Dieser Multi-Cache erinnert an
Eberhard Rees (*28. April 1908 in Trossingen, Württemberg; † 2. April 1998 in DeLand, Florida)
und startet an der Gedenktafel gegenüber dessen Geburtshaus.
Eberhard Rees war ein deutsch-amerikanischer Raketenspezialist.
Abitur und Studium absolvierte er in Stuttgart und er wurde 1940 nach einigen Jahren in Leipzig Stellvertreter Wernher von Brauns in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde, wo er für Management, Einsatzstrategie, technische Fragen und Fertigung der Versuchsraketen zuständig war.
Bei Kriegsende wurde Rees wie viele andere deutsche Wissenschaftler von den Amerikanern gefangen genommen und wechselte dann in die USA. Dort gehörte er weiterhin zu der Gruppe von Spezialisten um Wernher von Braun.
Als rechte Hand von Brauns war Rees dort über viele Jahre verantwortlich für die technische und organisatorische Umsetzung diverser bedeutender Raketen- und Raumfahrtprojekte:
- 1956–1960 war Rees stellvertretender Direktor der Army Ballistic Missile Agency. Mit den dort entwickelten Jupiter- und Redstone-Raketen gelangten der erste US-amerikanische Satellit Explorer 1 sowie der erste US-amerikanische Raumfahrer ins All.
- 1960 erfolgte die Versetzung Rees' zum neu eingeweihten Marshall Space Flight Center der Raumfahrtbehörde NASA in Huntsville.
- Rees trug als Apollo Special Task Team Director wesentlich zur Apollo-Mondlandung 1969 sowie der Entwicklung der Saturn-V-Raketen bei.
- Rees wichtigster Verdienst war die Aufklärung der Gründe des Apollo 1-Unglücks 1967 und die anschließende Verbesserung der Apollo-Kapsel sowie sämtlicher Sicherheitssysteme.
- Ab Apollo 13 im Jahr 1970 war Rees alleine verantwortlich für die Saturnraketen für alle weiteren Mondmissionen.
- Nach dem Ausscheiden von Brauns war Rees von 1970 bis zu seiner Pensionierung 1973 Direktor des Marshall Space Flight Centers.
- Trotz des von Präsident Richard Nixon reduzierten Weltraumprogramms der NASA, weitete Rees das Programm des MSFC aus. Er initiierte u. a. die High Energy Astrophysical Observatories (HEAO) und das Weltraumteleskop, später Hubble-Weltraumteleskop, die Triebwerke des noch heute fliegenden Space Shuttle, die erste Raumstation der Amerikaner Skylab, das Mondauto LRV und den Umbau der bis dato bekannten Raketenschmiede Huntsville zum Wissenschaftszentrum.
Nach seiner Pensionierung nahm Rees Beratungsaufgaben bei Friedr. Krupp in Essen und ERNO Raumfahrttechnik in Bremen wahr.
Quelle: Wikipedia
- Hier an der Gedenktafel gegenüber vom Geburtshaus von Eberhard Rees befindet sich für diesen Multicache die „Raketenbasis“.
- Von hier starten zwei „Testraketen“ auf kurze „Flüge“, um die Koordinaten für den Mondflug zu bestimmen.
- Dann geht der Flug etwas weiter, bis zum „Mond“. (Das Zielgebiet sieht zumindest fast so aus.)