Stockheimer Dorfbefestigung Traditional Cache
Rhönwanderer: Spätestens jetzt sollte jeder die Dose gefunden haben.
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Stockheimer Dorfbefestigung
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (micro)
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An dieser Stelle gibt es ein paar Erläuterungen zur Dorfbefestigung. Der Übersichtlichkeit halber aber wird hier ein Teil der Dorfbefestigung nach dem anderen erklärt.
Die Dorfmauer von Stockheim stammt aus dem 15. Jahrhundert. In diese waren mehrere Türme eingebunden. Desweiteren gab es zwei Tore durch die man ein- und ausgehen konnte. Zudem gab es noch einige Bauten, die zusätzlich zur Sicherung erbaut wurden.
Die Dorfmauer war wie ein Rechteck angelegt. Sie bestand zumeist aus weitgehend unbehauenen aber fachmännisch aufeinandergeschichteten Bruchsteinen, die ohne Mörtel zusammengehalten wurden. Außerhalb der Mauer war eine Hecke zur Abwehr von Wild angelegt, die zweimal pro Jahr geschnitten wurde um sie Dicht zu halten. Desweiteren gab es noch vier Abschnitte von Wallgräben. Der erste, Hirtengraben genannt, verlief zwischen dem Oberen Tor und der Mittelmühle. Der Braugraben war entlang der Streu von dort bis zur Unteren Mühle angelegt. Von dort zum Unteren Tor verlief der Körteles- oder Karlsgraben. Im Norden schloss der Dorfgraben an.
Im Laufe der Zeit verfiel die Mauer. So wurde auch im Jahre 1876 es abgelehnt, einen Teil der Mauer wieder herzurichten, da diese im Prinzip nutzlos geworden war. Mit einem Beschluss des 08.09.1884 wurde den Anliegern es erlaubt, die Mauern einzulegen oder sie als Gebäudebestandteil zu benutzen. Die Gräben und die Hecke scheinen schon verschwunden zu sein. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Mauer dank der Flurbereinigungen nochmals in Mitleidenschaft gezogen. Den Anwohnern war es erlaubt, die Mauer für eine Zufahrtsstraße einzulegen. So kam es, dass nur noch an wenigen Stellen, die Mauer in ihrer ursprünglichen Form zu finden ist. Wenn man von diesem Ort die Straße zum Kämmererdurchgang (Weg zur Kirche) hinaufgeht oder zwischen Unterer Brücke und Unterer Mühle entlangläuft, kann man noch einige gut erhaltene Mauerreste entdecken.
Zum Dorf gehörten auch zwei Tore. Das Untere Tor befand sich auf Höhe des ersten Hauses auf linker Seite, wenn man von Mellrichstadt aus zum Dorf reinfährt. Das Obere Tor stand ungefähr bei dem Gasthof Dorfschänke. Über das Einlegen des Oberen Tores wurde am 30.04.1864 beraten, Brief und Siegel dafür wurde am 23.11.1865 gegeben. Nahe des Unteren Tores stand ein Häuschen, das zu unbekannter Zeit abgetragen und nahe der Mittelmühle als Armenhäuschen wieder aufgebaut wurde. Die beiden Torpfeiler des Tores wurden 1909 zum Gegenstand eines Streites. Ein Pfeiler verdeckte ein Fenster der Kunstschreinerei Link. Da man den Antrag auf Abbruch ablehnte, kam es, dass zur Nachtzeit dieser dann abgetragen wurde. Der Ortchronist Krieg notierte: „Aber die rückständig angehauchte Gemeindeverwaltung, die besorgte, sie können ohne diese Pfeiler den Ortsausgang nicht mehr finden, ließ dieselben immer wieder herstellen, bis dieselben doch eines Tages dem Fortschritt zum Opfer fielen.“
Heutzutage findet man nur noch zwei Türme von dreien, die die Mauer flankierten. Der eine mit Zinnen steht noch heute an der Nordostecke des Mauerringes. Der Zweite liegt westlich von diesem. Bei beiden befindet sich der Eingang auf halber Höhe des Turmes. Die zwei heute noch bestehenden von den drei ursprünglich vorhandenen Türmen seht ihr möglicherweise von dieser Stelle aus. Der letzte Turm, Nesenturm genannt, befand sich in der Nähe der Unteren Mühle an der Südostecke des Mauerringes. Er diente als „Weinbergsgefängnis“. Wann dieser eingelegt wurde, ist nicht bekannt. Vom 17.06.1687 ist überliefert, dass einer der Türme besichtigt wurde. Man stufte ihn als schadhaft ein und sah sich genötigt, diesen zu renovieren. Im Jahre 1988 wurden die beiden noch verbliebenen Türme von Grund auf renoviert.
Zum Abschluss muss man noch zwei Blockhäuser zur Dorfbefestigung hinzufügen. Eines befand sich nahe des Darrhauses am Oberen Tor, das andere in unmittelbarer Umgebung zur Mittelmühle.
Die Informationen stammen allesamt aus der Stockheimer Dorfchronik.
Additional Hints
(Decrypt)
Nz qevggra Onhz iba yvaxf hagre Fgrvara.
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