Nicht immer nur Saft Multi-Cache
feedit: Ja das ist wohl weg.
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (micro)
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Ich fahre hier schon seit Jahren vorbei. Besonders in den letzten Wochen und Monaten zeigt sich Wandel der hier vor sich geht besonders deutlich. Darum ein kleiner Multi (eine Station und Final) zur Geschichte des Altkloster Gewerbegebietes:
Bei den angegeben Koordinaten liegt das alte Turbinenhaus der ehemaligen Papierfabrikation. In ca 63 m Abstand findet ihr den Final. Der erste Buchstabe des Niederlassungsorts des Hersteller der Turbinen weist die Richtung.
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Nicht immer haben Orangensaft und Traubennektar die Geschicke des Grundstücks bestimmt, das heute als "ehemaliges Granini-Gelände" am Buxtehuder Mühlenteich bekannt ist und auf dem in Kürze ein Lidl-Markt entstehen soll. Lange bevor das Bielefelder Unternehmen Granini 1968 die Obstmosterei Klindtworth übernahm, die dort seit 1954 ihren Sitz hatte, wurde an der Moisburger Straße ausschließlich Papier produziert.
Eine der ersten Erwähnungen der Papierfabrikation in Altkloster reicht ins Jahr 1622 zurück. Am 12. Oktober soll Meister Jacob Hovern und seinen Erben das Privileg erteilt worden sein, "im Erz Stifte allein Lumpen einsammeln zu dürfen", wie es in einem Schriftstück heißt. Diese Lumpen aus alter Kleidung wurden mit Hilfe von Walzen und Pressen zerlegt und schließlich zu Papier verarbeitet. Unerlässlich war dafür die Kraft des vom Wasser der Este getriebenen Mühlrads.
Im Laufe der Jahrzehnte hatte die Papiermühle unterschiedlichste Pächter, bevor im Jahre 1816 eine Art Aufschwung beginnen sollte. In diesem Jahr kaufte Johann Hinrich Winter die "Erbzinspapiermühle zu Altkloster". Er führte den Betrieb erfolgreich ins 19. Jahrhundert.
Sein Sohn Johann Asmus Winter war es jedoch, der die Papierfabrikation in Altkloster zur Blüte brachte. 1838 übernahm er offiziell die Geschicke der Firma
Gegen Ende der 1850er-Jahre soll er auf dem Areal in Altkloster innerhalb von 24 Stunden etwa 6000 Pfund Papier hergestellt haben. Der Grund für diesen Produktionsanstieg war vor allem die große Papiernachfrage als Folge des steigenden Bildungsniveaus.
1854 wurde der alte Kanal verlegt, der bisher das Mühlrad getrieben hatte, gleichzeitig wurde auch eine Turbinenanlage eingebaut.
Doch die goldenen Jahre währten nicht ewig. Winters Söhne Johann Heinrich und Otto Christian zeigten weit weniger unternehmerisches Geschick als ihr Vater. Im Jahre 1865 entschieden sie, eine Aktiengesellschaft zu gründen. Hinzu kommt, dass von den 1870er-Jahren an eine Überproduktion an Papier einsetzte. Der Gewinn schrumpfte.
1865 soll das Wasser der Este eine "Farbe wie Eierbier" gehabt und einen blau-grünen Schaum getragen haben. Grund dafür waren Chemikalien, die die Fabrik zum Bearbeiten des Papiers verwandte. "
1882 konnte ein Konkurs gerade noch verhindert werden. Doch eine Feuersbrunst, die die Fabrik 1917 fast komplett zerstörte, machte alle Bemühungen zunichte. Zwar wurde nach dem Ersten Weltkrieg noch versucht, die Produktion wieder anzukurbeln und neue Abnehmer zu gewinnen. Doch der Konkurs konnte im Jahr 1925 nicht mehr abgewendet werden. Mehr als 300 Jahre Papierherstellung in Altkloster fanden jäh ihr Ende.
Additional Hints
(Decrypt)
Fgngvba 1 : Ehaq haq NFPVV
Svany: Zntargvfpu
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