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Nro. L III. J8J8 Traditional Cache

Hidden : 5/27/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:


Nro. L III. J8J8

 

Historische Grenzsteine stellen unwiederbringliche Werte im Heimat und Geschichtsverständnis der Menschen dar. Sie verdeutlichen die Beziehungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und vermitteln zwischen Tradition und Fortschritt. Durch Veränderungen in der Landschaft und durch fortschreitende Technisierung, aber auch durch private Sammlerleidenschaft sind die historischen Grenzsteine jedoch stark gefährdet. Es ist daher aus geschichtlichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen geboten, diese steinernen Zeugen der Vergangenheit besonders zu schützen.

 

Grenzstein-Schema

Der historische Grenzstein besteht gewöhnlich aus einem fachgerecht behauenen und einem unbehauenen Teil. Im behauenen Teil sind die Initialen und Wappen zu finden, wobei die Gestalt des Kopfes flach, spitz oder gewölbt sein kann. Schon seltener sind sattelartige Ausschliffe auf dem Kopfe, die wohl den Gebrauch als Schleifstein für Äxte, Sensen und Messer erkennen lassen. Der Kopf kann eine eingekerbte Weisung tragen, die den Winkel auf die nachfolgenden Grenzsteine angibt. Das Vermessungswesen kennt hierfür den Fachausdruck „Richtungsanzeiger“.

 

Bei Grenzsteinen unterscheidet man:

 

Staatsgrenzsteine (Hoheitssteine, z.B. Deutschland-Österreich) tragen das Wappen des jeweiligen Landes.

 

Landesgrenzsteine (Hoheitssteine, z.B. Bayern-Hessen) befinden sich an den Grenzen eines Landes.

 

Gemarkungsgrenzsteine heißen auch Mark-, Bann- oder Malsteine. Ihr Zweck ist, die Grenzen einer Ortsgemarkung festzulegen.

 

Gütergrenzsteine sind Grenzsteine an den einzelnen Grundstücken oder Parzellen, also an Äckern, Wiesen, Gärten, Weinbergen usw.. Sie heißen auch Rainsteine, Feldsteine, Eigentumssteine usw..

 

Grenzsteine verschiedener Art sind Grenzsteine, welche weder ein Land, eine Ortsgemarkung noch Grundstücke begrenzen, sondern, oft ohne Rücksicht auf Gemarkungsgrenzen, ein bestimmtes Gelände oder Gewässer für irgendeinen Nutzungszweck, wie Viehweide, Jagd, Fischfang abgrenzen.

 

Eisenbahngrenzsteine z.B. Königlich Bayerische Eisenbahn, an der Strecke Aschaffenburg – Kahl (M).

 

Geleitsteine zeigten an, wie weit das Geleitrecht eines Landesherrn an den Landstrassen reichte.

 

Zehntsteine könnte man zwar zu den Gütersteinen rechnen, weil sie gewöhnlich an der Stelle der Parzellensteine an Grundstücken, Äckern und Weinbergen standen. Ihr Zweck war aber gleichzeitig der, die Belastung eines Grundstückes durch einen Zehnten anzudeuten.

 

Alte Meilensteine befinden sich noch in Form von Obelisken, Steinpfeilern und runden Säulen auf einigen Landstrassen.

Quelle: http://www.kahl-main.de

Additional Hints (No hints available.)