MEHLCHOR, ODER DER BUSCHMÜHLENSPUK...
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (regular)
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Der Cache liegt mitten im Biosphärenreservat Spreewald. Die offiziellen Wege müssen zum Finden des Caches nicht verlassen werden, es muss nicht gegraben, geklettert oder gesägt werden. Verhaltet euch bitte so, wie es ordentliche Cacher in einem Naturschutzgebiet tun. Der Cache kann auch mit dem Paddelboot erreicht werden. An der Buschmühlenschleuse gibt es einen offiziellen Anleger für Paddler.
MEHLCHOR, ODER DER BUSCHMÜHLENSPUK...
1777 baute Müller Krüger direkt am Ufer des Buschmühlenfließes die Radduscher Buschmühle - wohin auch sonst. Und vom ersten Tag, an dem sich das Mühlrad "im Pusche hintam Dorfe" drehte, dreht sich der Radduscher Dorfklatsch um die Mühle und ihre Müller. Und so entstanden im Laufe der Jahrhunderte nicht nur säckeweise Mehl, sondern auch säckeweise Sagen und Gruselgeschichten über die Radduscher Buschmühle. Fest steht, daß der abergläubige Müller Stoyan die Mühle wegen eines Spuks verkauft hat. Der Käufer, Müller Heinze, entdeckte die Ursache des Spuks. Ein Radduscher Bauer schickte seinen Knecht nachts zur Mühle, um dort zu poltern. Den zugezogenen Stoyans und später auch Heinzes sollte damit das Leben schwer gemacht werden. So jedenfalls erzählte es Heinze in Raddusch.
Aber ich wäre nicht der Geschichtenonkel, wenn ich die wahre Geschichte der Buschmühle nicht entdeckt hätte. Es war anno dazumal also wie folgt:
Der Heinze hatte eine ebenso abergläubige Frau, wie der Müller vor ihm. Und jede Nacht, wenn die beiden sich zu Bette legten und das Nachtlicht ausgeblasen hatten, fing es in der Mühle an zu poltern und zu rumpeln. Eines Tages fing sogar das Mühlrad an zu mahlen. Das war dem Heinze dann doch zu bunt und so legte er sich todesmutig auf die Lauer. Und der wackere Heinze war gerade kurz vorm Einschlafen, als das Poltern und rumpeln wieder losging. Es kam ganz deutlich aus der Sackkammer. Todesmutig riß Heinze die Tür auf und fand seinen Müllergesellen auf seiner Magd. Die Sackkiste krachte bei jedem Schwung an die Wand, und so fand sich für das Poltern´eine allzu menschliche Erklärung. Zum einen freute sich der Müller über die Erkenntnis, keine Geistermühle gekauft zu haben, zum anderen hätte er die Magd selbst gern mal durch die Sackkammer gejagt. Und während er so in seine Gedanken versunken den Weg aus der Mühle zurück ins Wohnhaus suchte, begann plötzlich die Mühle von ganz allein zu mahlen. Wütend über seinen dämlichen Knecht stapfte der Müller zurück zur Sackkammer, um selbigen gehörig mit dem Sackriemen eins überzubraten. Die Kammer aber war leer, der Knecht hatte sich mit seinem Liebchen in den Garten verzogen, um weiter in den sieben Röcken der Magd den Frühling zu finden. Und als der Müller, außer sich vor Wut, die beiden aus dem Kammerfenster entdeckte, gruselte es ihm doch ganz gehörig, den Frantek, der Knecht, kanns ja nun nicht gewesen sein. Verwirrt und verärgert nahm er den Mahlriemen ab und der Mühlstein kam zum stehen. Und zu des Müllers Entsetzen saß auf dem Mühlstein ein kleiner, hässlicher Troll, der auch sofort das Greinen anfing und immer wieder sagte: Mehlchor will weiterfahren, muss drehen das Steinrad. Mein Steinrad.
So lernte also Müller Heinze den Mühlentroll Mehlchor kennen.
Und er hatte ein neues Problem: Wie kriege ich den Zwerg zur Ruhe? Die Antwort lag auf der Hand, oder besser gesagt in der Vorratskammer des Müllers. Den dort bunkerte Heinze literweise den wohlbekannten Mühlentroppen. Schließlich hatte er Schankrecht und seine Gäste können sich ja das Braunbier auf keinen Fall so trocken runterwürgen. Aus diesem Grunde wurde in der Buschmühle auch nicht jedes Korn zu Mehl, sondern manches Korn zu Korn. Versetzt mit ein paar Kräutern und einem Löffelchen Zucker war der Buschmühlentroppen der Geheimtipp. Und drehen tat der auch. Also holte Heinze eine Flasche und zwei Gläser und setzte sich mit Mehlchor an den Mahlstein. Und schon kurze Zeit später hörte der Troll mit dem Nörgeln auf und strahlte über beide Backen. "Mehlchor dreht, Stein steht." grunzte der Troll zufrieden. Und am nächsten Morgen fand der Müller ein Goldstückchen auf der Mühlenschwelle - und so wiederholte er die Prozedur mit dem Troppen von nun an jeden Abend, und freute sich über seinen spendablen Mühlentroll. Und für die Puschochsen im Dorf erfand er die oben erwähnte Geschichte. Und jetzt kommts. Der Heinze ist schon lange weg, mit Mehlchors Gold. Der Mühlentroll aber ist noch da und wacht über die Mühle. Tagsüber an der Brücke, nachts sitzt er auf dem alten Mahlstein.
Und ihr könnt ihn treffen. Wies geht, folgt jetzt.
Befragt einfach das Orakel von IPEDIAWIK und Beantwortet folgende Fragen.
1. Wann kaufte Müller Heinze die Mühle von dem abergläubigen Stojan?
Das war im Jahr ABCD.
2. Wann zog der letzte Heinze aus der Mühle aus?
E ist die letzte Zahl der Jahreszahl.
Und nun Mehlchors Formel:
N: 51° (D+A)(E-E).(C-B-A)(C-D)A
O: 14° (B-D-D)(E-D-A).BD(E-A)
Es muß nicht multipliziert oder dividiert werden.
Frisch ans Werk und findet den Mühlentroll. Aber sprecht ihn an, bevor ihr ihn weckt. Denn nur er weiß den Weg zum Rest von seinem Schatz!
Die Geschichte ist natürlich, zumindest zum Teil frei erfunden. Heinzes mögen mir verzeihen. Auf den Erstfinder wartet eine besondere FTU und Mehlchor liebt nicht nur drehen, sondern auch Fotos im Log. Natürlich ohne Spoilerei. Also dann. Happy Hunting.
Additional Hints
(Decrypt)
Npugr nhs qvr Qrgnvyf qre Trfpuvpugr!