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Coburger Vogelschiessen Traditional Cache

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Hidden : 8/6/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Jedes Jahr, von Ende Juli bis Anfang August findet auf dem Ketschenanger in Coburg das Coburger Vogelschiessen statt.



1599 erließ Herzog Johann Casimir eine eigene Schützenordnung, die das jährliche Abhalten des Schützenfestes in insgesamt 26 Punkten regelte. Der originellste Passus dieser Verordnung besagt abschließend:
"Welcher nach Inhalt dieser verfassten Ordnung der jährlichen Schützengesellschaft beiwohnen und den Vogel abschießen wird, derselbe soll von solcher Zeit an ein ganz Jahr über alle Beschwerungen und Auflagen, damit sonsten unsere Untertanen belegt, als: Wache, Frohn, Beth, Land- und Tranksteuer befreit und entnommen sein, jedoch dermaßen und Gestalt, sich solcher Befreiung ohne Gefährde zu erfreuen und nicht zu mißbrauchen. Welches wir also hinfürder jedes Jahr zur Abschießung des Vogels der Schützengesellschaft gnädiglich verleihen und gönnen. Lassen Ihnen auch zu, daß Sie zu jährlicher Kurzweil gebührliche Spiele um Zinn und anderes auf ihren Verlag, gemeiner Gesellschaft zum Besten, dabei anstellen und üben mögen. Vorbehaltlich diese Ordnung zu mehren, mindern oder gar abzutun, gegeben und eröffnet am andern Pfingsttag anno 1599 (das war 28. Mai alten Stils)."
Dies bedeutete die weitgehende Befreiung des Schützenkönigs von allen Abgaben, öffentlichen Verpflichtungen und Steuern. Da dies jedoch in den folgenden Jahren zu erheblichen Mißbräuchen  ("allzu starken Wein- und Bierzapfens“) führte, hob Herzog Johann Casimir im Jahre 1623 die "berührte Schützenfreiheit aus sonderbar bedenklichen Ursachen" wieder auf.

Bei dem ab 1600 in Coburg nun verstärkten Schützenbetrieb wurde das Schießhaus am Anger den Anforderungen nicht mehr gerecht.
Herzog Johann Casimir ließ auf dem Gelände des heutigen Landestheaters am Schlossplatz ein neues Schützenhaus, die Stahlhütte errichten. 1606 wurde dieses Haus mit einem prunkvollen Stahlschließen eingeweiht.
Das Schießen begann am 1. Oktober und dauerte eine Woche. Den Abschluss bildete ein Schützenumzug.

Aus den nun folgenden Schießen ragen das sogenannte "Coburger Prunkschießen" von 1614 und das Schießen von 1628 besonders heraus. Letzteres da 1624 eine "Erneuerte Ordnung des jährlichen angestellten Vogelschießens allhierzu Coburg" erschienen war. Sie enthält in 25 Artikeln genaue Maßregeln und auf deren Verletzung gesetzte Strafen.


Vogelschiessen auf dem Schlossplatz 1620

Bis zum Jahr 1637 (Pestepedemie) wurde das Schützenfest weiterhin jährlich abgehalten, nachher stellte man dies jedoch ein. Die Stahlhütte wurde zum Wirtshaus, die Schützengesellschaft bestand jedoch weiter.

Nach dem 30-jährigen Krieg fand das erste größere Schützenfest 1682 statt. Als Waffe wurde dabei nur die Büchse verwendet. 1690 gab Herzog Albrecht ein weiteres Büchsenschießen.

1702 richtete die inzwischen wieder an Zahl gewachsene Schützengesellschaft an Herzog Ernst die Bitte für Zuschüsse für den Bau eines neuen Schützenhauses. Erst 1714 wurde das Schützenhaus "an dem Platz, da das vorige gestanden", auf dem Anger, errichtet.

Zur Einweihung 1715 stiftete die Stadt Coburg eine Fahne. Diese Fahne wurde 1858 restauriert und befindet sich mit Ausnahme der Schützenfest Woche noch heute im Rathaus der Stadt Coburg.

In den folgenden Jahren fanden wieder häufiger Bürgerschießen statt. Über das Jahr 1719 wird berichtet, dass die Coburger sich einen Spaß daraus machten die Kronacher Abordnung betrunken zu machen.

