Hallo meine Freunde,
schön, dass ihr hier reinschaut! Ich nehme an, dass euch ebenso langweilig ist, wie mir… ich weiß nicht, was sollen wir machen? Also mich packt dann immer das Reisefieber und ich will einfach nur weit weg, die Welt erkunden. Dieser Drang überkam mich plötzlich, wie eine Revolution… es ging vor (A) Jahren los, wenn ich bloß noch wüsste, wie viele das waren!? Zu diesem Zeitpunkt stand mir auch noch mein Kumpel Adam zur Seite, mit dem ich die meisten Reisen zusammen erlebte – das war ohnehin ein komischer Typ, ich könnte ihm sagen was ich wollte, er hat’s gemacht… deswegen hat er sich seinen Beinamen ‚Kadett’ redlich verdient.
Da fällt mir ein: Ich wollte seiner Familie auch immer mal eine Karte schreiben, da sie immer sehr freundlich zu mir war, nur hab ich die Postleitzahl seiner Heimatstadt vergessen (BBCCC)… aber ich will nicht abschweifen…
Meine erste Reise stand unter keinem guten Stern, da ich wegen Trunkenheit bei der Arbeit rausgeflogen bin, also versuchte ich mein Glück mit Pferdewetten… es gab auch einen heißen Tipp und die Wetten standen (D):1 – ein todsicheres Ding dachte ich, aber ich will lieber nicht weiter über das Ergebnis reden. Fakt zu dem Zeitpunkt: Ich war blank.
Die Zeit darauf saß ich eigentlich nur gefrustet zu Haus und schaute zurück auf die gute alte Zeit bis mir die Einsicht kam, dass ich längst noch keine (E) Jahre alt bin und dieses Gelaber eigentlich total doof ist – dann wird ich immer noch Zeit dafür haben, also raus mit mir, ich kann meine Zeit auch anders verschwenden und bevor ich weiter im eigenen Saft schmore fahre ich einfach weg… bloß weg von hier! Am nächsten Morgen dann ein kosmischer Zufall, wie er unwahrscheinlicher nicht sein könnte! Mein Onkel Sascha ist gestorben, klingt tragisch, aber einer muss ja mal die Wahrheit sagen, er war ein riesiges Arschloch, es gab sicher (F) gute Gründe ihn zu hassen… umso erstaunlicher war es dann aber auch, dass er gerade mir eine nicht unerhebliche Summe Geld vererbt hat… ich seh’s mal als Schmerzensgeld…
Nun hieß es nur noch Kofferpacken und weg. Hier komme ich… und Adam hab ich auch mitgeschleppt.
Endlich habe ich die Möglichkeit, auf die ich all die ganzen Jahre gewartet habe. Wir reisten erst durch Deutschland… machten Besuche in Berlin, Düsseldorf, München, Köln, Frankfurt – wohin es uns interessehalber eben zog. Unterwegs versuchten wir uns gegenseitig vergeblich Englisch beizubringen, aber über Lektion (G) kamen wir nie hinaus… dafür hatten wir eine andere grandiose Idee: Karneval, aber nix mit Alaaf oder Helau! Ihr wisst schon, was ich meine, sobald ihr unser Foto neben dem (H) Meter hohen Wahrzeichen der Stadt seht. Festzuhalten ist: Der Trip war geil! Nach dieser Reise hatte Adam aber erstmal genug, hatte Heimweh und wollte sich erstmal von den Reisestrapazen erholen… ich gebe zu: Ich kann anstrengend sein und obwohl er so hörig war, gingen unsere Meinungen doch meist auseinander. Naja, wir sind ja nicht bei ‚Wünsch dir was’, sondern bei ‚So isses!’.
Wir gingen dann erstmal getrennte Wege und ich suchte mir ein ungewöhnliches Reiseziel: Chemnitz! Ich saß also im Zug… neben mir ein hübsches Mädel. Ich hätte es gern ansprechen wollen, aber sie schlief echt durchgehend! Ab und an fiel sie zur Seite, sodass ihr Kopf auf meiner Schulter lag… ein toller Duft, den ihre Haare verströmten… Notiz an mich: das Shampoo brauch ich auch. Derweil las ich ein wenig über mein Reiseziel und stellte fest, dass die Stadt (I) Jahre lang Karl-Marx-Stadt hieß… wusste ich noch gar nicht. Marx… das war doch der Typ mit dem Rauschebart, der mal was von Opium fürs Volk erzählt hat… oder?
