Obwohl hier seit über einem halben Jahrhundert kein Borstenvieh mehr gesichtet werden konnte, hält sich die Bezeichnung für diesen Ort im Sprachgebrauch der ansässigen Eingeborenen hartnäckig: Schweineweide.
Selbst der benachbarte „Turn- und Sportverein Eintracht von 1904“ bestreitet seine Wettkämpfe zur Leibesertüchtigung nicht banal „auf dem Sportplatz“, sondern zelebriert Siege und Niederlagen „in der Schweineweide“.
Ich empfehle eine Suche an späten Sommernachmittagen, wenn sich das Sonnenlicht in den hohen Baumkronen bricht und die Mücken in den goldenen Strahlen tanzen. Dann hat dieser Ort schon etwas märchenhaftes, fast wie bei Lewis Caroll oder Kenneth Grahame.
Ihr bewegt euch übrigens definitiv auf öffentlichem Gelände, auch wenn eine Schranke versucht, Gegenteiliges zu suggerieren. Die Bereiche, die mit „Durchgang verboten“ gekennzeichnet sind, dürfen und müssen zum Finden des Verstecks nicht betreten werden. Und sollte die Anlage „in Betrieb“ sein, haltet ihr euch selbstverständlich völlig fern - dann jedoch macht das starke Muggel-Aufkommen eine ungestörte Suche ohnehin absolut unmöglich...
Der Behälter ist kleiner als eine Fotodose, aber deutlich größer als diese „Super-Mini-Mist-Wie-Kriege-Ich-Das-Logbuch-Hier-Wieder-Rein“-Knöpfe. Ihr benötigt keinerlei Werkzeug oder Steighilfen und absolut keine Gewalt - jedoch vielleicht etwas Geschick beim Zurücklegen.
Und schließlich: Ein besonderer Dank geht an den Kollegen „Schlag13“, ohne dessen Entgegenkommen dieser Tradi nicht hätte realisiert werden können.
Und nun viel Vergnügen in der Schweineweide!