Am Beginn des Tagebuchs heißt es:
"Das Kollektiv der Schicht Neuberger [Name geändert] verpflichtet sich, anläßlich des 30. Jahrestages unserer Republik den Kampf um den Ehrentitel 'Kollektiv der sozialistischen Arbeit' zu führen, die Beschlüsse des Politbüros der SED, des 9. FDGB-Kongresses sowie des Ministerrates der DDR als Richtschnur für die Erfüllung der gestellten Planaufgaben zu nehmen und nach der Lösung 'Aus jeder Mark, jeder Stunde Arbeitszeit und jedem Gramm Material - einen größeren Nutzeffekt' zu erzielen.
Wir wollen den sozialistischen Wettbewerb so zielgerichtet führen, um zum 30. Jahrestag der DDR mit hohen Ergebnissen auf allen Ebenen abzurechnen.
Wir wollen mit dieser Verpflichtung unsere Verbundenheit mit unserer sozialistischen DDR zum Ausdruck bringen."
Am 26. März 1975 lautet ein handschriftlicher Eintrag:
"Zur Unterstützung der um ihre Freiheit kämpfenden Völker wurde von der Brigade, bei Zahlung der Jahresendprämie, ein Betrag von 92 Mark erbracht."
Die Halbjahresbilanz 1978 lautete:
"Presse: Soll 2794000 Ist 2747000 -320T.
Setzen: Soll 2794000 Ist 2718000 -76T.
Arbeitstage: 127
Ausfälle Presse:
185 Std. an Reparaturen
118 " keine Masse
84 " keine Latten bzw. Kammer voll
54 " nicht gepresst
_________
441 "
Ausfälle Setzen:
86 Std. an Rep.
31 " keine tr. Steine
79 " " Fr.Ofenwagen
26 " nicht gesetzt
14 " Verladung
_________
236 "
8 Sonderschichten wurden geleistet
Auf Urlaub fielen 38 Tg
Auf Krankheit " 69 Tg
Kollege Weickert [Name geändert] leistete sich 2FU
Bis zum Tag der Republik den Rückstand aufzuholen, verpflichten sich die Kollegen."