raetzel III
Der Märkische Kreis entwickelte sich durch die Gebietsreform im Jahr 1975 aus unterschiedlichen historischen westfälischen Gebieten. So galt unter anderem das Hönnetal mit der Burg Klusenstein seit dem Mittelalter als natürliche Grenze zwischen dem Gebiet der Grafen von der Mark und der Grafschaft Arnsberg, die nach der Reformation katholisch geblieben war.
Der Name des Kreises leitet sich von dieser Grafschaft Mark ab, die von ihrer Stammburg im Dorf Mark - heute Stadtteil von Hamm im Stadtbezirk Uentrop - aus einen Großteil der Fläche des heutigen Kreises umfasste. Das Gesamtgebiet der Grafschaft Mark umfasste Teile des Sauerlands, des bergisch-märkischen Hügellands an der Ruhr, des heutigen Ruhrgebiets und der Soester Börde. Der heutige Kreis hingegen setzt sich zusammen aus Gebieten der Grafschaften Altena und Limburg sowie Gebieten des ehemaligen kurkölnischen Herzogtums Westfalen. Daher ist es historisch nicht eindeutig nachvollziehbar, warum ausgerechnet das Gebiet des Märkischen Kreises bei der Gebietsreform im Namen mit dem Attribut „märkisch“ versehen worden ist - ebenso hätte man den Ennepe-Ruhr-Kreis als „Märkischen Kreis“ bezeichnen können oder die Stadtkreise von Bochum, Hamm und Hagen als „märkische Städte“. Der Gesetzgeber hatte offensichtlich einen Namen gewählt, der nur bedingt etwas mit der historischen Realität gemein hatte, mit bewusstem Rückgriff auf territoriale Zeiten.
Heute verläuft die Diözesangrenze der katholischen Kirche zwischen dem Erzbistum Paderborn und dem recht jungen Bistum Essen durch den Märkischen Kreis; historisch war er Teil des Erzbistums Köln.
Quelle: Wikipedia