LP Testnetz Kobern Mystery Cache
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Ein Unknown, der ohne Anwendung der üblichen Codetabellen zu lösen ist. Hier gilt es, 5 Lost Places der Geodäsie zu finden. Eine Wanderung durch`s Gelände oder Fahrt mit dem Cachemobil ist unumgänglich.
Dabei muß das Gemeindegebiet von Kobern nicht verlassen werden.
Allgemeine Erklärung:
Trigonometrische Punkte und Nivellementpunkte sind Vermessungspunkte der über die Landesfläche hinweg nach einheitlichen technischen Gesichtspunkten bestimmten Lage- und Höhenfestpunktfelder.
Sie bilden die Grundlage der Landesvermessung.
Die trigonometrischen Punkte (TP) sind Voraussetzung für die Herstellung und die laufende Ergänzung der Landkarten und der Katasterkarten. Auf ihnen beruhen der Nachweis und die Sicherung der Grundstücksgrenzen im Liegenschaftskataster.
Die TP sind in der Regel durch vierkantig behauene Granitpfeiler im Erdboden festgelegt. Sie sind durch ein Kreuz, die Buchstaben TP oder AP und ein Dreieck markiert.
Die Nivellementpunkte (NivP) dienen als Ausgangspunkte für die Höhenangaben in Landkarten und in Lageplänen aller Art. Auch für ingenieurtechnische Arbeiten, z.B. Straßen, Kanal- und Brückenbau, werden sie verwendet.
Die NivP sind durch Metallbolzen vermarkt, die sich meist an den Außenwänden dauerhafter und standsicherer Gebäude befinden. Wo keine Gebäude vorhanden sind, werden die Bolzen in besonders gesetzten Festlegungspfeilern aus Granit oder Beton eingebracht. Der tonnen-, kugel- oder birnenförmige Kopf der Metallbolzen trägt meist die Inschrift "HP" (Höhenfestpunkt) oder "NivP".
Geschichte zum Cache:
Im Zusammenhang mit dem Bau der Moselbrücke bei Winningen im Zuge der BAB A 61 – früher A 14 – war es aufgrund der schwierigen Geländeformation notwendig, die umfangreichen Vermessungsarbeiten wärend des Baues der Brückenpfeiler und des Brückenkastens mit Hilfe der damals modernen "elektro-optischen Entfernungsmesser" durchzuführen. Für das Gelingen der rd. dreijährigen Bauarbeiten bei Wind und Wetter war es unumgänglich, diese Geräte für die Vermessungsarbeiten zu eichen. Schließlich galt es eine fast 1.000 m lange Brücke zu bauen und den Baufortschritt der fünf bis zu 125 m hohen Brückenpfeiler von Land quer durch das Moseltal zu vermessen. Der Bau der innen hohlen und zwischen 20 und 30 cm Wandstärke errichteten Brückenpfeiler erfolgte mittels einer sich stetig bewegenden Kletterschalung, um durchgehend und gleichmäßig weiterbetonieren zu können. Eine gewaltige vermessungstechnische und logistische Meisterleistung der damaligen Ingenieure. Ein Vermessungsingenieur fand bei den Arbeiten den Tod durch Absturz von einer Felskante.
Die regelmäßie Kontrolle der eingesetzten Messgeräte erfolgte in der Gemarkung Kobern mit einem eigens dafür ausgearbeiteten Testnetz, um auch klimatisch gleiche Bedingungen für die Geräte vorzufinden. Ähnliche Pfeiler wurden damals oft errichtet, um bei größeren Bauprojekten die Maßnahmen vermessungstechnisch zu betreuen und zu überwachen. Die Pfeiler befinden sich dann grundsätzlich außerhalb des Baufeldes, um eine Unveränderlichkeit der Standpunkte zu gewährleisten. Achtet einmal darauf, wenn ihr an Brückenbauwerken (Bsp Kurt-Schumacher-Brücke Koblenz, rechte Moselseite) vorbeikommt.
Die vorliegende Luftbildaufnahme stammt von einer Befliegung am 5.4.1969, um noch vor der Vegetationsperiode gutes Sichtfeld zu haben. Inzwischen erfolgte die Flurbereinigung und der Ausbau der Landesstraße L 117.
Die Moseltalbrücke Winningen wurde von März 1969 (Beginn der Tiefbauarbeiten) bis zur Fertigstellung Ende 1972 gebaut.
Die zu findenden Pfeiler dienten ausschließlich für Genauigkeitsuntersuchungen von EDM-Geräten und wurden vom damaligen Landesvermessungsamt errichtet und betreut.
Elektropotische Entfernungsmesser als damalige Hightech-Geräte lieferten eine Elektronische Distanzmessung (EDM) durch Ermittlung von Entfernungen mittels Laufzeit- oder Phasenmessung eines Signals oder elektromagnetischer Wellen. Die fünf in Kobern befindlichen Höhenpunkte waren damals sehr gut zugänglich, weil über direkte Wege angebunden. Als besonderes Bonbon ist die Brücke selbst, damals im Bau, heute im fertigen Zustand, sehr gut zu sehen, bei günstigen Windverhältnisses sogar zu hören.
Das Prüfnetz Kobern wurde mittlerweile wegen der aufwendigen Streckenführung aufgegeben und durch die zugänglichere Eichstrecke am Radweg Mayen – Ochtendung ersetzt (auf der ehemaligen Bahntrasse; die dortigen Beobachtungspfeiler befinden sich zwischen Polch und Kerben).
Wegen der zurückzulegenden Wegstrecken empfiehlt sich für gewisse Abschnitte ein Cachemobil. Die Tour kann aber auch komplett mit dem Bike erledigt werden.
Günstigerweise beginnt man bei Punkt 1 (damals an einem Weg gelegen, heute etwas schwierig in der Vegetationsperiode zu finden, aber machbar, wenn nicht gerade Mais davor steht...) und endet bei Punkt 5. Punkt 1 liegt in der Nähe der Cachekoordinate und muss entsprechend der auswertbaren Angaben der beigefügten Fotos gesucht werden.
Alle Meßpunkte sind - bis auf Nr. 1 - direkt neben Wirtschaftswegen, manchmal etwas versteckt, gelegen.
Aufgabe:
Pfeiler 1: Ziffer minus eins
Pfeiler 2: Ziffer plus vier
Pfeiler 3: Ziffer minus eins
Pfeiler 4:
Markierung ist rot = Ziffer 2
Markierung ist gelb = Ziffer 5
Markierung ist grün = Ziffer 3
Markierung ist blau = Ziffer 7
Pfeiler 5: Ziffer verdoppeln
Finalkoordinate:
N 50 ° 19.Lösung Pfeiler 1, Pfeiler 2, Pfeiler 3
E 007 ° 27.Lösung Pfeiler 4, Pfeiler 5, 0
Besonderer Dank an Labradormix und das Team moselengel76/Mwausl für den erfolgreich durchgeführten Betatest.
Bitte Stift mitbringen!
Additional Hints
(Decrypt)
Qerv Rvpura
Treasures
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