Bevor die Computer kamen, war vieles einfacher - das stimmt zumindest für diesen Cache, welchen man in zwei Varianten lösen kann.
Der Cache ist eine thematische Fortführung der Caches "GC3226M Vor der Computersteinzeit" und "GC31H9A Computersteinzeit" welche ich letztes Jahr beim Greifensee installiert habe. Den Cache unter der alten Bezeichnung an einem neuen Ort liessen die Reviewer nicht zu; deshalb dieses neue Listing.
Installiert an einem neuen Ort ist nun eine neue Elektronik, nachdem am alten Ort die erste Fassung nach nur einem Monat gestohlen wurde. Bitte behandelt die Installation mit Respekt. Zusammen mit der ersten Fassung sind über 150 Arbeitsstunden investiert worden - eine Version 3 wird es wegen dem Aufwand nicht mehr geben. Bitte auch nichts aufschrauben; Neugierige können sich an mich wenden.
Als Fortsetzung der Installation am Greifensee befinden sich in der Dose die beiden Originallogbücher der alten Caches - es gilt ja thematisch die selben Rätsel zu lösen. Wenn ihr die einfachere Variante löst, könnt ihr euch im "GC3226M Vor der Computersteinzeit" eintragen. Bei der anspruchsvolleren Variante in "GC31H9A Computersteinzeit".
Update Februar 2014:
Auch die neue Installation steht unter keinem günstigen Stern. Nach nicht ein mal 2 Jahren hat die Elektronik den Geist aufgegeben. Es gibt aber auch eine Gute Nachricht: Kurz nachdem die Installation in Kindhausen erstellt wurde, bekam ich eine Mail von der Polizei: es sei ein verdächtiger Gegenstand abgegeben worden ;-). Die alte Elektronik ist so nach einem Jahr wieder aufgetaucht und ich konnte sie abholen.
Nun liegt als Ersatz die alte Elektronik am neuen Ort. Nur die weiss nichts davon und gibt noch die Koordinaten der beiden Dosen am Greifensee aus. Diese müssen wie folgt umgerechnet werden:
Einfachere Variante: N +2.935' , E -1.205'
Anspruchsvollere Variante: N +039, E +033 (es werden nur die Minutenbruchteile ausgegeben)
Einfachere Variante - Vor der Computersteinzeit
Diese Variante sollte für alle Cacher gut zu bewältigen sein. Wenn ihr in der Wikipedia nachschaut, wie lange die Impulse und die Pausen beim Morsecode sein müssen, so habt ihr gute Chancen, dass ihr bereits beim ersten Versuch Erfolg habt.
Um diesen Cache zu finden, benötigt ihr die folgende Ausrüstung:
- Schreibzeug
- Notizpapier
- Einen Magneten - ideal ist ein eher kleinerer (Stab-)Magnet; es sollte aber mit allen gängigen, nicht zu starken Magneten funktionieren.
- Eine Tabelle mit dem Morsecode
Jetzt los zu den folgenden Koordinaten: · · - - - · · · · - · - · - · - · · - - - · · · - - - · · · · · · · · - · - - - - · - · - · - · - - - - - - - - - - - - - ·
Nun gilt es die richtige Frage zu stellen. Diese lautet QTH? und ist ein Q Code
Diese Frage müsst ihr mit einem Magneten übermitteln. Da der Empfänger dieser Nachricht sich nicht an eure Übertragungsgeschwindigkeit anpassen kann, müsst ihr die Frage mit 2.5 WpM senden. Oder einfacher: eine Dauer kleiner einer Sekunde wird als Dit und eine Dauer grösser einer Sekunde als Dah gewertet.
Damit die Eingabe nicht ganz im Blindflug erfolgen muss, leuchtet die LED wenn der Magnet gesetzt ist - ihr könnt also ausprobieren, welche Position und welcher Abstand für euren Magneten optimal sind.
Sobald die Frage richtig erkannt wurde, leuchtet die LED 8 Sekunden lang und nach 3 Sekunden Pause folgen die Koordinaten der Endbox. (Umrechnung notwendig; siehe Februar 2014 Update oben.)
