht viele sagen. Der Name ist Programm.
Der Cache ist eine kleiner Nano Cache Behälter, also ein ganz normaler "kleiner" Cache.
Und nun viel Spaß beim Suchen wünscht Euch
camedia_master
Bewegt sich der Brief auf das Ende seiner Existenz?
Gestern fand eine große Demonstration statt, tausende Postangestellte demonstrierten gegen ihre heute endgültig unvermeidbare Entlassung. „Beschließt nicht den Ruin“, steht auf den Schildern, die die wütende Menge, bestehend hauptsächlich aus Postmittarbeitern mit sich trägt und Gesänge wie „Bleibt treu dem Brief, bleibt treu der Post „schallen durch die Straßen.
Es ist der 12. September 2030, die Abteilung BRIEF der Deutsche Post meldet endgültig Insolvenz an. 125.000 Postboten und andere Angestellte verlieren ihren Job, eine Welle von Arbeitslosen überrennt die Arbeitsämter, die mittlerweile auch selbst auf Benachrichtigung durch den Brief verzichten. Der Brief wurde somit aus unserer Gesellschaft verbannt, die E-Mail rechtlich anerkannt und der Brief hat all seinen Reiz und die Wichtigkeit aus alter Zeit verloren, die Deutsche Post hält sich nur noch mit Paketlieferungen über Wasser. Ist dieses Szenario pure Utopie oder kann es eher als realitätsnaher Blick in die Zukunft gesehen werden? Befindet sich der Brief nach seinen glorreichen Jahren durch sämtliche Epochen nun auf den letzten Metern seines Weges, oder hat er auch jetzt noch bei uns Jugendlichen die Chance, ein begehrtes und wichtiges Kommunikationsmittel zu bleiben? Der erste Gedanke, der einem auf diese Frage einfällt, ist natürlich der faule Jugendliche, der niemals seinen bequemen Schreibtischstuhl verlassen würde um einen Brief zur Post zu bringen, wobei es schon ein Wunder wäre, würde er sich überhaupt die Mühe machen Stift und Papier zu nehmen und sich schöne Formulierungen auszudenken um diesen Brief zu schreiben. Um ehrlich zu sein fiel es mir nicht schwer, Jugendliche zu finden ,die dieses Klischee voll und ganz erfüllen, denn mal ganz ehrlich, soziale Kontakte pflegt man über Chatprogramme, Soziale Netzwerke, und für alles, was ein bisschen offizieller und seriöser wird, hat man ja die E-Mail. Aus genau den eben genannten Gründen sieht auch mein erster Interviewpartner Michael keinen Sinn darin, die seiner Meinung nach „unnötigen“ Lasten des Briefschreibers auf sich zu laden und nicht zu entspannten Möglichkeiten zu greifen, die seiner Meinung nach keine Nachteile haben. Da ich selbst und auch nahezu alle meine jugendlichen Freunde diese Ansichten über das Briefeschreiben teilen könnte man sagen „Nein mit dem Brief ist es vorbei in der Jugend hat der keine Chance“. Doch warum hat der Brief dann heute noch seinen Stellenwert, für was wird er noch genutzt und könnten diese Antriebe auch Jugendliche zum Briefeschreiben leiten? Dies sind die Fragen, die man sich vor einer Beantwortung der Grundfrage erst mal stellen sollte und sich die aktuelle Situation des Briefes vor Augen führen. Aus eigener Erfahrung kam ich natürlich erst mal auf den geschäftlichen Brief, den ja wohl jeder von uns hin und wieder mal, ob es neue Kontoauszüge sind oder irgendeine Information von der Stadt, in seinem Briefkasten findet. Also scheint der Brief dort noch seinen Nutzen zu habe. Die Gründe dafür sind klar, es lässt sich nachverfolgen, ob die Information den Empfänger erreicht hat, was für die rechtliche Wirksamkeit des Briefes eine große Rolle spielt. Außerdem ist bei vielen Menschen die Sicherheit, dass das gute Stück gelesen wird, nur so zu erreichen. Denn im Gegensatz zum e-Mail Postfach wird der Briefkasten auch, um an die Zeitung zu kommen, nahezu täglich gecheckt. Deshalb ist auch der Versand mit der Post bei Werbung nach wie vor ein beliebtes Mittel, denn im Gegensatz zur E-Mail, wo Werbung ohne genauere Betrachtung des Inhalts sofort den Weg in den Papierkorp findet, schaut man sich doch mal den neusten Prospekt von Mediamarkt an um sich über neue technische Spielereien oder Angebote zu informieren. Da man in seinem Briefkasten ja sicherlich nicht nur Briefe der geschäftlichen Art findet, sondern sich zwischen Zeitung, Werbung und eben genannten sicherlich mal ein Brief von einem Bekannten findet, muss es auch noch Beweggründe geben, so einen zu verfassen.
