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Erinnerung 31. März 1945 Traditional Cache

This cache has been archived.

Geocaching HQ: Archive listing.

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Hidden : 4/2/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Der Cache befindet sich auf Privatgelände!
Die Eigentümer sind eingeweiht!
& die Mauer muss nicht zerlegt werden um die Dose zu finden!

Bombenangriff auf Weimar
31. März 1945 10:00 Uhr (Ostersonnabend)
Text: TA-Weimar

Erinnerung an den 31. März 1945
Schrecken des Bombenangriffs auf Weimar sind vielen älteren Bürgern noch heute in lebendiger Erinnerung

Hannelore Henze aus Weimar schildert ihre Erinnerungen an den Bombenangriff:
In diesem Jahr erinnerten sich wiederholt Weimarer Bürger an die Bombenangriffe in unserer Stadt. Auch ich werde ein Erlebnis aus meiner Kindheit niemals vergessen.
Es war der 31. März 1945 - der Ostersonnabend. Am Vormittag trafen sich viele der anwohnenden Kinder in der Horst-Wessel-Straße (heute Friedrich-Ebert-Straße) zum Spielen auf dem freien Platz Ecke Watzdorfstraße. Wir spielten "Zeigt her eure Füßchen, zeigt her eure Schuh" und sangen das passende Lied dazu. Ich weiß noch, dass Helga Hager rosa Strümpfe trug und Gisela Becker lila Söckchen.
Gegen 10:00 Uhr unterbrach lautstark heulende Sirenen unser fröhliches Spiel. Alle Kinder verließen fluchtartig den Spielplatz in Richtung nach Hause. Die Mütter (die Väter waren meist im Krieg) erwarteten ihre Kinder schon und gingen mit ihnen zum Luftschutzkeller. Es dauerte nicht lange, da fielen die ersten Bomben und zwar ganz in unserer Nähe. Wir Kinder schrien und beteten. Unsere Mütter schluchzten. Nach jedem großen Einschlag fragte meine Mutter immer mit Blick auf unser kleines Kellerfenster "Seht ihr den Himmel noch?" Ja wir sahen ihn noch! Aber die Einschläge kamen immer häufiger und intensiver. Dieser Bombenangriff erschien uns endlos. Es war wohl so gegen halb eins mittags, als die Sirene mit dem langgezogenen Entwarnungston endlich erklang. Durch unsere zerbrochene Kellertür fiel Licht auf die Kellerstufe. Die Erwachsenen verließen vorsichtig den Luftschutzkeller Richtung Straße und holten dann die Kinder nach. Es war ein großes Chaos, was uns erwartete. Unser Nachbarhaus hatte einen Volltreffer bekommen. Unter den Schuttbergen schrien Menschen um Hilfe. Aber noch schlimmer hatte es das hohe Mietshaus in der Nummer 28 getroffen. Ich stand regungslos am Zaun und sah, wie die Nachbarn am Luftschutzkeller nach den Menschen des Gebäudes suchten. Entland der Gartenmauer legten sie die toten Kinder - eins neben das andere. Wer eine Decke oder Pappe fand, deckte die Köpfe zu. Ich sah nur Kinderbeine, die Söckchen von Gisela Becker, die Kniestrümpfe von Helga Hager.
Von allen Kindern, die sich am 31. März zum Spielen trafen, lebten noch zwei. Außer mir noch meine Freundin, die noch lebend ausgegraben wurde. Im Haus Nummer 28 haben nach dem angloamerikanischen Angriff am 31. März 1945 28 Menschen ihr Leben verloren. Nach elf Tagen waren die Amerikaner in Buchenwald. An dem für mich unvergesslichen Tag war der Krieg schon längst entschieden.

Additional Hints (Decrypt)

qeru zvpu hz! & avpug nhs qrz Tehaqfgüpx Unhf- Ae 36! & qvr Znhre zhff avpug mreyrtg jreqra hz qvr Qbfr mh svaqra.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)