Ich guckte mir den sogenannten Nischel an und einige andere Ecken, die eigentlich gar nicht mal so hässlich waren, wie einem immer erzählt wird… ich schlendere also positiv überrascht und leicht schwärmend durch die Straßen, schon kommt mir ein von der Polizei begleiteter Pulk pöbelnder Fußballfans entgegen. Alle in lila gekleidet… welch modisches Verbrechen…. Jedenfalls hielt sich ihre Begeisterung schwer in Grenzen, da sie wohl gegen den heimeigenen Fußballclub (J):1 verloren haben… erinnert mich an das Spiel ’78, in dem F95 den FCB mit demselben Ergebnis haushoch geschlagen hat.
Vielleicht tröstet es die Veilchen, dass es nur ein Auswärtsspiel war. Ich jedenfalls habe dort sehr viele interessante Eindrücke sammeln können, so viele, ich kann sie gar nicht alle schildern und es würde definitiv den Rahmen sprengen, aber Fakt ist: Ich wollte der Stadt auch was von mir hinterlassen und versteckte einen kleinen Schatz… nichts besonderes, aber eine kleine Geste und ich trage mich dort jedes Mal ein, wenn ich mal wieder nur zu Besuch bin.
Danach bin ich erstmal weitergefahren… einige Umstiege später saß witzigerweise das ewig schlafende Mädel wieder in meinem Abteil… ich war neugierig und schaute auf ihr Zugticket… Reisestrecke, Name, Telefonnummer, alles stand drauf. Sie war unterwegs von Rottweil und ihr Name war Madelaine. Ausgestiegen ist sie in …äh… ich hab vergessen wie der Ort heißt, aber die Vorwahl war (K). Erstaunlich, dass sie ihr Ziel nicht verpennt hat.
Ich bin weitergefahren, diesmal aber komplett ohne Ziel… und irgendwann packte mich meine innere Sehnsucht nach der Heimat und dachte, dass es an der Zeit wäre zurückzukehren. Vielleicht hat auch Adam sich wieder gefangen – ich will ihn einfach mal wiedersehen, schließlich ist er mein bester Freund. Was haben wir damals alles abgezogen, wie z.B. als wir mit (L) Jahren Parolen an Wände geschmiert haben. War schon witzig.
Alles, was damals war, die tollen Zeiten… eigentlich sollte ich mich bei ihm dafür bedanken… aber okay, wo bin ich stehengeblieben? Ich fuhr also heim… und das erste, was ich dort tat, war schlafen – ich legte mich hin und schlief einfach… seit langer Zeit im eigenen Bett. Ein tolles Gefühl! Ebenso toll auch meine Frisur… voll unter Strom… mein Friseur heißt SchuKo und frisiert grundsätzlich mit (M) Volt.
Nachdem ich einigermaßen wieder zum Menschen geworden bin, rief ich Adam an. Klang so, als hätte er mich vermisst… er meinte er macht (N) Kreuze, dass ich wieder da bin, legte auf und fuhr sofort zu mir. Ich fand es eigentlich gar nicht mal so spektakulär, aber das war ein toller Moment, ein Tag, an dem man sich wünscht, das Gefühl würde ewig bestehen, man wünscht sich einfach (O).
Wir unterhielten uns, ich erzählte ihm von meinen Reiseerlebnissen (und das noch viel ausschweifender und unstrukturierter als Euch gerade, kann man sich das vorstellen?) und verriet ihm von meinem Schatz, den ich in Chemnitz versteckt habe…
…und da ihr den groben Umriss meiner ersten Reise nun auch kennt, liebe Chemnitzer oder ihr, die ihr Chemnitz besuchen wollt, möchte ich Euch noch ein kleines Rätsel stellen, wie auch ihr den Schatz finden und Euch darin verewigen könnt!
N50° [ ( F/ ( [ E+I+N ]-[ B+D+A-G] ) )-G ] . [C-B+A-G]
E012° [ L+H+ (2*G) ] . [(K-G) / (L-(2*O)+N)] – (N*M) + (J*9) – (K/K)
Damit ihr den Weg nicht umsonst macht, könnt ihr hier nachschauen, ob ihr wirklich richtig steht.