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Dunkle Geheimnisse: Das Blutbad von Södel Traditional Cache

This cache has been archived.

GC-Knecht: Hallo Owner,

da ich bislang keine Rückmeldung auf meine Reviewer-Notiz bekommen habe, bzw. auf diese bisher nicht reagiert wurde und/oder scheinbar (zeitnahe) nichts am Cache geändert wurde, erfolgt jetzt die Archivierung des Caches.

Dies kann innerhalb von 3 Monaten rückgängig gemacht werden, wenn keine Gründe dagegen sprechen und der Cache den aktuellen Guidelines entspricht.

Bitte entferne auch den eventuell angefallenen GeoMüll (z.B. Cachedose, Zwischenstationen von Multis)

Grüße vom Main.

[b]Jörg / GC-Knecht [/b] (Volunteer Geocaching.com Reviewer)

Die Info-Seiten der deutschsprachigen Reviewer: http://www.gc-reviewer.de

[b][red]Bitte gib [u]immer[/u] den Wegpunkt (GCxxxx) deines Caches und einen Cacher-Name an [/red] [/b]und sende den bisherigen Mail-Verlauf hierzu mit.

[brown]ACHTUNG: Benutze bitte nicht die "Antworten" Funktion deines Mailprogrammes, um auf diese Nachricht zu reagieren! Bitte schreibe mir eine eMail).[/brown]

gc.com Messaging: http://www.geocaching.com/email/?u=gc-knecht

Oder schreib mir direkt: gcknecht @ googlemail.com

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Hidden : 7/21/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Das Blutbad von Södel - Ein Revolutionsdrama in der Wetterau
Ausgehend von der Julirevolution in Frankreich im Jahre 1830 kam es in den deutschen Kleinstaaten und Provinzen ebenfalls zu Aufständen gegen den Adel und der feudalen Obrigkeit. Herrschaftliche Steuerprivilegien und Polizeiwillkür gegen demokratische und nationale Bewegungen wie die bäuerliche Verelendung in Oberhessen schürten den Zorn. Auch in der Wetterau kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, die in Södel am 1. Oktober 1830 ihren blutigen Höhepunkt gefunden hatten und Eingang in die 1834 gedruckte Flugschrift "Der Hessische Landbote" von Georg Büchner und Ludwig Weidig fand.
Was war geschehen? Durch hohe Steuerabgaben und Missernten in den existenziellen Ruin getrieben, zogen rund 2000 verarmte Bauern und mittellose Landarbeiter, Mägde und Knechte von Hanau kommend über Büdingen in die Wetterau, plünderten adelige Güter aus, brannten deren Anwesen wie Zollhäuser, Ämter und Polizeistationen nieder, vernichteten Akten und Grundbücher. Büdingen fiel in die Hände der Aufständischen, die sich das "Schwarze Corps" nannten. Die überraschte Obrigkeit konnte dieser Revolte, die aufgrund der Missernten im Sommer 1830 und der Hungersnot auch als "Kartoffelkrieg" in der lokalen Geschichtsschreibung ihren Namen erhielt, zunächst nichts entgegensetzen.
Ein Teil dieser wild zusammengewürfelten Bauernarmee zog in den Vogelsberg, verwüstete dort die Ortschaften Ortenberg und Nidda, andere zogen weiter in die Wetterau, nach Bingenheim und Bisses sowie nach Södel und Melbach. In Södel waren die Aufständischen, die sich bei ihrem Zug in die Wetterau auch an den Schnapsbeständen kräftig bereichert hatten, jedoch nicht besonders willkommen. Die Södeler waren eher ihrer Obrigkeit treu ergeben. Man stellte sich ihnen mutig entgegen und versuchte den brandschatzenden und marodierenden Bauern Einhalt zu gebieten. Es kam zu heftigen, blutigen Auseinandersetzungen, die die Södeler jedoch für sich entschieden und die Aufständischen mit Dreschflegeln, Mistgabeln, Sensen und Knüppeln sowie Gewehrsalven des Försters vertrieben hatten.
Doch die Freude über diesen Sieg war nur von kurzer Dauer. Von Butzbach heraus preschte ein Trupp Reitersoldaten des Darmstädter Großherzoges heran, die nunmehr die Södeler selbst für die Aufständischen hielten, und ohne Unterschiede zu machen, unter Beschuss nahmen. Sahen die Södeler anfangs in den großherzoglichen Reitern ihre Retter, so wurden sie kurzerhand nun selbst Opfer der Tyrannei und obrigkeitsstaatlicher Willkür. Man ritt und kartätschte die Södeler nieder und richtete ein Blutbad an. Zahlreiche Schwerverwundete durch Schüsse und Säbelhiebe und eingeschlagene Schädel durch Gewehrkolben sowie Tote hatten die Södeler nunmehr zu beklagen. Die Reiterei des Großherzoges wurde indessen nie für ihre Gräueltaten belangt.

Dieser Cache ist Teil der Serie "Dunkle Geheimnisse", in der auf Orte in der Wetterau hingewiesen wird, die irgendein "Geheimnis" in sich tragen. Es wird zu der Serie auch Bonus-Caches geben, von daher notiert euch schon einmal die Bonuszahl aus dem Logbuch.

Bitte nehmt Rücksicht auf die Umwelt: Verzichtet möglichst auf das Auto und geht beim Finden des Caches sorgsam mit Pflanzen und Tieren der Umgebung um.

Erstausstattung:
 - Goldmedaille für FTF
 - Logbuch und Stift

Additional Hints (Decrypt)

Hagra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)