- Ihr beide, also Dein Freund Seppel und Du (Kasperl), wart in der Räuberhöhle gefangen.
- Der Räuber Hotzenplotz hat Dich an den Zauberer Petrosilius Zwackelmann verkauft.
- Du hattest Dich aber dort befreien können und bist losgegangen um der Unke (bzw. der Fee Amaryllis) das Feenkraut zu besorgen.
- Auf dem Weg dorthin läufst Du durch genau den Wald, in dem der Räuber in seiner Räuberhöhle tief unter den Baumwurzeln wohnt.
- Auf einmal siehst Du weit entfernt den Räuber Hotzenplotz, wie er offenbar gerade von seiner Höhle wegläuft.
- Du versteckst Dich und beobachtest Ihn aus sicherer Entfernung.
Am Tag bevor dich der Räuber verkauft hat, ereignete sich abends folgendes: Der Räuber Hotzenplotz bekam Besuch von seinem Kollegen, dem Räuber Mappulus. Damals hatten Seppel und Du gesehen wie die „Klingelanlage“ der Räuberhöhle funktioniert. Es rumpelte plötzlich drei mal heftig direkt über der Räuberhöhle, als ob jemand drei mal heftig auf dem Waldboden trampeln würde. Dann war es 30 Sekunden lang mucksmäuschenstill. Dann rumpelte es wieder drei mal. Der Räuber hatte schon nach dem ersten Rumpeln die Sekunden gezählt. Und als es noch mal rumpelte rannte er freudig los. Durch den langen schmalen Gang zu dem Sprachrohr direkt neben der Einstiegsklappe. Als er darin Mappulus hörte, freute er sich und öffnete die Klappe zur Höhle.
Während sich die beiden Räuber in einem Nebenraum der Höhle bei Rum und Wein ihre neuesten Räuberabendteuer erzählten, meinte Seppel: „Wow, das ist ja schon eine raffinierte und sichere Sache. Man muss nicht nur den Trampel-Code kennen, sondern man muss dann auch noch wissen, in welchem Baumstumpf das versteckte Sprachrohr endet mit dem man nach unten in die Höhle sprechen kann. Und dann muss einen ja der Räuber auch noch als jemanden erkennen, mit dem er befreundet ist. Ansonsten kommt man hier nicht rein! Außer vielleicht noch: Man wird hier gefangen gehalten wie wir beide."
Das war vor ein paar Tagen. Nachdem der Räuber jetzt außer Blickweite ist, stehst Du aus Deinem Versteck auf. Deinen Freund Seppel hat der Räuber sicherlich in seiner Höhle zurückgelassen. Er wird zwar vermutlich noch irgendwie gefesselt oder zumindest angekettet sein – aber vielleicht kommt er dennoch an das Sprachrohr ran um sich zu melden. „Irgendwo hier muss der Kerl doch seine Höhle haben!“, denkst Du vor Dich hin. Aber Du kannst nichts entdecken was darauf hinweist. Auf einmal entdeckst Du eine ganz feine, gelbe Sandspur. „Juhu, das ist die Spur, die der Räuber mit der von uns präparierten Kiste gezogen hat!“
Bei den Einstiegskoordinaten (Startpunkt) findest Du die Sandspur. Sie liegt jedoch drei Meter höher als "normale" Sandspuren :-) .
Die Sandspur führt zunächst in Richtung Süden. Sie endet an einer Stelle, an der neben einem Baum sehr viel von dem gelben Sand liegt (ca. drei mal so viel wie normal). Hier stehst Du direkt über der Höhle. Berühre den Baum während Du per Trampeln den Klingel-Code eingibst (Trampeln, 30 Sekunden warten, Trampeln, einige Sekunden warten).
Mal sehen, ob der arme Seppel Dich hört und sich über das Sprachrohr melden kann. (Leider pennt er ab und zu ein und meldet sich nicht. Dann könnt Ihr in der näheren Umgebung schauen ob Ihr das Sprachrohr entdeckt.)
Viel Glück!!!
Vielleicht noch eine kleine Anekdote am Rande: Recht auffällig ist in der Gegend ein großes Loch im Boden. Am Anfang seiner Berufskarriere hatte der Räuber von Tiefbau noch nicht so viel Ahnung. Und so hat er großzügig auf so machen Balken verzichtet, bis ihm eines schönen Tages, als er gerade unterwegs war, sein Wohnzimmer eingestürzt ist. Bleibt zu hoffen dass sich vergleichbare „Dolinen“ nicht auch bald in Stuttgart zeigen werden.