Hochwasser und der Rappenbach
Zahlreiche Überschwemmungen haben zur Erkenntnis geführt, dass Schänis ein Hochwasserproblem hat. Der nahe Krüppelbach, jedoch auch der Mühlebach, Hofbach und der Rappenbach konnten die angefallenen Wassermassen mehrfach nicht fassen. Im Jahr 2000, 2005 und 2006 wurde den Schännern, nachdem grosse Gebiete überflutet wurden und grosser Sachschaden entstand, erneut klar, dass in Sachen Hochwasserschutz noch viel zu tun sei. In der Urnenabstimmung vom Juni 2007 wurden daher die Entscheide gefällt dieses Problem anzugehen und ein Bachsanierungskonzept wurde in Auftrag gegeben.
Die betroffenen Bäche entspringen an der Westflanke der vorderen Federispitze am Schännerberg. Am Hang finden sich einige tiefere Bachrinnen, dazwischen jedoch grosse Hangflächen ohne klar erkennbares Entwässerungsnetz. Das Wasser fliesst im unteren Hangbereich ungerichtet in den Hangschutt. Die Bäche transportieren grössere Geschiebemengen ins Tal. Da das Gefälle in den Siedlungsgebieten abrupt abnimmt können sich Gerinneauflandungen bilden und die Bäche können ausbrechen.
Anhand der Ereignisspuren des Hochwasserereignisses von 2005 konnten die Anforderungen bezüglich Kapazitäten des Wasser- und Geschiebetransports abgeschätzt und für die Bachsanierung geplant werden. In Siedlungsgebieten wird gefordert dass die Gewässerausbauten ein 100-jährliches Hochwasser (HQ100) verkraften müssen.
Für den Rappenbach bedeutete dies, dass der bestehende Geschiebesammler “Ledigasse” mit der Sanierung leicht nach oben verschoben und vergrössert werden sollte – auch um das Geschiebe des Mühlebachs aufnehmen zu können, dessen eigener Geschiebesammler vor der Eindolung des Chastlis aufgehoben wurde. Zudem sollten auch ökologische Aspekte berüchsichtig werden. Der früher teils offene, teils geschlossene Verlauf in einem künstlichen Kanal sollte durch einen offenen und naturnahen Verlauf mit mehr Raum ersetzt werden.
Die Umsetzung – ein neues Quartier entsteht
Durch den Kauf des betroffenen Landes am Rappenbach von der Erbengemeinschaft Hager konnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Einerseits konnte das Land in der Bauzone erschlossen werden, andererseits konnte die Bachsanierung zum Hochwasserschutz für Schänis rasch realisiert werden.
Für die Erschliessung des Landes wurden mehrere Varianten ausgearbeitet. Rasch fanden sich Käufer für die verschiedenen Parzellen und das Steine-Quartier mit der zuführenden Rappenbachstrasse entstand bald darauf.
Quelle sämtlicher obengenannter Informationen ist das “Gutachten zur Urnenabstimmung vom 17. Juni 2007” der Gemeinde Schänis
Vorher: So sah das Quartier vor Beginn der Bauarbeiten aus - der Bach verläuft noch entlang der Chastlistrasse in einem engen Betonkanal.

Aktuell: Der Geschiebesammler Ledigasse wurde deutlich vergrössert und der zuführende Bach renaturiert.

Aktuell: Der Rappenbach verläuft nun offen und renaturiert parallel zur Chastlistrasse.

Der Cache
Der Cache befindet sich in der Nähe des neuen Verlaufs des Rappenbaches. Vom Cache lässt sich der offene, natürlich gestaltete Verlauf des Bachs bewundern. Links und Rechts sind zahlreiche farbenfrohe Einfamilienhäuser entstanden.
Wichtig: Die umliegenden Anwohner wissen allesamt vom Cache und schauen gerne zu wenn dieser gehoben wird!
Um den Rappenbach-Cache bergen zu können muss kein Privatgrundstück betreten werden, keine Kletterpartie in Angriff genommen werden und keine Badehose eingepackt werden. Bitte beachtet das die neue Flora noch Zeit braucht um sich in ihrer neuen Umgebung festzuwachsen und bleibt daher auf den Fusswegen und Strassen. Sowohl am Tag- als auch in der Nacht kann dieser Cache in Angriff genommen werden. Und: Auch wenn’s so aussieht: Der Schraubenzieher kann getrost im Werkzeugkoffer zuhause bleiben.
Bitte beachte, dass das Quartier noch sehr neu ist und das Kartenmaterial von Google oder OSM sich noch nicht komplett diesen neuen Bedingungen anpassen konnte - die Koordinaten stimmen selbstverständlich so wie sie hier stehen.