Hier, an diesem zur jetzigen Zeit unspektakulären Ort, wurde 2009 ein fast 4000 m tiefes Loch gebohrt.
Das Projekt GeneSys sollte die Möglichkeit, die Erdwärme auch in der norddeutschen Tiefebene zu nutzen, aufzeigen. Dazu wurde ein Loch gebohrt, in das Wasser hineingepumpt werden sollte, welches sich in der Tiefe aufheizt und so das Geozentrum beheizt.
[Zeitungsbericht 1:]
Laut einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ v. 27.09.2012, S. 16) ist das Erdwärmeprojekt gescheitert, weil Salz das Bohrloch verstopft.
[Zeitungsbericht 2:]
Leserbrief zum Artikel "Firma sucht im Untergrund nach Tiefenerdwärme" vom 9. August: [HAZ v. 30.08.2022, S. 6]/Mit freundlicher Genehmigung des Autors
Ich war froh, in der HAZ mal wieder einen Artikel über Tiefengeothermie zu lesen, bis ich auf den Abschnitt "'Genesis'-Projekt gescheitert" stieß. Als Initiator und mehrjähriger wissenschaftlicher Leiter dieses Projekts kann ich mich über die Sätze des Autors nur wundern. Nein, das Projekt mit dem seiner Meinung nach hochtrabenden Namen hatte niemals den Anspruch, die Welt neu zu erschaffen. "Genesys" steht für generierte, also künstlich geschaffene geothermische Energiesysteme und schreibt sich deshalb auch mit "y".
Die Behauptung, das Projekt sei an mehreren Brüchen des Bohrkopfes gescheitert, ist schlichtweg falsch. Richtig ist: Es gab in den Tongesteinen der oberen 1000 Meter Bohrprobleme. Die aber wurden gelöst, und es gelang, trotz hoher behördlicher Auflagen am Rande eines Wohngebiets eine fast 4000 Meter tiefe Bohrung abzuteufen. Die dort angestroffene Gesteinstemperatur von etwa 170 Grad lag über den Erwartungen und zeigt, dass Hannover ein günstiger Standort für Tiefengeothermie ist.
Ebenso wurde das eigentliche Ziel des Projektes erreicht. Durch die Injektion von 20.000 Kubikmeter Wasser gelang es, einen mehrere hunderttausend Quadratmeter großen Riss in den hydraulich dichten Tiefengesteinen zu erzeugen, ohne dass an der Erdoberfläche Erschütterungen spür- oder messbar waren. Größe und hydraulische Leitfähigkeit des Risses wären ausreichend, um ihn als Wärmetauscher für die Beheizung des gesamten Gebäudekomplexes des Geozentrums Hannover über viele Jahrzehnte zu nutzen.
Der noch fehlende letzte Schritt, Komplementierung des Wärmetauschersystems wurde nicht getan, da das Verfahren der hydraulischen Risserzeugung durch die Schiefergasgewinnung in den USA und induzierte Erdbeben in Tiefengeothermie-Projekten des Oberrheingrabens in Misskredit geraten war. Alle diesbezüglichen Aktivitäten liegen seither auf Eis. Solange dies der Fall ist, wird das immense Wärmepotential der Tiefengesteine in Deutschland nur marginal genutzt werden können; denn mehr als 99 Prozent der bohrtechnisch erreichbaren Tiefengesteine sind hydraulisch dicht und deshalb mit konventionellen Verfahren nicht erschließbar.
An eine Wiederaufnahme der Entwicklungsaktivitäten ist derzeit kaum zu denken. Dazu braucht man zuallererst Akzeptanz in der Bevölkerung und nicht zuletzt eine "gute Presse".
Dr. Reinhard Jung, Isernhagen
Link: www.genesys-hannover.de
Die Koordinaten errechnen sich wie folgt:
N 52° 24,nnn E 9° 49,eee
nnn = 15 * (Kosten in Mio. €) - 3 [lt. HAZ v. 27.09.2012] [geändert!]
eee = (Förderrate in m³/h)² - 1
Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf geochecker.com überprüfen. GeoChecker.com.
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