Saline Salzbrunn EarthCache
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Binnensalzstelle - Saline Salzbrunn, eine „Prise Salz” in der brandenburgischen Landschaft.
1. Was ist Halokinese?
2. Welche drei Reliefgroßeinheiten bestimmen im Wesentlichen die Oberflächengestalt Brandenburgs?
3. Welchen Salzgehalt hatte der Quell bei Salzbrunn 1811?
4. Schätzt die Größe des durch das geologische Phänomen entstandenen Salzteiches ab? (in qm)
Viel Spaß!
„Eine „Prise Salz” in der brandenburgischen Landschaft, eine geologische und botanische Besonderheit und Kostbarkeit – das sind die Binnensalzstellen in Brandenburgs Nationalen Naturlandschaften. Wo isolierende Tonschichten im Boden als „Deckel” fehlen, gelangt das salzhaltige Grundwasser nach oben. Das Salz stammt überwiegend aus der 250 Millionen Jahre alten Zechsteinformation. Damals bedeckte das Zechsteinmeer ganz Mitteleuropa. Die Binnensalzstellen sind damit Zeugen dieser weit zurückliegenden erdgeschichtlichen Epoche und zugleich Teil unserer Kulturlandschaft.“ (NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE IN BRANDENBURG 19 (1, 2) 2010, S. 4)
Geologischer Überblick und Voraussetzungen zum Salzwassertransport in Brandenburg
Die natürliche Landschaftsentwicklung Brandenburgs ist eng verbunden mit dem jüngsten Erdzeitalter, dem Quartär. Obwohl die an der Oberfläche anstehenden Bildungen von Gesteinen von jungproterozoischen (vor ca. 600 Mio. Jahren) bis zu quartären (vor ca. 2 Mio. Jahren) Ablagerungen reichen, werden vom Quartär mehr als 95 Prozent der Brandenburger Landesflächen mit kalt- und warmzeitlichen Lockergesteinssedimenten bedeckt, die durchschnittliche Mächtigkeiten von 100 - 150 m erreichen. So ist die Brandenburger Landschaft hauptsächlich ein Ergebnis mehrmaliger Vereisungen verbunden mit Abtragungs-, Anlagerungs- bzw. Aufschüttungsprozessen von Sanden, Kiesen, Geschiebemergeln bzw. -lehmen sowie Tonen und Schluffen. Hinzu kommen verschiedenartige organogene Bildungen, Dünensande und Auensedimente des Holozäns (jüngster Zeitabschnitt der Erdgeschichte).
Das Grundmuster der Oberflächengestalt Brandenburgs wird im Wesentlichen von drei Reliefgroßeinheiten bestimmt, die das Land von Südosten nach Nordwesten durchziehen und ihre Herausbildung und Formung den Prozessen während des Quartärs verdanken.
- Der im Saaleglazial geprägte Südliche Landrücken mit dem Fläming und dem Niederlausitzer Grenzwall, begrenzt im Süden durch das Lausitzer Tal.
- Das breite, aber sehr heterogene Zwischengebiet der Platten und Niederungen mit einer Vielzahl größerer und kleinerer, vielgestaltiger Hochflächenareale (wie z. B. die Teltower oder Nauener Platte, Barnim-Hochfläche) und dem Durchzug der drei Urstromtäler (Baruther, Berliner und Eberswalder Urstromtal).
- Der weichselglaziale Nördliche oder Baltische Landrücken, der in Brandenburg große Teile der Uckermark umfasst.
Die das Quartär unterlagernden tertiären Schichten, die der sog. ‚Braunkohlenzeit’ zugehörig sind, weisen trotz der damals vorherrschenden relativ ruhigen Ablagerungsbedingungen große Mächtigkeitsschwankungen (zwischen wenigen und mehreren hundert Metern) auf, die insbesondere auf spätere pleistozäne (Zeitabschnitt vor dem Holozän) und halokinetische (s.u.) Prozesse zurückzuführen sind.
Brandenburgs tieferer Untergrund wird fast ausnahmslos von Gesteinen gebildet, die in der Norddeutsch-Polnischen Senke abgelagert wurden. Insbesondere während der Zeit des Zechsteins (ca. 250 Mio. Jahre) kam es hier weitflächig zur Sedimentation mächtiger salinarer Gesteinsschichten, die durch Eindampfung des Meerwassers in isolierten Beckenbereichen entstanden. Der entscheidende Trennhorizont zwischen dem süßwasserführenden nutzbaren Grundwasserbereich im Hangenden (bergmännisch-geologische Lagebezeichnung für Gestein) und den hoch mineralisierten Tiefenwässern im Liegenden ist die Rupeltonschicht des Tertiärs. Die Oberfläche des Rupeltons, der durchschnittlich 80 - 100 m Mächtigkeit erreicht, liegt bei ca. -200 bis -100 mNN.
