Damals war's - die Reichsabtei Ochsenhausen
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Dieser Cache "Damals war´s – die Benediktiner Reichsabtei Ochsenhausen" soll vergangene Tage in Erinnerung behalten. Ganz in der Nähe der oben angegebenen Koordinaten könnt Ihr euren fahrbaren Untersatz abstellen. Dieser Cache ist eine Art Klosterführung, diese ist ca. 1,6 km lang und man benötigt etwa insgesamt eine Stunde für diesen Rundgang. Die jenigen von Euch die es eiliger haben sollten sich nur an den Wegpunkten orientieren.
An den meisten Stationen findet Ihr Metalltäfelchen die beim finden des Final´s helfen. Leider ist, wegen den Gebäuten, der Satellitenempfang im Klosterbereich nicht so ideal. Das Kloster wurde am Ende des 11. Jahrhunderts als Filialkloster von St. Blasien im Schwarzwald gegründet. Im Jahr 1391 wurde es zur selbständigen Abtei erhoben. 1495 verlieh der Papst Abt Simon Lengenberger die Pontifikalien, damit war Ochsenhausen Reichsabtei. Seit 1615 baute man die Klostergebäude weitläufig aus. Eine an der Kirche als Mittelachse orientierte Vierflügelanlage entstand. Dieser Neubau, der im Zuge der Gegenreformation ein Zeichen der Erneuerung setzen sollte, schloss sich im Süden an die mittelalterliche Abtei an. Das noch heute deutlich wahrnehmbare zentralistische Bauschema lehnt sich an sein Vorbild, das spanische Escorial, an. Im 16. Jahrhundert begehrten unzufriedene Bauern gegen das Kloster und die ihnen auferlegten Lasten auf und plünderten es. Im Untertanenvertrag von 1502 wurde ihnen die Vererbbarkeit ihrer Güter zugesichert. 1545 besetzten protestantische Ulmer Soldaten Kloster Ochsenhausen, um dort die „neue Lehre“ einzuführen. Nach der Niederlage der Protestanten1546 im Schmalkaldischen Krieg zog sich Ulm auf Befehl Kaiser Karls V. aus dem Kloster zurück und das Kloster stand unter Habsburger Schutz. Vor allem die barocken Erneuerungen des 18. Jahrhunderts prägen das Kloster noch heute. Ab 1738 wurde mit der Renovierung des Südflügels begonnen, bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war auch der Ostflügel umgebaut und mit einem großen Treppenhaus und einer neuen Fassade versehen. In den Jahren 1783 bis 1787 erhielt der Nordflügel seine neue Ausstattung. Hier wurden unter dem letzten Ochsenhausener Abt Romuald Weltin der Kapitelsaal, das Armarium mit der Sammlung physikalischer Geräte, die Bibliothek und die Sternwarte im südöstlichen Eckturm eingerichtet bzw. erneuert. Der Mittelpunkt des Klosters ist die reich stuckierte und freskierte Kirche, die zudem eine der bedeutendsten Orgeln Süddeutschlands beheimatet. Sie wurde in der Zeit der zweiten baulichen Erneuerung des Klosters im 18. Jahrhundert umgestaltet. Der Klosterbaumeister Christian Wiedemann gestaltete die Westfassade und das Kircheninnere. Die Deckenfresken und Wandstuckaturen, die von verschiedenen Künstlern gearbeitet wurden, enthalten ordensgeschichtliche und lokale Bezüge und eine Darstellung der wesentlichen Glaubensinhalte der katholischen Kirche. Im Jahr 1803 fiel das Kloster auf dem Höhepunkt seines Glanzes durch die Säkularisation an Franz Georg Fürst von Metternich-Winneburg. Er garantierte zunächst das Fortbestehen des Konvents und des Gymnasiums und erweiterte die Bibliothek. In Folge der unbarmherzigen Finanz- und Wirtschaftspolitik des Fürsten verarmte die Ochsenhausener Bevölkerung. 