Quelle hannover.de Gartenregion - Burgdorf
Ruhen wie der Löwe
Ein goldener Löwe macht es sich unter zwei grünen Laubbäumen gemütlich. So ist es im Stadtwappen Burgdorfs aus dem 16. Jahrhundert zu sehen. Es ziert auch einen Holzpfahl am Alten Jagdsteg über die Burgdorfer Aue am Südrand des Amtsgartens. Weiter südlich geht es zum Stadtpark mit dem rekultivierten Müllberg zum Rodeln, einem Spielplatz, Staudenbeeten, der weiten Auenlandschaft und einer Liegewiese. Auf der kann sich der Besucher - dem Löwen gleich - hinlegen und ausruhen.
Wer vom Holzpfahl mit dem Löwenwappen nach Norden geht, gelangt in den kleinen Amtsgarten und findet nur noch Relikte vor. Am schönsten ist eine alte Lindenallee als Rest einer der alten Achsen. Um 1700 - das Schloss mit Wallanlage entstand 1643 - wurde ein Baum- und Lustgarten mit Gängen nach barockem Achsensystem angelegt. Es gab auch Fischteiche, einen Pavillon sowie eine Gracht nach holländischem Vorbild. Nach dem Großbrand von 1809, der Burgdorf großteils zerstörte, schütteten die Bürger mit den Trümmern einen Teil des Schlossgrabens zu. Der Garten verfiel. 1910 baute die Stadt die Landratsvilla mitten in den Garten. Es ist das heutige Rathaus II. Für gärtnerische Vorgaben hatte man damals kein Gespür.
So sind es vor allem die großen Bäume an den Wegen im und am Amtsgarten, entlang der Aue und im Stadtpark weiter südlich, die heute ein Gartengefühl auslösen. Radwegschilder zeigen in alle Richtungen und demonstrieren, auf wie vielen Routen der Park liegt. Ein Gedenkstein erinnert an Hermann Löns. Ein Bächlein fließt in die Aue. Wer sich hier niederlässt, findet in dem Grünfinger zwischen zwei Siedlungsteilen Ruhe und Zerstreuung - dazu schlägt das Glöcklein der nahen St.-Pankratius-Kirche.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Suchen und genießen der Landschaft. Betty und littlepoetry