Man glaubt es kaum, doch es gibt auch Jugendliche, von denen einer dieser Briefe stammen könnte. Zugegebenermaßen war es schwieriger, einen Interviewpartner zu finden, der diesen Teil der der Jugendlichen repräsentieren kann. Doch Suche zahlt sich aus und so konnte ich doch zwei finden, die weder Nerds noch Fortschrittmuffels sind oder etwas gegen die moderneren Mittel, Kontakt zu halten, haben. Meine erste Interviewpartnerin ist die 19 Jährige Schülerinn Sabrina, die mit ihrem Freund, der sich momentan für ein Austauschjahr in Amerika befindet, über viele Mittel den Kontakt hält. Natürlich findet das auch bei ihr hauptsächlich durch Chatten oder Skypen statt, da sie keinesfalls die Bequemlichkeit dieser Mittel in Frage stellen will. Denn wenn man schon gegen mehrere tausend Kilometer und Zeitverschiebung kämpfen muss, kommt es einem schon entgegen, nur den Computer anzuschalten und die Antwort des Gegenübers direkt zu bekommen. Allerdings meint sie, gibt der Brief viele Dinge her, zu denen andere Mittel nicht in Konkurrenz stehen, so z.B das Vermitteln von Emotionen. Wo beim Chatten schnell eine Nachricht in die Tastatur gehackt und auf ENTER gehauen wird, lässt man sich beim Brief von Anfang an mehr Zeit. Man sucht mit Bedacht nach der geeigneten Karte oder gestaltet selbst eine, natürlich nur mit dem feinsten Papier, überlegt sich einen schön formulierten und aussagekräftigen Text, den man, bevor er mit dem besten Füller und der schönsten Schrift die leere Fläche füllt ,erst noch mal aufs Konzept schreibt. Durch die eben genannte Mühe, die in so einen Brief gesteckt wird, lässt sich die Zuneigung und Liebe laut Sabrina trotz der großen Distanz gut spüren und dementsprechend ist die Freude über solch einen Brief, in dem „Liebe steckt“, bedeutend größer als einige Zeit im Chat oder eine E-mal. Außerdem ist ein Brief eine nachhaltige Sache, da man ihn sich nach dem ersten Lesen direkt übers Bett hängen kann und vor dem Einschlafen noch mal die schönen Worte des Liebsten verinnerlichen kann. Denn mal ganz ehrlich, beim Chatten oder Skypen ist das nicht der Fall, wer speichert denn schon einen Chat oder nimmt ein Gespräch im Skype auf um sich das noch mal anzuhören? Zumal es beim Chatten oder Skypen meist um die Erlebnisse der letzten Tage geht und was man in nächster Zeit so treibt und nicht mit Liebesgeständnissen um sich geworfen wird. So scheint der Brief ja also doch auch einen Reiz auf Jugendliche zu haben und Eigenschaften, die nicht so leicht zu ersetzen sind und sicherlich auch in anderen Briefen neben dem Liebesbrief zu finden sind.
Eine ganz andere Facette, in der der Brief auch einen guten Dienst leisten kann, lässt sich anhand meines zweiten Interviewpartners, des 18 Jährigen Schüler Milan, gut erkennen. Bei ihm dient der Brief sozusagen als Brücke zwischen den Generationen, da er sich mit seiner Oma, die weder in irgendwelchen Chatprogrammen noch in Sozialen Netzwerken oder Skype unterwegs ist, über den Brief austauscht. So schreiben sie sich, was gerade bei ihnen so im Gange ist, und tauschen sich über die verschiedensten Sache aus, was sicher das Verhältnis zu seiner Oma stärkt. Diese Brücke fällt mir auch selbst auf, denn z.B im Urlaub, wo man sich entweder im Süden zwischen Palmen und kühler Kokosmilch in der Sonne aalt oder im Norden die kühle Luft genießt und alle Gedanken an den Stress daheim hinter sich lässt, vergisst man eines nicht: Der Oma oder natürlich auch dem Opa eine Urlaubskarte mit freundlichen Grüßen und kurzer Info, wie es einem geht und was man in der Ferne so treibt, zu schreiben. Also gibt es einen weiteren Faktor, der Jugendliche dazu antreibt, die Tradition. Deutlich sehen kann man dies auch an jedem Fest, denn eine Geburtstagkarte oder eine Weihnachtskarte an Freunde und Verwandte hat wohl jeder schon geschrieben und sich sicherlich auch über die Kärtchen derer gefreut. Demnach scheint sich der Brief nicht von der Bequemlichkeit der moderneren Kommunikationsmittel unterkriegen zu lassen und deckt Facetten ab, in denen es noch keine Konkurrenten gibt. Auch klare Nachteile, wie die Kostenfrage und die Übertragungsgeschwindigkeit, können den Brief nicht von der Oberfläche verschwinden lassen, und wir können uns sicher sein, dass wir in unserem Briefkasten in nächster Zeit nicht vergebens zwischen geschäftlichen Briefen, Zeitung und Werbung nach einem Brief eines Vertrauten suchen. Deshalb hat auch Eberhart, Postbote der Deutschen Post, seit mittlerweile … Jahren keine Angst seinen Job zu verlieren und glaubt auch, dass am 12. September 2030 noch genug Postboten im Dienst sein werden, auch wenn er zu diesem Zeitpunkt schon seine wohlverdiente Rente genießen kann. Seiner Meinung nach ist das Briefeschreiben eine fest verankerte Tradition, die nicht so leicht durch moderne Kommunikationsmittel zu erschüttern ist. Wie er dazu auch mit einem kleinen Schmunzeln meint, musste er das in der letzten Weihnachtszeit mal wieder am eigenen Leib erfahren, als er nahezu jeden Tag für fast jedes Haus eine Karte in seiner Briefbox hatte. Außerdem kam es bei ihm in seiner …. Jährigen Postbeamtenkarriere noch nie vor, dass er nicht genug Briefe zu verteilen hatte und sich entspannt den ganzen Tag zurücklehnen konnte. Also werden wir sicherlich von solchen Horrormeldungen verschont bleiben und können uns sicher sein und selbst dazu beitragen, dass der Brief nicht in Vergessenheit gerät, was vor allem uns Jugendliche betrifft. Also schnappt euch doch mal einen Stift, ein Blatt Papier und schreibt drauf los. Ihr könnt euch sicher sein, dass der Empfänger sich sehr darüber freut.
Additional Hints
(Decrypt)
Pnpuoruäygre orsvaqrg fvpu avpug vz Oevrsxnfgra...
* teüare zntargvfpure Anab Oruäygre nhs / hagre ENY 1032 Zrgnyy