Anspruchsvollere Variante - Computersteinzeit
Ein Computerexperte braucht ihr für diese Variante nicht unbedingt zu sein. Wenn ihr mit dem Begriff Binärsystem was anfangen könnt, ein Stück allgemeines technisches Verständnis mitbringt und die verlinkten Wikipedia-Artikel studiert, solltet ihr in der Lage sein, diesen Cache zu knacken.
Aus der heutigen Zeit in der Gigabit-Ethernet, USB 3.0, und Unicode allgegenwärtig sind, bringt euch dieser Cache zu den Anfängen der Computer zurück - ihr werdet schon sehen...
Ausrüstung:
Statt einer Morse-Tabelle braucht ihr für diese Variante eine ITA2 (Bodecode) Tabelle.
Auch in dieser Variante gilt es die richtige Frage zu stellen. Diese lautet: COORD?
Um diese Frage und auch die Antwort zu übermitteln, kommt nun die gute, altmodische asynchrone serielle Schnittstelle à la RS-232 in abgewandelter Form zum Einsatz. Magnet am Gehäuse respektive LED leuchtet entspricht dabei +12V einer normalen RS-232 Schnittstelle. Kein Magnet respektive LED dunkel entspricht -12V.
Die Zeichen sind dabei in ITA2 codiert. (Aufgepasst: es scheint nicht so einheitlich zu sein, in welcher Richtung man die Bits vom Lochstreifen liest - bitte verwendet die Tabelle von der englischen und nicht der deutschen Wikipedia-Seite. D. h. T = 1, E = 16)
Die Übertragung erfolgt dabei mit 5 Bits plus Even Parity und einem Stoppbit mit 1 Baud.
Diese „Geschwindigkeit“ ist im Vergleich zu den heute sonst so gebräuchlichen Schnittstellen ja so unglaublich langsam. Auch im Vergleich zu gesprochener Sprache mit ca. 5 Silben pro Sekunde ist das eher langsam. Da jedoch das Timing von 1 Baud eingehalten werden muss - die zeitliche Position der Bits über das gesamte Zeichen inklusive Stoppbit darf nicht mehr als ein halbes Bit abweichen - ist das gar nicht so einfach.
Hier werdet ihr euch sowohl für die Eingabe als auch zum Dekodieren der Ausgabe etwas überlegen müssen. Es gibt da unzählige Möglichkeiten (Uhr mit Sekundenanzeige, 2. Person, u.v.m.) Es ist also Kreativität gefragt! (bitte keine Spoiler im Log.) Bei der Eingabe könnt ihr euch die Eigenschaft der asynchronen Schnittstelle zu nutze machen, dass zwischen den Zeichen eine beliebige Pause - na ja, vor dem nächsten Cacher solltet ihr schon fertig sein - eingelegt werden kann.
Damit die Eingabe nicht ganz im Blindflug erfolgen muss, leuchtet die LED wenn der Magnet gesetzt ist - ihr könnt also ausprobieren, welche Position und welcher Abstand für euren Magneten optimal sind. Bitte bedenkt jedoch, dass dieses „Störsignal“ auch als Eingabe interpretiert wird.
Sobald die Frage richtig erkannt wurde, antwortet die Schaltung mit einem 8 Sekunden langen Break-Signal (LED leuchtet) und 3 Sekunden Pause. Darauf folgen die Koordinaten der Endbox. (Umrechnung notwendig; siehe Februar 2014 Update oben.) Nach den 6 Ziffern mit den Koordinaten (westlicher) werden noch zwei weitere Zeichen ausgegeben. (Auch mit 5 Bits plus Even Parity) Diese braucht ihr nicht als Bodecode zu interpretieren; die beiden Zahlen im Bereich 0 bis 31 sind der Bonuscode welcher für einen Bonus-Cache gedacht ist. Falls die Reviewer wieder Bonus-Caches erlauben - angeblich ist ein Bonus-Cache nicht zulässig - werde ich einen solchen erstellen.
PS: Um mal einen Eindruck von der Ausgabe zu bekommen und ein bisschen zu üben: dieses animierte GIF blinkt ABC: 