1807 musste Metternich auf Geheiß König Friedrichs I. von Württemberg den Konvent auflösen. Nach 714 Jahren ging damit das klösterliche Leben zu Ende. 1825 kaufte der württembergische Staat Ochsenhausen für 1,2 Millionen Gulden. Die sozialen Verhältnisse verbesserten sich unter den staatlichen Einflüssen zusehends. Seit der Mitte des 19. Jahrhundert wird das ehemalige Kloster als Bildungsstätte genutzt: als Ackerbauschule, Waisenhaus, Lehrerinnenoberschule und Staatliches Aufbaugymnasium. Seit 1988 hat hier die Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden-Württemberg ihren Sitz. Im Fürstenbau sind ein Teil des Gymnasiums und das Klostermuseum untergebracht. Konzerte und Ausstellungen tragen außerdem zum kulturellen Leben in den historischen Mauern bei. Station 1: Fruchtkasten: N 48° 03.795´ E 009° 57.045´ Wo einst die Klosteruntertanen ihren Zehnten ablieferten, ist heute die Kunst zuhause. Die städtische Galerie im altehrwürdigen Fruchtkasten des Klosters ist eine der bekannten Ausstellungsadressen Oberschwabens. Mit ihrem Programm an Wechselausstellungen ist sie ein Ziel für zahlreiche Kunstfreunde. Der Schwerpunkt der Galerie liegt auf der zeitgenössischen Kunst. Frage: Seit ---A städtische Galerie und Veranstaltungssaal. Station 2: Schlossbrauerei "Haus St. Walburga": N48° 03.858´ E009° 56.909´ 1840 erbaut als Brauerei und Gastwirtschaft. Ab 1918 Töchterschule der Franziskanerinnen von Reute, dann Altersheim bis 1985. Heute wird das Gebäude genutzt durch das Staatliche Forstamt, das Bildungswerk Ochsenhausen und die Jugendkunstschule. Der zweigeschossige Brauereikeller der unter der Straße liegt wird teilweise von "Schäfer´s Cafe und Wirtshaus" genutzt. Frage: Es wurde um ---B als Brauerei und Gastwirtschaft erbaut. Station 3: Bei 48° 03.903´ E 009° 56.943´ bittet ein Heiliger für uns. Frage: Name des Heiligen: Johann v. -C------ (Buchstabenwertigkeit) Station 4 Fürstenbau: N 48° 03.867´ E 009° 56.973´ Der langgestreckte Bau entlang des Kirchplatzes wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Zur Klosterzeit war der Fürstenbau der Gästebau der Äbte. Der Vorgängerbau des heutigen Gebäudes fiel dem 30-jährigen Krieg zum Opfer. Bis 2010 beherbergt der Fürstenbau die Joseph-Gabler-Hauptschule nun geht ein Teil der Gymnasiasten hier zur Schule. Den Namen Fürstenbau verdankt das Gebäute Franz Georg Fürst von Metternich-Winneburg, an den das Kloster nach der Säkularisation --D- fällt. gleich nebenan erhebt sich die Mariensäule: N 48° 03.808´ E 009° 56.962´ Eine erste Mariensäule ist in Ochsenhausen schon im 17. Jahrhundert dokumentiert. Am 28. September 1678 beauftragte Abt Balthasar Puolamer den in Ochsenhausen ansässigen Maler und Bildhauer Johann Jakob Stauder, eine Mariensäule zu errichten. Die heutige Säule geht auf das Jahr 1717 zurück. Das Fundament besteht aus 6000 Backsteinen und wurde acht Schuh (2,40 Meter) tief in den Boden eingelassen. Die Steine der Säule stammen aus einem Steinbruch bei Wertach (südlich von Kempten) und wurden von dem Wertacher Meister Ignaz Hengg gebrochen. Nach dem Transport nach Ochsenhausen wurden die Steine dort von dem Ravensburger Franz Joseph Erb gehauen. Die Säule allein kostete 1054 Gulden, wovon in etwa die Hälfte des Preises für den Transport in Rechnung gestellt wurde. Das hölzerne Modell der Muttergottes mit der Darstellung einer Immaculata fertigte der Augsburger Barockbildhauer Bernhard Bendl. Maria steht auf einer Weltkugel. Ihre Gestalt wird von einem wehenden Mantel umschlungen. Mit anbetend zusammengefügten Händen und aufwärts erhobenem Haupt mit Sternenreif setzt sie zielsicher den Fuß auf die Schlange. Die Statue aus Kupfer wurde vermutlich von dem Augsburger Künstler Franz Joseph Reichle vergoldet. Das Gitter um die Mariensäule stammt von dem Ochsenhauser Schlosser Albrecht. Die Gesamtkosten der Anlage Fundament, Säule und Statue beliefen sich auf 3291 Gulden. Station 5 Bibliothekssaal und Michelsgarten: N 48° 03.928´ E 009° 57.032´ Die Gittertüre bei der Klosterkirche ist teilweise verschlossen aber den Wert für "F" findet Ihr auch bei Station 7. 