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Dieser Cache ist ein Gedenken an die "archivierte" Grundschule Schenkenberg ;)
Unser männlicher Part besuchte hier die 1.-4. Klasse.
Denkmalwert
Die 1927/1928 errichtete Grundschule liegt am Ortsrand von Schenkenberg, einer weitläufigen, östlich von Brandenburg an der Havel gelegenen Siedlung. Es handelt sich um einen stattlichen dreigeschossigen, glatt verputzten, rechteckigen Bau mit Satteldach mit Biber-Kronendeckung und einem Dachhecht auf jeder Seite.
Seitlich befindet sich ein eingeschossiger Anbau, der ursprünglich freistand und das WC enthielt. Auf der gleichen Seite, im rechten Winkel zum Schulhaus und durch einen Torbogen mit ihm verbunden, steht ein zweigeschossiges Wohnhaus aus der Bauzeit (heute modernisiert und ohne Denkmalwert).
Das Schulgebäude besitzt ein sehr schlichtes Äußeres. Sein charakteristisches Erscheinungsbild als Schulbau erhält es durch die großen, quadratischen Klassenraum-Fenster der nach Nordwesten ausgerichteten Vorderseite; wichtig für den Gesamteindruck sind ihre kleinteiligen Sprossen. Durch die Gruppierung der Fenster in Dreiergruppen wird bereits von außen sichtbar, dass die Schule vier Klassenräume besitzt.
Das Souterrain-Geschoss, in dem sich Funktionsräume befanden (heute Küche, Speisesaal), ist durch niedrigere, querrechteckige Fenster gekennzeichnet. Die Rückseite, auf der die Flure liegen, besitzt kleinere, hochrechteckige Fenster. Außer dem stark profilierten Trauf- und Ortgang-Gesims besteht der einzige Schmuck des Gebäudes in vollplastischen Skulpturen, die an den Gebäudeecken und auf der Mitte der Längsseiten jeweils in Höhe der Obergeschoss-Fenster angebracht sind: an den Längsseiten Putti, an den Ecken Skulpturen von Tieren oder Tiergruppen (Hasen, eine Henne mit Küken, ein Hund und eine Ente). Besonders hervorgehoben ist der Haupteingang in der freistehenden Giebelseite, der die Klassenräume im hoch gelegenen Erdgeschoss erschließt und zu dem eine Freitreppe emporführt. Er liegt in einem loggienartigen Vorbau, der den Schülern Wetterschutz bietet; dahinter befindet sich ein Windfang. Das Gewände des Eingangs ist durch schwarzweiße Kacheln betont, die in ähnlicher Form auch den Fußbodenbelag des Windfangs bilden. Innen zeichnet sich der Bau durch seine funktionale Gestaltung aus. Im Souterrain befinden sich ausschließlich Wirtschaftsräume (heute Küche und Speiseraum), im Erdgeschoss und im Obergeschoss die Klassenräume. Die Treppe liegt am Ende des Flurs, sie besitzt ein schlichtes Eisenstabgeländer. Die Klassenräume sind geräumig und hell, ohne zur Unterrichtszeit dem Sonnenlicht ausgesetzt zu sein. Die Klassenraumtüren befinden sich in flachen Wandnischen, die so groß sind, dass die Türblätter in geöffnetem Zustand in der Vertiefung liegen, also nicht in den Gang hineinragen. Zwischen den Klassenräumen ist auf jedem Stockwerk ein Waschbecken angebracht; auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich die Garderobenhaken.
Bemerkenswert ist der vollständige Erhaltungszustand der Schule, der sich nicht nur auf die Raumaufteilung, sondern auch auf zahlreiche Details bezieht, darunter die Eingangstür, die Fenster, die Klassenraumtüren, das Treppengeländer und sogar zwei Lehrerpulte.
Baugeschichtliche Bedeutung kommt dem Schulbau durch die Verbindung der beiden entgegengesetzten Tendenzen zu, die die Architektur der zwanziger Jahre prägten: Außen erscheint er eher in einem „konservativen“ Gewand – mit mächtigem Satteldach, Gauben und traditionell gearbeiteten Skulpturen. Innen dagegen fällt die äußerst funktionale Gestaltung auf, die typisch für die Zwanziger-Jahre-Moderne ist (funktionale Türnischen, schlichte Formen von Türen, Treppengeländern, Möbeln).
Ortsgeschichtliche Bedeutung besitzt die Schule als Dokument für den Aufschwung der Gemeinde Schenkenberg. 1919 waren hier am Standort des ehemaligen Vorwerks 12 Bauernhöfe und über 100 Siedlerstellen angelegt worden. Die Siedler sollten in Brandenburger Industriebetrieben arbeiten und als Nebenerwerb Garten- und Obstbau betreiben. Ab 1928 ist Schenkenberg selbstständige Landgemeinde; gleichzeitig bekam es einen eigenen Schulbau.
Die Schenkenberger Schule, die sich grundlegend vom traditionellen Typus der Dorfschule unterscheidet, unterstreicht noch heute die Stellung der Gemeinde zwischen ländlicher und Arbeitersiedlung.
Achtung! Das Gebäude soll und darf nicht betreten werden!
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Additional Hints
(Decrypt)
qvr tbyqrar zvggr