Ich fahre regelmäßig durch Bergstedt und bin der Meinung, hier muss unbedingt ein Multi hin. Bergstedt hat sich seinen dörflichen Kern erhalten. Wenn man durch Bergstedt läuft, denkt man nicht, dass man sich in einer Großstadt befindet. Der gesamte Bergstedter Ortskern steht unter Denkmalschutz.
Aufgrund der ausführlicheren Beschreibungen ist er wohl nicht so zum paperless caching geeignet. Dafür entschuldige ich mich. Aber in diesem Fall waren mir die Beschreibungen wichtiger.
Station 1: o.a. Koordinaten
Am Startpunkt befindet ihr euch auf dem Bergstedter Markt.
Ihr steht jetzt vor der Friedenseiche und einem Gedenkstein. Dieser gedenkt an den 100. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813, in der Napoleons Gewaltherrschaft über Europa durch die Truppen der Österreicher, Preußen, Russen und Schweden gebrochen wurde.
Linker Hand seht ihr das alte 1881 gebaute Spritzenhaus der FF Bergstedt, welches noch bis 1975 genutzt wurde.
A =Tagesdatum auf dem Gedenkstein xx. Oktober 1813 – 1913.
B = Quersumme A
Station 2: N 53°40.15*A+B-1
E 10.7.18*(A+B-1)+4
An den Koordinaten angekommen steht ihr an der Einfahrt zum Siemers‘schen Hof.
Der Siemers’sche Hof wurde im Jahre 1757 als Reetdach gedecktes Bauernhaus erbaut.1870 brannte das Gebäude weitgehend ab und an seiner Stelle wurde das bis heute erhaltene Bauerngebäude mit einer zweigeschossigen Wagenremise errichtet, die 1878 fertiggestellt wurde. U.a. im Besitz der Stadt Hamburg verfiel der Hof. 1999 kauften ihn drei Handwerker und heute ist der Hof ein Treffpunkt für Kunst, Kultur, Begegnung, Gesundheit und Ökologie.
Links von der Einfahrt stehen zwei Schilder direkt übereinander von denen das untere blau ist.
C = Quersumme der Telefonnummer unter welcher man die Institution erreicht, für die das obere Schild wichtig ist.
D = Nachkommaziffer der untersten Zahl auf blauem Schild
Da es an dieser Station immer mal wieder zu Irretationen kommt:
Die Schilder befinden sich nicht an den Koordinaten. Diese zeigen mitten auf die Einfahrt. Die Schilder befinden sich, wie beschrieben, links von ebendieser Einfahrt an der Straße.
Station 3: N 53.40.[C-1][C+1]1
E 10.7.DD0
Jetzt steht ihr vor der Bergstedter Kirche; für mich persönlich eine der schönsten Kirchen in Hamburg.
Sie ist eines der ältesten Kirchengebäude im norddeutschen Raum. Die Kirche, ein Saalbau aus Feldsteinen, entstand um 1200. 1745 – 50 wurde der Bau nach Westen erweitert und der Fachwerkturm hinzugefügt. Bemerkenswert ist die bemalte Holzdecke des 17. Jh. Besichtigt werden kann die Kirche von Ostern bis 31.Oktober jeweils Sonntags von 15 bis 17 Uhr.
Bei einem kleinen Rundgang um die Kirche könnt ihr das Mahnmal für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges sowie eine Sammlung von Grabsteinen aus der Zeit des Klassizismus entdecken.
Wann wurde das Kirchspiel Bergstedt das erste Mal urkundlich erwähnt?
F = xFxx
G = xxxG
Station 4: N53.40.FGF
E10°07.D[G-F]F
Das Kaufhaus, vor dem ihr jetzt steht, wurde 1929 von Anna Hillmer eröffnet, zu einer Zeit in der Lebensmittel wie z.B. Kaffee, Salzgurken, Butter und Milch sowie Petroleum noch lose verkauft wurden. Das Kaufhaus wird heute von der Enkelin der Firmangründerin geleitet. Es gibt keine Lebensmittel mehr, aber dafür alles Andere was es auch schon zu Omas Zeiten gab und woanders nicht mehr zu kaufen ist. Neumodischen Kram gibt’s selbstverständlich auch. Guckt einfach mal rein, es lohnt sich.
H = Anzahl der Ziffern der Hausnummer
Station 5: N53.40.F[H*20]
E10°07.[A/H]HG
Ihr steht jetzt gegenüber einem sehr schönen, alten Fachwerkhaus zu dem ich leider keine weiteren Informationen gefunden habe…Wenn ihr Informationen habt, gebt sie gern an mich. Ich nehme sie dann hier mit auf.
I = iterierte Quersumme der Hausnummer
J = 2.Ziffer der Hausnummer
Wenn ihr jetzt ein paar Meter in Richtung Osten lauft, kommt ihr zum Eingang des Bergstedter Friedhofs. Um 1600 gab es nur eine Begräbnisstätte für die Dörfer Lemsahl-Mellingstedt, Duvenstedt, Wohldorf-Ohlstedt, Wulksfelde, Rade, Tangstedt, Wilstedt, Hoisbüttel, Volksdorf, Sasel, Bramfeld, Wellingsbüttel, Poppenbüttel und Glashütte. Die Beisetzungen fanden auf dem Kirchhof und in früheren Zeiten auch im Inneren der Kirche Bergstedt statt. Nachdem der Platz dort nicht mehr ausreichte wurde 1863/64 ein ca. 20.000 qm großes Stück Ackerland an der Landstraße gekauft und im Frühjahr 1868 der darauf entstandene Bergstedter Friedhof seiner Bestimmung übergeben. Die erste Beisetzung erfolgte allerdings schon im Juni 1864. Im Jahr 1937/38 fand eine Friedhofserweiterung um 27.000 qm und im Jahr 1947 eine weitere Erweiterung um 38.500 qm statt.
Noch heute sind sieben Familien im Besitz ihrer Grabstätte, deren Vorfahren am 28. Juni 1864 die Nutzungsrechte für eine Grabstätte erworben haben.
Station 6: N53.40.I[J+1]D
E10°07.JFI
Ihr steht jetzt vor dem unter Denkmalschutz stehenden Mausoleum der Familie Beisser von 1926.
K = iterierte Quersumme des Geburtsjahrs von Käthe Beisser
Verlasst den Friedhof über den Ein-/Ausgang Bergstedter Chaussee, dann kommt ihr fast an dem ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden Terrakottagrabmal der Familie Noesselt vorbei (N53°40.250 E10°7.649).
Final: N53°40.(F[J-I]C) + 19 (wg. Ersatzdose)
E10.07.(HBK)+5 + 4 (wg. Ersatzdose)
Ich hoffe euch hat mein kleiner Rundgang durch Bergstedt gefallen. Es gibt sicherlich noch viel mehr Sehenswertes, aber das hätte dann den Rahmen dieses Multis gesprengt. Und man kann ja auch ohne Cache die Gegend erkunden.
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