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Gletschermühle EarthCache

Hidden : 9/12/2012
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Kurze Wanderung zu einem Eiszeitrelikt oberhalb des Turracher Sees. Ca. 80 Höhenmeter ab Parkplatz Panoramabahn. Gehe zur Talstation und folge den Wegweisern zur Spotzlhütte und weiter zur Gletschermühle.


Die letzte Eiszeit

Die Turracher Höhe war, wie auch andere ausgedehnte Teile Österreichs, während der verschiedenen Eiszeiten vergletschert. Die Spuren vor allem der letzten Eiszeit, wie abgeschliffene Felskuppen, so genannte Rundhöcker, ausgehobelte Mulden ("Kare"), Moränen, Gletschermühlen und anderes mehr, sind auf der Turracher Höhe immer wieder zu beobachten.

Die letzte, so genannte Würm-Eiszeit hat vor etwas 80.000 Jahren begonnen und ist erst vor rund 10.000 Jahren zu Ende gegangen. Ihren Kälte-Höhepunkt erreichte sie vor ca. 20.000 Jahren. In dieser Zeit wurden die letzten Waldbestände in höheren Lagen vernichtet und es kam zur Bildung großer Schuttmengen. Diese wurden vom abfließenden Gletschereis als Moränen fortgetragen und schließlich abgelagert, wie beispielsweise unter dem Kornock zu beobachten.

In der Würm-Eiszeit waren weite Teile Kärntens vom ca. 20 km breiten Draugletscher und seinen Zubringern bedeckt. Für den Nordosten des Landes war hingegen der steirische Murgletscher von Bedeutung, der sich in etlichen Zungen auch auf das heutige Kärnten ausdehnte. Diese Gletscher traf im Oberen Gurktal auf die Gletscherausläufer des Liesergletschers (in der Region Wiedweg, wo bei der Anlage des heutigen Golfplatz Tauerngestein gefunden wurde), sowie weiter südlich bei der Prekowahöhe, wo er auf einen Seitenast des Draugletschers traf (das erklärt auch, warum die Gurk nicht über Feldkirchen - Moosburg abfließt, sondern ober der Prekowahöhe Richtung Sirnitz abbiegt).

Die Gletschermühle

Ein bemerkenswertes Relikt aus der Eiszeit befindet sich direkt auf der Passhöhe: Eine Gletschermühle aus der Würm-Eiszeit. Wenn in Spalten des Gletschereises oberflächliche Schmelzwässer wasserfallartig abfließen, dann können an der Gletschersohle liegende Gesteinsblöcke in kreiselnde Bewegung versetzt werden, wodurch im Felsuntergrund allmählich sackförmige Kessel herausgeschliffen werden. Im Laufe der Zeit werden diese herausgeschliffenen Kessel immer größer und tiefer.

Oft finden sich auch auf der Sohle solcher Kessel noch Reste der "Schleifsteine". Die vorliegende Gletschermühle wurde in verhältnismäßig hartem Eisendolomit herauspräpariert und blieb dadurch erhalten. Sie besteht aus mehreren übereinander liegenden, rundlichen, kesselartigen Auskolkungen im karbonatischen Gestein, deren westliche Ränder im oberen Bereich wegerodiert wurden. Die Auskolkungen haben einen Durchmesser bis zu 3 m.

Wegen ihrer naturkundlichen wie wissenschaftlichen Bedeutung wurde diese Gletschermühle 1962 von der Bezirkshauptmannschaft Murau zum Naturdenkmal erklärt.

Der Cache

Beantworte die folgenden Fragen mithilfe der Infotafeln vor Ort per Mailformular. Der Cache kann gleich geloggt werden, bei Rückfragen melde ich mich.

1. Wie tief schätzt Du den Gletschertopf?
2. Welches andere eiszeitliche Relikt befindet sich in der Nähe (genauer Wortlaut)?
3. Wie alt ist die Gletschermühle?

Viel Spaß! -vergissmi.net

Additional Hints (No hints available.)