1783-1793 Errichtung des frühklassizistischen Bibliothekssaales unter Abt Romuald Weltin (reg. 1767-1803); die drei großen Deckenfresken von Joseph Anton Huber. Die Bibliothek im neu erbauten klassizistischen Bibliothekssaal wurde wesentlich erweitert, Physik und Chemie standen hoch im Kurs und die Mönche pflegten die Mathematik und die Astronomie. In der heute musealen Bibliothek, die als Konzertsaal genutzt wird und in den man eine Orgel eingebaut hat, sind nur noch wenige Bücherbestände vorhanden. Die wertvollen alten Bücherbestände sind nach 1803 teils zerstreut worden, teils über die Fürsten Metternich nach Böhmen gelangt und heute in tschechischem Staatsbesitz. Gleich nebenan im Michelsgarten ist der Krummbach verbreitert und mit Ziegelsteinen ausgekleitet. An dieser langsamfliesenden Stelle konnte sich das Laub und Sand absetzen, bevor das Wasser zur weiteren Verwendung ins Klostergebäute floss. Hier begann auch die Wasserleitung (bis 1956 genutzt) für die Amtshäuser im Ort und die gefangenen Karpfen wurden hier entmoost um den Geschmack zu verbessern. Führungen vom F . März bis 31. Oktober Station 6 Klosterkirche St. Georg: N 48° 03.902´ E 009° 57.010´ Zwischen 1489 und 1497, ersetzte man die einfache romanische St. Georgskirche durch eine Pfeilerbasilika in spätgotischem Stil mit zwei Türmen im Westen. Der Glockenturm war bis 1698 um Haube und Laterne niedriger. 1725 - 1732 Barockisierung des Kircheninneren und neue Westfassade: ursprünglich ein Reiterstandbild des Hl. Georg auf dem Frontispiz, wurde durch die Statue des Christus Salvator ersetzt, daneben die Apostelfürsten Petrus und Paulus - innen barocke Stuckierung, Ausmalung mit Fresken, Bau der Kanzel etc. 1729 - 1734 Bau der Gabler-Orgel: 4 Manuale, 50 Register, 3333 Pfeifen, nachträglich umgebaut: 1751-55, Spieltisch mit Blick in den Kirchenraum. Wie viele Eingangstüren hat die Klosterkirche auf dieser Seite (auch ungenutzte)? = E Station 7 Konventgebäute und Prälatur N 48° 03.890´ E 009° 57.041´ 1615 - 47 die Konventgebäude werden nach jesuitischem Vorbild erbaut: die Kirche ist die Mittelachse und Zentrum der Anlage; die Ostseite des Konvents ist rund 110 m lang. Barocke Ausgestaltung um 1740 Refektorium, zwei neue Treppenhäuser (Fischer- Treppenhaus in der Mitte des Ostflügels, Steintreppenhaus im Südflügel); Neugliederung der Ostfassade durch Johann Michael Fischer: Frontispiz gibt der Anlage einen schlossähnlichen Charakter. 1786 Bau des klassizistischen Nordflügels als Sitz der Wissenschaften: Armarium mit physikalischen Geräten, darüber: Bibliothek mit damals über 10 000 Bänden, jesuitisch geprägt. Heute ist es Sitz der Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden-Württemberg. Prälatur und Role Die Roalemaske wurde einer geschnitzten Maske in der Holzdecke der Prälatur des Klosters nachgebildet. Der Roale ist eine Art Schutzgeist. Von ihm wird berichtet, dass er im Jahre 1633 das erste Mal in Erscheinung getreten sein soll, das ist die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Der Roale ist einer der drei Karnevalfiguren in Ochsenhausen. erster Führungstag im Jahr: F . März bis 31. Oktober auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich das Klostermuseum: N 48° 03.883´ E 009° 57.033´ Das Klostermuseum Ochsenhausen lässt die lange Geschichte der ehemaligen Benediktiner-Reichsabtei wieder lebendig werden – von der Weihe der ersten Klosterkirche im Jahr 1093 bis zur Auflösung des Klosters bei der Säkularisation im Jahr 1803 und dem späteren Verkauf an den König von Württemberg. Breiten Raum im Ochsenhauser Museum nehmen Wissenschaft und Kunst ein, die vor allem unter dem letzten Abt Romuald Weltin eine Blütezeit erlebten. Dem Blick in die Sterne diente auch eines