Unter dem Druck der hangenden Deckschichten reagieren die Salzgesteine plastisch und können im Bereich von tektonischen Schwächezonen (Bruchstörungen) in die überlagernden jüngeren Schichten aufsteigen (Halokinese). In den sog. Salzkissen erreichen sie dann diese großen Mächtigkeiten und durchstoßen teilweise sogar die Erdoberfläche.
Die Plastizität ist die Fähigkeit eines festen Stoffes sich unter einer Krafteinwirkung (Druck, Scherspannung) irreversibel (unveränderlich) zu verformen. Er beginnt zu fließen. Nachdem Reduzierung der Krafteinwirkung behält der Stoff diese Form bei. Stoffe mit einer hohen Plastizität bei Raumtemperatur und niedriegem Druck sind Knete und feuchter Ton. Aber auch Zahnpasta, Mayonnaise oder Butter kann man schon mit geringem Druck erweichen, zum Fließen bringen und verformen. Eis wird durch zum Beispiel durch das Eigengewicht eines Gletschers bei sehr hohen Drücken plastisch und kann als Gletscher fließen. Im Bereich der Geologie und Geophysik ist in der Regel von noch deutlich höheren Drücken und Scherspannungen durch die Bewegung der Erdplatten (Tektonik) und Gesteine auszugehen hierbei wird auch das abgelagerte Halit (Steinsalz) plastisch und beginnt wie Ton oder Zahnpasta zu fließen. Wenn die Um- und Überformung abgeschlossen ist und der Druck nachlässt bildet das Halit Salzstöcke. Bei anhalten des Druckes und einem Durchbrechen der überdeckenden Gesteinsschichten können in ariden (regenarm) Gebieten auch Salzgletscher enstehen, die ähnlich einem Eisgletscher talwärts gleiten.
Neben den halokinetischen Bewegungen aus dem Liegenden konnten auch durch Gletschertätigkeiten aus dem Hangenden Schwächezonen oder gar Fehlstellen im Rupeltonhorizont geschaffen werden, die dann einen Aufstieg mineralisierter Tiefenwässer in die süßwasserführenden Schichten ermöglichten.
Diese geogenen Versalzungen im oberflächennahen Grundwasserbereich, die auch als Binnenversalzung bezeichnet werden, entstehen in Brandenburg somit durch den Aufstieg von mineralisierten Tiefenwässern über quartäre Rinnen meist verbunden mit Rupeltonfehlstellen und durch Salzstockablaugungen. (vgl. Angela Hermsdorf: Überblick über die Grundwasserversalzungen im Land Brandenburg und ihre Spezifikation für die Binnensalzstellen. In: NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE IN BRANDENBURG 19 (1, 2) 2010, S. 9 – 11)
Die Salzstelle
Bis ins 16. Jahrhundert zurück reicht das Wissen um die Salzstelle bei Salzbrunn. Anfangs wurde das Salz durch Sieden einer Sole gewonnen. 1579 wird dann mit dem Bau eines Salzwerks begonnen, das dann gut zu produzieren scheint. 1598 wurde der Salzbrunnen bei Beelitz der Kurfürstin Katharina zum Leibgedinge überwiesen. Seitdem verstummen die Nachrichten. Wahrscheinlich wurde im Dreißigjährigen Krieg alles zerstört. 1748 werden Kolonisten aus der Pfalz angesiedelt und der Ort auf dem Thyr bekommt den Namen „Salzbrunn“. (vgl. Informationstafel vor Ort)
Fragen und Aufgabe
1. Was ist Halokinese?
2. Welche drei Reliefgroßeinheiten bestimmen im Wesentlichen die Oberflächengestalt Brandenburgs?
3. Welchen Salzgehalt hatte der Quell bei Salzbrunn 1811?
4. Schätzt die Größe des durch das geologische Phänomen entstandenen Salzteiches ab? (in qm)
Die Fragen sind vorab per Mail zu beantworten, dann darf geloggt werden. Falls etwas falsch sein sollte, melden wir uns:
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