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Bodenschatzkästchen EarthCache

Hidden : 8/28/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Dieser Cache führt Dich im Uhrzeigersinn rund um den Turracher See. Die reine Gehzeit beträgt 30 Minuten.

Die kärntnerisch-steirische Grenzlandschaft der Turracher Höhe birgt in ihrem Schoß wertvolle Bodenschätze, die man in der Vergangenheit auch der industriellen Verwertung zugeführt hat. Die Gegend rund um den Turracher See ist daher eine bedeutende Mineraliensammlung in natura.

Altpaläozoische Eisenhutschiefer

Zur Zeit der Entstehung dieses Gesteins vor 490 Millionen Jahren lag unsere Kontinentalscholle weit südlich des Äquators. Diese typischen grünlichgrauen Eisenhutschiefer entstanden im Meer aus Schlamm und Sandablagerungen mit Ascheneinstreuungen von Inselvulkanen. Seither haben sich das Aussehen und der Inhalt dieser Ablagerungen durch mehrere gebirgsbildende Vorgänge wiederholt verändert.

Bei Stage 1 sieht man an einer im Zuge des Straßenbaus geschaffenen Abbruchstelle diesen regionstypischen Eisenhutschiefer.

Frage 1: Schätze die Höhe der hier freigelegten Eisenhutschieferwand (1 - 5 Meter, 5 - 10 Meter, mehr als 10 Meter?).

Anthrazitkohle

Auf der Turracher Höhe befindet sich zwischen Turracher See und Schwarzsee eine Anthrazitlagerstätte mit der geologisch ältesten Kohle unseres Kontinents. Diese Kohle wurde im Turracher Hochofen (siehe dazu den Cache Turracher Eisen) als Zusatzfeuerung verwendet, um die Wärmekalorien zu erhöhen.

Bei Stage 2, einer Weggabelung, führt links der Weg in wenigen Minuten zur ehemaligen Abbaustätte, wo sich ein empfehlenswerter Earthcache zum Thema befindet. Nach rund 100 Metern ist bei der Talstation eines Schlepplifts der weitere Wegverlauf markiert (rot-weißes „T“). Der Besuch dieser Stätte ist für diesen Cache optional - bei der Beantwortung der Frage hilft DuckDuckGo.

Frage 2: Warum genießt Anthrazitkohle eine hohe Wertschätzung als Brennstoff?

Quarzkonglomerate

Stage 3 ist der Abschnitt vom Hotel Jägerwirt bis zur Weggabelung kurz vor Stage 4. Vom Uferweg aus sind auf der gesamten Hangseite mächtige Felsen bzw. Blöcke von Quarzkonglomeraten zu sehen. Dieses feinkörnige Schichtgestein aus Quarz, Kieselschiefer, Tonschiefer und Feldspat ist auch als Grauwackengestein bekannt und etwa 300 Millionen Jahre alt. Er erwies sich als besonders hart und feuerfest und wurde vornehmlich für Bodensteine im Hochofenbau benützt.

Auf der Turrach wurden auch Mühlsteine für die Bauernmühlen der umliegenden Täler erzeugt. Heutzutage dienen Grauwackensteine beispielsweise für die Herstellung von Pflastersteinen.

Wo heute das Hotel Jägerwirt steht, befand sich einst eine Steinmetzhütte, wo die Boden- und Mühlsteine in Form gebracht wurden. Auch eine Schmiede befand sich hier, in der die stumpf gewordenen Meißel geschärft worden sind.

Frage 3: Auf Deinem Weg zur Stage 4 wird wiederholt sichtbar, dass man bereits zu früheren Zeiten diese natürliche Ressource als Baustoff zu schätzen wusste. Neben Fundamenten, Mauern, Stufen oder Böschungsbefestigungen kommst Du auch an einem Haus vorbei, dessen Eingangsbereich mit dem Gestein der Umgebung gestaltet wurde. Finde das Haus und notiere die Hausnummer. (Hinweis: Bei Unsicherheiten gibt es unten ein Spoilerbild.)

Der Turracher See

Hier bei Stage 4, in der südöstlichen Ecke, erreicht der Turracher See mit 33 Metern seine größte Tiefe. Der See ist aufgrund seiner Höhenlage auf 1.763 m sechs Monate im Jahr eisbedeckt (die Höhenangabe auf der Infotafel ist falsch). Im Sommer beträgt seine Temperatur nur selten mehr als 17 Grad.

Entstanden ist der See im Zuge der letzten Kaltzeit (dem Würmglazial, im Volksmund auch 'Eiszeit' genannt), wo sich der Murtalgletscher von heute steirischer Seite Richtung Süden ausdehnte, und dabei den Untergrund auf der Passhöhe ausschürfte.

Frage 4: Als Kind der letzten Kaltzeit ist der See somit wieviele Jahre alt? (DuckDuckGo)

Die Welt der edlen Steine

Etwas oberhalb des Hotels Hochschober befindet sich das Haus der Minerale. Hier bei Stage 5 kann eine der schönsten Sammlungen von tausenden Mineralien aus aller Welt besichtigt werden. Schon vor den Gebäuden sind außerordentlich große und schöne Mineralstufen zu sehen - Amethyst-Geoden, Riesen-Quarzkristalle, aber auch verkieselte, bunt schillernde, fossile Baumstämme aus Arizona sowie abstrakt wirkende, durch die Wirkung des Wassers ausgeschliffene Gesteine, die wie moderne Plastiken wirken.

Der Besuch des Museums ist für die Beantwortung der Frage nicht notwendig, ungeachtet dessen jedoch empfehlenswert.

Frage 5: Auf dem Freigelände ist ein Fundstück aus dem Turracher Nockgebiet zu sehen. Wie lautet sein Name? (Winter: Sollte zuviel Schnee liegen, um die Frage zu beantworten, darf auch ein originelles Foto als Ersatz herhalten :)

Die Halbinsel

Du befindest Dich nun auf der Westseite des Sees und kannst die Seerunde nochmals Revue passieren lassen. Von hier aus lässt sich die Grauwackenzone aus Stage 3, sowie bei Schönwetter die nacheiszeitliche Bergsturzkante des Schoberriegels einsehen (--> Schotterrinne rechts vom dominanten Sendemast in Blickrichtung Südost)

Frage 6: Aus welchem Material besteht die Skulptur neben Dir?

Von hier aus erreichst Du in 2 Minuten den Ausgangspunkt bei Stage 1.

Der Cache

Der Cache darf nach Beantwortung der Fragen gleich geloggt werden - wenn etwas nicht passt, melde ich mich.

Viel Spaß!

-vergissmi.net

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Literatur: Georg Sterk / Friedrich H. Ucik (Hrsg.): Die Turracher Höhe. Auf den Spuren der Zeit. Heyn, 2003

Additional Hints (No hints available.)