Das Räuberschlösschen lag über Jahrhunderte nach seinem Niedergang verfallen und vergessen darnieder, bis 1890 der Kreisrichter a.D. Conrady von Miltenberg die Ruine ausgrub und erforschte. Eine genau Datierung ist nicht möglich, aber es ist zu vermuten, dass die Festungsanlage bereits vor dem Baubeginn der Freudenburg im späten 12. Jahrhundert bestand. Von der Position konnte man das Maintal und den Handelsweg, der direkt an der Festung vorbeiführte, kontrollieren. Eine Vielzahl von Gräben ziehen sich durch das Gelände rund um das Räuberschlösschen, die wohl die Reisenden daran hindern sollten, die Burg zu umgehen.
Einen Burgfried dürfte sie nicht besessen haben, stattdessen nur einen unbedeutenden Holzbau. Verkohlte Holzreste lassen auch darauf schließen, das ein Brand das Ende der kleinen Festung besiegelte. Außerdem dürfte der Neubau der Freudenburg die komplette Anlage überflüssig gemacht haben. Heute sind nur noch Reste der Schildmauer vorhanden, die 27 Meter lang und über 2 Meter dick war und aus roh zugehauenen Sandsteinblöcken ohne erkennbare Mörtelverbindung bestand.
Der Saga nach wohnten hier einst Raubritter, die die zu Lande oder Wasser Durchreisenden ausplünderten. Daher der Name "Räuberschlösschen". Außerdem wurde die Anlage auch "Teufelsburg" genannt, weil man die Befestigung lange Zeit für einen befestigten Teil des römischen römischen Limes hielt, der im Volksmund den Namen "Teufelsmauer" hatte.
Falls ihr von einem Regenschauer überrascht werden solltet, befindet sich ein paar Meter unterhalb des Räuberschlösschens Richtung Main gut versteckt eine Schutzhütte im Wald.
Wenn man von hier weiter Richtung Freudenburg geht, bekommt man immer wieder eine traumhafte Aussicht auf die Burgruine und ins Maintal, hier ein Blick auf Kirschfurt u.a. mit des Owners Häuschen:
Der Cache selbst befindet sich nicht in der Mauer, sondern auf dem Plateau hinter der Sitzbank.
Bitte den Cache nicht nachts aufsuchen, da ihr hier mitten im Wald im Jagdgebiet unterwegs seid. Außerdem nicht mit dem Auto auf den Waldwegen herumfahren.
Den Cache könnt ihr aus zahlreichen Richtungen angehen, nur mit dem Auto dürfte es nicht gehen, weil der Waldweg durch Schranken abgesperrt ist:
Vom Parkplatz an der Liebeseiche. Das dürfte der kürzeste Weg sein, aber steil.
Vom Wanderparkplatz Kreuzschleife. Fast eben vorbei an der Freudenburg.
Vom Rathaus die Treppe steil hoch direkt über die Freudenburg und das Seebrünnle. Steil und anstrengend, aber mit schöner Location zwischendrin.
Erstausstattung:
Schlüsselband
Kartenspiel
mehrere Spielzeugfiguren
Logbuch, Kugelschreiber
Quelle:
"Geschichte der Stadt Freudenberg am Main" von Eugen Mai
http://burgfuehrungen.dreipage2.de/link_47792209.html