In der Zeit bis Ende des 18. Jahrhunderts bürgerte sich auch bei uns der Brauch des Schützenkönigs ein. Das äußere Zeichen seiner Würde war die Königskette. Diese wurde zwischen 1740 und 1760 der Schützengesellschaft von Herzog Franz Josias gestiftet.


Vogelschiessen auf dem Schlossplatz um 1790

Am 7. Oktober 1800 legte Prinz Friedrich Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld sein Schützenmeisteramt nieder. Der damalige Erbprinz Ernst, später Herzog Ernst I., wurde zum neuen Schützenmeister gewählt.

In den folgenden Jahren ließen die Coburger Schützen kein freudiges oder trauriges Ereignis aus, ohne sich in würdiger Form daran zu beteiligen.

Auch 1820 wie alle folgenden Jahre fand ein Schützenfest statt, dass nun endgültig zu einem Volksfest aus gewachsen war.

Um dem immer mehr anwachsenden Schießbetrieb gerecht zu werden, wurde das Schützenhaus am Anger durch mehrere Anbauten des öfteren erweitert. Bei einem der Feste nach 1840 war der Übermut der Schützen so groß, dass Sie nachts große Böller abfeuerten. Zur Strafe entzog man den Schützen für sechs Monate den Schlüssel zum Schießhaus.

Im Jahr 1844 trat Herzog Ernst II. die Regierung an, in deren Zeit Coburg zu einem Zentrum der Erneuerung und Einigung des deutschen Volkes wurde (Turner – Sänger - Schützen).

Auch die Schützen gaben sich im Revolutionsjahr 1848 neue Statuten, die dem neuen Geist entsprachen. Dieses Vereinsgesetz wurde von Herzog Ernst II. gutgeheißen.

1861 wurde in Gotha, der mit Coburg eng verbundenen Stadt des Coburger Staates das erste deutsche Schützenfest mit Gründung des Deutschen Schützen Bundes unter dem Ehrenpräsidium von Herzog Ernst II. abgehalten.

1903 wurde die neue Schließanlage und 1904 das Gesellschaftshaus auf dem von der Schützengesellschaft Coburg neu erworbenen Grundstück im Weichengereuth eingeweiht. Dies war zwingend notwendig gewesen, da die alte Schließanlage den Anforderungen lange nicht mehr genügt hatte. Im  Jahren 1907 wurde der mit dem Stadtrat abgeschlossene Vertrag über die Nutzung des Angers zum Vogelschießen erneuert.

Nach dem Anschluss des Coburger Landes an Bayern 1920 trat die Schützengesellschaft Coburg dem oberfränkischen Schützenbund bei.
Trotz der veränderten staatlichen Verhältnisse blieb die enge  Verbundenheit der Coburger Schützen mit ihrem Herzogshaus bestehen. Herzog Carl Eduard war und blieb Ehrenprotektor der Gesellschaft.

Am 28.10.1948 fand sich die Schützengesellschaft Coburg zum ersten Mal nach dem Krieg wieder zu einer Mitgliederversammlung zusammen. Noch lange nach dem Krieg war den Schützen durch die Alliierten verboten worden den Schießbetrieb wieder aufzunehmen.

Dann war nur der Besitz von Armbrüsten erlaubt. Erst 1951 fiel auch diese Beschränkung.

Das Vogelschießen fand dann wieder jährlich auf dem Anger statt.


Vogelschiessen auf dem Anger Anfang 1970


Vogelschiessen auf dem Anger 2011

Der Cache ist also zu Zeiten von Veranstaltungen auf dem Anger, z.B. beim Coburger Vogelschiessen, gar nicht so einfach zu heben!

Achtet also besonders auf Muggels...

Wer den Cache zur dunklen Tageszeit hebt, kann gegenüber ein sehr schönes Lichtspiel erleben...

ACHTUNG: Bitte die Dose wieder "festklemmen" (wie vorgefunden), damit sie nicht herunter fällt!!!

Additional Hints (Decrypt)

Urora trug ahe mh Mjrvg, bqre zvg Uvysfzvggry...

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)