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Das vergessene Naturdenkmal Traditional Cache

Hidden : 5/6/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Ein einzigartiges Zeugnis der Erdgeschichte, landschaftsbelebendes Geotop und floristisch-faunistisches Schatzkästchen: eine vergessene Blockhalde!

Der Hainkellersage nach soll hier einst ein gewaltiges Schloss gestanden haben.

Wie sollen die tausende von Steinen, viele davon in Quaderform, sonst an diese Stelle gekommen sein?

Die häufigen Frostwechsel in der Eiszeit vermochten es Felsen zu sprengen und sie zu Trümmern zerfallen zu lassen. Während die Schwerkraft die Felsbrocken an Steilhängen talwärts beförderte, sammelte sich an weniger steilen Talflanken Blockschutt am Fuß der Felswand.

Im subarktischen Sommer tauten daraufhin oft die obersten Schichten des Bodens auf. Da aber das Schmelzwasser nicht in den Permafrostboden eindringen konnte, geriet die aufgeweichte Bodendecke von einer bestimmten Neigung an in eine fließende Kriechbewegung, in die auch der auflagernde Felsschutt mit einbezogen wurde. Im Laufe der Jahrtausende wanderten so die Felsblöcke oft viele hundert Meter bergab. An glatten Hängen und bei geringem Schuttvorrat wurden sie weit verstreut abgelagert. An den Stellen, an denen die Bergflanken Mulden aufweisen, kam es häufig zur Fokussierung der Strömungsrichtung mit Blockkonzentrationen. Auf diese Art entstanden die Blockhalden, die je nach Umfang und Form auch als Blockmeere, Blockströme oder Felsenmeere bezeichnet werden.

Mit dem Ausklingen der letzten Eiszeit (vor etwa 10.000 Jahren) stellten die Felsen ihre Reise ein und versanken im Schatten der in der nachfolgenden Wärmeperiode sich entfaltenden Urwälder in einen Dornröschenschlaf, wurden von Moos und Farnwedeln überzogen.

Doch große, offene Felsenmeere, wie die aus Basalt- und Granittrümmern bestehenden Halden in Rhön, Taunus und Odenwald, existieren im Spessart nicht.

Daher ist diese Blockhalde für den Vorspessart einmalig. (Naturdenkmal: „Steinhang mit Baumbewuchs am Hainkeller“)



Die Pflanzenwelt der Blockhalden zeichnet sich durch ihren Reichtum an Laubbaumarten (vor allem durch solche, die sonst im Spessart kaum vorkommen, hier z.B.: Sommerlinde) aus und ist reich an Felsmoosen, Blatt-, Krusten- und Strauchflechten.

Das Lückensystem zwischen den Felsblöcken bietet Tieren eine breite Palette an Verstecken auf der Flucht vor Feinden, als Tag- und Nachtbehausung, um Junge großzuziehen oder sich für den Winter einzuquartieren (zum Beispiel Feuersalamander, Berg- und Fadenmolch, Erdkröte und Grasfrosch). Reich ist auch die Spinnenfauna.

Quellen:
(1) Adolf Seibig in: Gelnhäuser Geschichtsblätter 1966 "Eiszeitliche Blockfelder in unserer Heimat und ihre Bedeutung für die Frühgeschichte"
(2) Rudolf Malkmus in: Spessart, Monatszeitschrift für die Kulturlandschaft Spessart, Februar 2007 "Aus grauer Vorzeit: Blockhalden im Spessart",
(3) Michael Lüth in: Biotope in Baden-Württemberg "Felsen und Blockhalden", Karlsruhe 1993

Offensichtlich wurde die Blockhalde am Hainkeller in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts unter Naturschutz gestellt, jedoch ist darüber nichts dokumentiert. Wer sich vor Ort umsieht wird in der Nähe des Caches auch noch das zwischenzeitlich umgestürzte und eingemooste Schild dieses vergessenen Naturdenkmals entdecken.

Schön wäre es, wenn ihr bei der Cachesuche besondere Tiere oder Pflanzen, die ihr seht, mit einem Bild dokumentiert.

Additional Hints (Decrypt)

fvrur Fcbvyre: uvagre rvarz Fgrva!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)