Engelberger Lost Place 2 - Brunni-Bahn
Am 10. Mai 1938 befasste man sich erstmals mit der Erschliessung des oberhalb von Engelberg gelegenen Brunnigebiets mit einer Bahn. Damals sprach man noch von einer “Engelberg-Ruckhubel-Bahn”. Eine 12-Personen-Luftseilbahn sollte in zwei Sektionen mit jeweils 618 bzw. 546 Meter Höhendifferenz zur Rugghubelhütte auf 2‘295 Meter über Meer führen.
Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1939 verunmöglichte allerdings, die finanziellen Mittel für den Bau dieser Bahn aufzubringen. Man dachte deshalb an eine günstigere Vier-Personen-Bahn, welche CHF 54‘000.-- gekostet hätte. Vor allem aus politischen Gründen liess sich dieses Projekt aber ebenfalls nicht verwirklichen. Die Bahn ins Brunnigebiet geriet aber trotzdem nicht in Vergessenheit.
Nach dem Kriegsende wurden die Planungen am 2. November 1946 wieder aufgenommen. Man entschloss sich, die Talstation in Dorfnähe zu platzieren. Auf Widerstand stiess man trotzdem. Schlussendlich entschied man sich, die Talstation im Hinterdorf zu platzieren. Die Konzession für die Bahn wurde am 9. November 1950 erteilt. Und so fand am 29. März 1951 die Gründungsversammlung statt. Bereits gut einen Monat später begann der Bau der Transportbahn. Nach neun Monaten Bauzeit konnte die Bahn am 23. Februar 1952 den Betrieb aufnehmen. Erstellt wurde die Bahn von der Firma Küpfer aus Steffisburg (BE). Die Gesamtkosten betrugen CHF 686‘000.--.
Bereits in den ersten sechs Betriebstagen wurden über 3‘000 Personen mit der Bahn befördert. In den ersten acht Betriebsjahren stieg der Besucherstrom so weit an, dass die Bahn vergrössert werden musste. So wurde die gesamte Anlage im Jahr 1960 umgebaut. Die zwei neuen Kabinen hatten ein Fassungsvermögen von je 40 Personen. Deshalb und auch wegen den grösseren Abspannvorrichtungen mussten auch die Tal- und Bergstation umgebaut werden. Am 27. August 1960 nahm die neue Bahn dann den Betrieb auf. 1966 war mit 377‘134 beförderten Fahrgästen das Rekordjahr der damaligen Bahn. 1983 war eine umfassende Revision der Bahn fällig. Die beiden Kabinen erhielten einen leuchtend roten Anstrich.
Allerdings bereits in den Jahren 1989 und 1990 wurde die ganze Bahn vollständig erneuert. Die Steuerung und der Antrieb wurden modernisiert und die Stützen erhöht. Auch ein neues Zugseil wurde eingezogen sowie zwei neue, 45-plätzige Kabinen montiert. 1996 wurde dann noch die Talstation umgebaut. Der Eingangsbereich wurde neu konzipiert und die gesamte Anlage rollstuhlgängig gemacht.
Im Sommer 2008 wurde auf neuer Strecke eine neue Bahn gebaut. Die alte Bahn wurde während der Bauzeit weiter betrieben. Die neue Talstation steht etwas ausserhalb des Dorfzentrums in der Nähe des Klosters. Dies ermöglicht den Fahrgästen einen einfacheren und deutlich bequemeren Zugang. Nach Inbetriebnahme der neuen Bahn wurden die alten Anlagen abgebrochen. Das Gelände der ehemaligen Talstation wurde zu einem „Lost Place“, nun mit Geocache. Was hier sonst noch wann entsteht, wird sich zeigen.
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English version
On the 23rd of February 1952, the first cable car to Brunni could start operations. The cabins had a capacity of 12 persons each. In 1960, the whole construction was rebuilt. The two new cabins had a capacity of 40 persons each. In 1983, a whole revision of the cable car was required. The two cabins got a bright red paint. Already in the years 1989 and 1990, the whole cable car was completely renovated. There were placed two new cabins with 45 places each.
In 2008, a new cable car was built on a different distance. The new valley station lays a bit out of town, close to the monastery. After starting the new cable car, the old one was broken. The area of the former valley station became a "Lost Place", now with a geocache. What Engelberg is going to build here? We will see.
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