der größten Ausstellungsstücke des Museums: eine maßstabsgetreue Nachbildung der barocken Sternwarte, die sich im südlichen Eckturm des Konventgebäudes befindet. Das vom Land Baden-Württemberg, der Katholischen Kirchengemeinde Ochsenhausen und der Stadt Ochsenhausen gemeinsam getragene Museum befindet sich im Südflügel des Fürstenbaus, dem früheren Gastbau des Klosters. Die jetzigen Museumsräume dienten einst als Empfangsräume des Klosters und gehören zu den repräsentativsten Teilen der Klosteranlage. Station 8 Bräuhaus: N 48° 03.852´ E 009° 57.087´ Das 1684 von Abt Placidus Kobolt gebaute Bräuhaus wurde im laufe der Zeit unterschiedlich genutzt u.a. Turnhalle des Waisenhauses, Getreidespeicher und Rübenlager, Munitionslager und Lager für Panzerfäuste. Das Bräuhaus dient heute als Konzertsaal der Landesmusikakademie. --G- als klösterliches Bräuhaus fertiggestellt. Station 9 Klostermühle und historische Sternwarte N 48° 03.873´ E 009° 57.142´ Klostermühle Die Klostermühle besaß zwei oberschlägige Wasserräder. Die Klostermühle wurde im Jahre 1684 anstelle einer im 30jährigen Krieg zerstörten Mühle gemeinsam mit dem Bräuhaus an der steilsten Gefällstrecke des Krummbaches errichtet. In ihr konnte sowohl Getreide gemahlen als auch für die Mälzerei zum Keimen gebracht werden. Ursprünglich verlängerte der Dachfirst der Klostermühledas Dach des Bräuhauses um wenige Meter nach Osten. Zu Beginn des 18. Jh. mußte der Dachstuhl der Mühle jedoch tiefergelegt werden, weil er die Aussicht aus dem Konventbau versperrte. Welch große statische Bedeutung die Mönche dem Mühlengebäude zumaßen, zeigte sich wenige Tage nach dem Abriß der Mühle im Jahre 1968: seiner Stütze am Fuße des Ostgiebels beraubt, drohte das gewaltige Bräuhaus Talwärts zu stürzen. Aufwendige Sicherungsmaßnahmen konnten das historische Bräuhaus vor dem Einsturz bewahren. Mit Krummbachwasser arbeiteten insgesammt 13 Wasserräder der Krummbach war auch in der Bevölkerung als "Mühlbach" bekannt. Wenn man die Stirnseite vom Bräuhaus hier genau betrachtet entdeckt man im Putz die Umrisse der Klostermühle. Anzahl der verglasten Mauerdurchbrüche an der hier sichtbaren Giebelwand: Anzahl = H historische Sternwarte Der südliche Eckturm des Konventgebäude wird 1788 zur Sternwarte umgebaut (am leicht verdrehtem Dach zu erkennen). Der Ochsenhauser Pater Basilius Perger berechnet und entwirft den Azimutalquadranten und führt ihn in präzisester Millimeterarbeit mit dem hiesigen Hammerschmied Alois Weishaupt aus. Erhaltene Originalteile: Azimutalquadrant (um eine senkrechte Achse drehbar, praktisch 360 ° sind beobachtbar) mit etwa 3 m Radius, die drehbare Kuppel. In dieser Größe und Ausführung gab und gibt es damals wie heute wenige vergleichbare Quadranten.Verwendung zur Positionsbestimmung von Himmelskörpern und außergewöhnlichen Himmelsereignissen. Nach 1803 betreibt Graf Metternich die Sternwarte weiter. 1825 Verkauf des Klosters an das Königreich: Graf Metternich behält sich alles vor, was nicht niet- und nagelfest ist: darunter auch die astronomischen und physikalischen Geräte, die er teilweise nach Königswart in Böhmen verbringen lässt. Renovierung 1988 die Fernrohre sind seither eingebracht (keine Originale), die Sternwarte ist funktionstüchtig. Ein originalgetreues Modell der Sternwarte im Maßstab 1:4 ist im Klostermuseum zu sehen. Anzahl der Türme auf der linken (I) und auf der rechten (J) Seite vom Konventgebäude Das Final findet Ihr bei N 48° B E . G I J´ E 009° C A . F H D´ Auf dem Weg zum Final bitte nur offizielle Wege und Straßen benutzen. viel Spaß beim suchen und finden dieses Caches wünschen A+B Hörnchen Natürlich warten echte Erst-, Zweit- und Drittfinderurkunden auf Euch!!!
Additional Hints
(Decrypt)
iba bora