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Die Neuinterpretation des „traditionellen Klapotetz“ "der Moderne Klapotetz" ist die Attraktion des Rebenlandes. Der Grundstein dazu wurde im Jahre 1990 mit einem Tourismuskonzept gelegt, das die Errichtung der Kreuzbergwarte und eines Weinlehrpfads vorsah. Anstelle eines Lehrpfads wurde schließlich ein „Erlebnisgarten“ entwickelt, der in erzählender Form die Verbindung von Wein und Kultur umfassend dokumentiert. In einer „Weinreise um die Welt“ präsentiert Dir. Josef Ertl die vielen Facetten von Wein und Kultur. Ziel und künstlerischer Anziehungspunkt dieses Weges ist am Kollersimmerlkogel ein Werk des Architektur-Studenten Ulrich Hagen, der in seiner formalen und künstlerischen Gestaltung einen Klapotetz der etwas anderen Art schuf.
Ein Klapotetz (slowenisch klopotec) ist eine für das südsteirischen Weinland typische, weit verbreitete Vogelscheuche. Sie besteht aus einem Windrad mit Welle und Klöppeln, die durch ihr rhythmisches Geklapper die Vögel aus den Weingärten zur Zeit der Traubenreife fern halten sollen. Der Name stammt aus dem Slowenischen: "klopótec", zu deutsch "Klapper". Im Slowenischen und im Österreichischen Wörterbuch ist der Klapotetz männlich, im südsteirischen Sprachgebrauch ist die Klapotetz weiblich, wohl abgeleitet aus "die Windmühl". In Österreich besitzt das Windrad meist acht Flügel, in Slowenien sechs. Das melodische Geklapper des Klapotetz ist charakteristisch für die Stimmung der südsteirischen Weinberge. Die Klapotetze sind nicht das ganze Jahr über im Betrieb. Sie werden nach alter Überlieferung zu Jakobi, das heißt am 25. Juli, aufgestellt (bzw. aktiviert) und zu Allerheiligen (am 1. November) oder zu Martini (am 11. November) wieder ausgeschaltet.
Als Material zur Herstellung eines traditionellen Klapotetz werden vier Holzarten benötigt: Fichtenholz (auch Tanne oder Lärche) für die Flügel, Buchenholz für die Klöppel, Esche oder Kastanie für den Block und Kirschbaumholz für das Schlagbrett. Letzteres darf nicht durch ein anderes Material ersetzt werden, denn nur Kirschbaumholz erzeugt schrille Töne und wahrscheinlich auch Töne im Ultraschallbereich, welche die Vögel eher fern halten.
Der Durchmesser des Windrades beträgt meistens etwa ein Meter. Am hinteren Ende des Klapotetz werden oft Birkenbuschen als Windfahne und Gegengewicht angebracht. Der Klapotetz wurde schon 1797 in einer Handschrift erwähnt. Aus dem Jahr 1832 gibt es eine bildliche Darstellung eines Schlosses bei Celje mit einem Klapotetz und auch Erzherzog Johann besaß 1836 auf seinem Weingut in Pickern einen Klapotetz.
Additional Hints (Decrypt)
Decryption Key
A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M ------------------------- N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z
(letter above equals below, and vice versa)
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