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Alles wird sichtbar. Traditional Cache

This cache has been archived.

Anhalto: Leider wurde auf meine Reviewer-Note / mein disable-Log bislang nicht geantwortet. Deshalb erfolgte heute die Archivierung dieses Cachelistings. Sollten sich neue Aspekte ergeben nimm bitte Verbindung mit mir auf, die Archivierung lässt sich innerhalb von drei Monaten wieder rückgängig machen.

Viele Grüße,
Anhalto - Volunteer Reviewer in Deutschland/Germany

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Hidden : 6/30/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Unter dem Decknamen "Technik V" entwickelte der Operativ-Technische Sektor (OTS) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) im Jahre 1974 eine Röntgenbildmethode zur Aufdeckung von Personenschleusungen in Fahrzeugen.

So unscheinbar diese Einrichtung vor Ort auch ist an dem sich der Cache befindet, so prägnant ist seine Bedeutung in der Charakterisierung des DDR-Regimes. Der Cache verbirgt sich auf historischem Gelände.

Als im Sommer 1945 die innerdeutsche Grenze entstand, richteten die alliierten Siegermächte den Grenzübergang Helmstedt-Marienborn ein. Die DDR baute die Grenzübergangsstelle (GÜSt) Anfang der 1970er Jahre zu einer Festung an der Transitstrecke zwischen der Bundesrepublik und West-Berlin aus. Zuletzt versahen auf dem mit 35 Hektar größten europäischen Grenzübergang 1000 DDR-Grenzsoldaten, Zöllner, Stasimitarbeiter und Zivilangestellte ihren Dienst. Sie fertigten von 1984 bis 1989 rund 10,5 Millionen Personenwagen und Motorräder, 4,9 Millionen Lastwagen und 140.000 Busse ab - zusammen 34,6 Millionen Reisende. Die meisten Ostdeutschen bekamen den Übergang erst nach Maueröffnung zu sehen. Mit der Wirtschafts- und Währungsunion zum 1. Juli 1990 verlor die GÜSt endgültig ihre Funktion.

Auf dem Gebiet der GÜSt errichtete das Land Sachsen-Anhalt die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn. Kernstück der Gedenkstätte ist das Dienstgebäude, in dem früher die zur Stasi gehörende "Passkontrolleinheit" saß. Heute befindet sich hier ein Dokumentationszentrum. In der Dauerausstellung geht es um Ursachen für die deutsche Teilung, um die Ausbildung der DDR-Grenzsoldaten, Fluchtversuche, den systematischen Ausbau und schließlich Abbau von Mauer und Stacheldraht.

Alle Abfertigungsgebäude wurden größer als nötig gebaut, um die Reisenden einzuschüchtern, die Stasi nannte das „Operative Psychologie“. Als Blickfang gilt ein graues, überdachtes Terminal mit Kontrollhäuschen, in denen Stasi-Mitarbeiter jeden Pass fotografierten und registrierten. Erneuert wurde auch ein 60 Meter langes Transportband aus Gummi, auf dem die Pässe zur eigentlichen Kontrolle befördert wurden. Erhalten ist auch eine Kontrollbox, in der der DDR-Zoll westdeutsche Fahrzeuge bei der Ausreise nach verbotenen Waren oder versteckten DDR-Flüchtlingen durchsuchte, selbst Särge wurden geöffnet. Vom „Führungsturm" aus hatten die Verantwortlichen des Bollwerks einen Überblick über das Areal.

Wikipedia / Marienborn

Der Cache versteckt sich an einem der Objekte, das sich heute nicht mehr an seinem ursprünglichen Platz befindet. So unscheinbar diese Einrichtung vor Ort auch ist, so prägnant ist seine Bedeutung in der Charakterisierung des DDR-Regimes, denn bei ihren scharfen Kontrollen suchten die DDR-Grenzbeamten am Übergang Marienborn-Helmstedt sogar mit Röntgenstrahlen nach versteckten Personen. Nicht einmal der stellvertretende Kommandeur wusste vom Einsatz dieser Technik. Als Art Kontrollbrücke über die Autobahn montiert, blieb der Container mit den Geräten stets unscheinbar. Nur ganz wenige Mitglieder der Grenztruppen wussten von den Durchleuchtungen und noch immer ist der graue Container für Besucher so unscheinbar, dass viele vorbeilaufen, ohne ihn zu beachten.

Der Standort des Nanocache befindet sich heute unauffällig auf der Ost-Seite des Dienstgebäudes am ehemaligen Grenzübergang Helmstedt-Marienborn, an einem der perfidesten Instrumente des DDR-Regimes, um Menschen an ihrer Flucht in die Bundesrepublik zu hindern.

Der Cache wurde mit Genehmigung auf dem Gelände der Gedenkstätte platziert.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr

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